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Straßenbau
Landkreis MOL nutzt Ferienzeit für Sanierungsoffensive im Oderbruch

Baustellen-Rapport: Jürgen Hundertmark, Rainer Schinkel und Hannelore Weber vom Landkreis Märkisch-Oderland am Beginn der Baustelle der Kreisstraße 6412 in Altwustrow.
Baustellen-Rapport: Jürgen Hundertmark, Rainer Schinkel und Hannelore Weber vom Landkreis Märkisch-Oderland am Beginn der Baustelle der Kreisstraße 6412 in Altwustrow. © Foto: Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 30.07.2020, 20:34 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) Lastwagen für Lastwagen mit Kippmulden fahren derzeit frischen Bitumen zur K 6412, der Kreisstraße von Altreetz  nach Zollbrücke. Zwischen Altwustrow und Ferdinandshof sowie bis zum Abzweig nach Zäckericker Loose erhält sie eine neue Deckschicht.

Bis zum Ende der Sommerferien muss die Straße fertig werden. "Denn in die eine Richtung verlaufen vier bis fünf, in die andere Richtung sieben bis acht Schulbus-Linien", sagt Jürgen Hundertmark, Sachbearbeiter im Fachbereich Tiefbau des Landkreises Märkisch-Oderland. Die Barnimer Busgesellschaft transportiere über diese Straße Kinder und Jugendliche in die Schulen nach Altreetz, Bad Freienwalde und Wriezen.

Baubeginn in Spielpause

Der dritte Abschnitt zwischen dem Abzweig Zäckericker Loose  und Zollbrücke erfolgt in den Herbstferien. "Wir beginnen mit dem Bau erst nach der letzten  Vorstellung des Jahres im Theater am Rand", ergänzt der Sachbearbeiter beim Vororttermin in Altwustrow. Mit dabei sind auch der Beigeordnete Rainer Schinkel und Hannelore Weber, Leiterin des Liegenschafts- und Bauverwaltungsamtes des Landkreises.

Mit 3,4 Kilometer Länge und 628 000 Euro Investitionssumme sei die Sanierung der K 6412 die größte Baumaßnahme des Landkreises im Bereich der Straßenunterhaltung in diesem Jahr, bestätigt Rainer Schinkel. Die Straße erhält eine neue Deckschicht. Weil sich der Aufbau erhöht, werden Bankette und Feldzufahrten angeglichen sowie Mulden wiederhergestellt. "Wir bauen auf, haben nichts heraus gefräst und müssen den alten Asphalt nicht entsorgen", erläutert Jürgen Hundertmark. "Es ist nicht nur billiger, es geht", bestätigt Schinkel. Der Unterbau der Straße sei in Ordnung. Gleichzeitig werden Leitpfosten und Schilder erneuert. Der alte Belag war verschlissen, wies Längs- und Querrisse auf. Der Landkreis geht davon aus, dass der neue Belag zehn bis 15 Jahre hält.

Weitere Baumaßnahmen konnte der Landkreis bereits beenden: Die K 6415 von Reichenow zur L 33, die Wiesenstraße in Hoppegarten, die mit 621 000 Euro die zweitgrößte Investition in diesem Jahr darstellte, der Kreisverkehr auf der K 6421 am Multicenter in Vogelsdorf sowie die Neuenhagener Chaussee im Zuge der K 6425 in Altlandsberg. Insgesamt 1,7 Millionen Euro stehen dem Landkreis in diesem Jahr für Unterhaltungsmaßnahmen zur Verfügung. Für den Straßenbau insgesamt gibt er drei Millionen Euro in diesem Jahr aus, erklärt Schinkel. Diese Summe habe der Kreistag bewilligt.

Einsatz von Fördermitteln

Die Sanierung von Straßen seien im Kreisstraßenbedarfsplan 2011 bis 2020 enthalten, der in diesem Jahr fortgeschrieben werde, so der Beigeordnete. Die gute finanzielle Lage des Landkreises in den vergangenen zehn Jahren habe dazu geführt, dass der Straßenbau im Haushaltsplan bewilligt worden sei, sagt Schinkel. "Wir versuchen natürlich, dort zu bauen, wo wir Fördermittel nutzen können", ergänzt er. Zuschüsse seien aber nicht für alle Straße zugänglich.

Kommendes Jahr plant der Landkreis die Betonstraße in Altreetz vom Abzweig Mädewitz bis zum Ortsausgang in Richtung Neuwustrow auszubauen. Saniert wird ferner der Abschnitt 50 der K 6422 in  Petershagen/Eggersdorf, die K 6419 vom Rehfelde nach Strausberg sowie die K 6416 von Reichenow zur L 33. Vorher stimmt der Kreistag darüber ab.

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