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Polizei dankt Verein "Sicher leben in Wriezen"

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Steffen Göttmann / 14.06.2011, 08:10 Uhr
Wriezen (In House) „Dem Verein Sicher leben in Wriezen e. V. Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit – Polizeiwache Bad Freienwalde“ steht auf der Plakette, die das Vereinsheim an der Kanalstraße in Wriezen seit 10. Juni schmückt. Peter Schuldt, Leiter der Polizeiwache Bad Freienwalde, hat sie bei der Mitgliederversammlung der Vereinsvorsitzenden Anja Puhl überreicht.

„Ich möchte dem Verein Dank sagen und den Sicherheitspartnern für die monatlich 30 Stunden ehrenamtliche Arbeit“, sagte der Polizeihauptkommissar. Der Mitglieder des Vereins gehen nachts mindestens zu zweit Streife und versuchen, durch ihre Anwesenheit Straftaten zu verhindern oder gar aufzuklären. Ab und zu werden sie von den Revierpolizisten Heiko Beyer und René Gudat begleitet. Mit ihnen steht der Verein in ständigem Kontakt, zumal Heiko Beyer als Schatzmeister des Vereins fungiert.

So haben die Vereinsmitglieder kürzlich einen Graffiti-Sprüher auf frischer Tat ertappt, berichtete der Wachenleiter. „Sie konnten ihn zwar nicht festhalten, aber sie haben die Tat damit gestoppt“, lobte Schuldt. Weil in Wriezen immer wieder Altkleidercontainer aufgebrochen wurden, legten sich Cindy Lichtenberg, Danilo Lange und der stellvertretende Vereinsvorsitzende Siegfried Schwensow auf die Lauer. Sie erwischten eine junge Frau und hielten sie bis zum Eintreffen der Polizei fest. Sie hatte die Altkleider bei einem Internetaktionshaus verkauft. Der Verein konnte die Aufbrüche in Wriezen stoppen. Dagegen verlagerten sie sich nach Schulzendorf und Bliesdorf. Als Folge habe der Malteser Hilfsdienst seine Container weggeholt, berichtete Schwensow. Besonders anerkennenswert empfindet der Wachenleiter die Öffentlichkeitsarbeit, beispielsweise jetzt am Kindertag, beim Deichtag oder durch das Codieren von Fahrrädern.

„Beim Bürgermeister kommt die Arbeit gut an, aber auch das Verständnis der Bürger hat sich verändert“, betonte der Wachenleiter. Die Wriezener blicken auch mal nach oder nach links, wenn sie durch die Straßen gehen. Der Verein habe dazu beigetragen, das Bewusstsein der Bürger fürs Umfeld zu verbessern. „Für mich ist die Sicherheitspartnerschaft eine entscheidende Komponente“, sagte Schuldt. Vergangenes Jahr verzeichnete die Region einen leichten Anstieg der Straftaten. Die Zahl der Verkehrsunfälle ging zwar zurück, dafür haben sie häufig schwerwiegendere Folgen. Dies setze sich im ersten Quartal dieses Jahres fort, so der Beamte. Die Polizei registriere leider wieder mehr Unfälle unter Alkoholeinfluss und wegen zu hoher Geschwindigkeit.

Der Verein zählt gegenwärtig 19 Mitglieder, 13 davon beteiligen sich an den Streifen. Er war 1998 gegründet worden, weil die Straftaten damals gravierend gestiegen waren.

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