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Arbeiten am ehemaligen Waschhaus, im Hauptgebäude und am Inspektorenhaus laufen auf Hochtouren

Baustelle Schloss Trebnitz

Sicherung alter Elektroleitungen: Thomas Walter (l.) und Steffen Elsner von der Trebnitzer Elektrofirma Bork im Deckenbereich des Flures.
Sicherung alter Elektroleitungen: Thomas Walter (l.) und Steffen Elsner von der Trebnitzer Elektrofirma Bork im Deckenbereich des Flures. © Foto: Johann Müller
Doris Steinkraus / 09.03.2017, 07:30 Uhr - Aktualisiert 09.03.2017, 15:21
Trebnitz (MOZ) Sowohl im als auch am Schloss Trebnitz haben derzeit Bauleute das Sagen. Während der Innenausbau am Waschhaus zügig voran geht, werden im Schloss selbst Brandschutzmaßnahmen und Verschönerungsarbeiten realisiert. Bis zum 20. März soll vieles geschafft sein.

Zu den großen Seminarräumen im ersten Geschoss des Schlosses gelangen Besucher derzeit nur über den Nebeneingang. Gewaltige Baugerüste nehmen die gesamte Breite des imposanten Flures ein. Elektriker und Maler sind am Werkeln. Der Verein hatte von Finanzminister Christian Görke (Linke) im November einen 25 000-Euro-Scheck aus Lottomitteln erhalten, um Ausbesserungsarbeiten in den repräsentativen Räumen des Hauses erledigen zu können. Noch einmal so viel schießt der Verein als Eigenanteil zu. "Die Zuwendung kam genau zum richtigen Zeitpunkt", freut sich Einrichtungsleiter Darius Müller. Der Verein begeht am 20. März sein 25-jähriges Bestehen. Für die Festveranstaltungen haben sich viele hochrangige Gäste aus Deutschland und Polen angesagt. Mit jährlich rund 2000 Teilnehmern an internationalen Jugendtreffen sowie weiteren 1500 Besuchern von Fremdseminaren werden die Räume des denkmalgeschützten Gebäudes stark gefordert. Verschönerungsarbeiten waren dringend nötig. Es wurden Stuckelemente repariert, Parkett abgeschliffen, Wände gemalert und neue Elektroleitungen verlegt. Letztere waren nötig, da der Verein Brandschutzauflagen umzusetzen hatte. Die historischen Türen haben ebenso elektrische Türöffner erhalten wie die hohen Fenster im Flur.

Neue strenge Brandschutzauflagen sind auch der Grund für den Einsatz der Fürstenwalder Dachdecker im Schloss. Sie haben im rechten oberen Teil das Dach geöffnet, ein Fenster eingesetzt und eine Entrauchungsanlage installiert. Dafür wurde ein Loch in die preußische Kappendecke geschlagen. Rund 60 000 Euro kosten die Arbeiten im Bereich Brandschutz insgesamt, die Hälfte davon stemmt der Verein aus eigenen Mitteln. Die Brandmeldeanlage im Schloss war bereits 2016 komplett erneuert worden.

Das Gros der Arbeiten ist geschafft. In den nächsten Tagen geht es ans große Putzen. Zur Festveranstaltung will der Verein den rund 150 Gästen das gesamte Areal präsentieren. Dazu gehört auch die Alte Schmiede, in dem Tobias Lenel einen Film über den Alltag im Schlossleben zeigt, die Remise, in der die deutsch-polnische Schülerfirma Kaffee-Gäste bewirten wird und auch das zum Schloss-Ensemble gehörende Waschhaus. "Dort sind die Bauarbeiten dann allerdings dann noch nicht fertig", erläutert Darius Müller. "Aber die Baustelle wird so beräumt, dass sich die Gäste einen Eindruck machen können." Im alten Waschhaus entsteht ein Gustav-Seitz-Zentrum.

Im Erdgeschoss des Klinkerbaus werden Skulpturen des renommierten deutschen Bildhauers ausgestellt. Regale mit von Seitz gefertigten Figuren, Köpfen und Abgüssen sollen eine Atelier-Atmosphäre verströmen. Es wurden sechs große Fenster in die Dachschräge eingebaut und die Zwischendecke in Teilen geöffnet. Das Licht kann von oben den Raum durchströmen. Das ist für die Gäste bereits am 20. März erlebbar. An diesem Tag wird das Waschhaus zur Musikbar. Da die Außenanlagen erst noch gestaltet werden, erfolgt der Zugang über die Giebelseite. Am 11. September, dem 111. Geburtstag von Gustav Seitz, wird das Zentrum eröffnet.

Dann wird auch ein weiteres Bauprojekt fertig sein. Der Verein des Archivs des Bundesverbandes der Heilpädagogen erneuert derzeit die Hülle des Inspektorenhauses. Die Baugerüste künden davon, dass Fenster und Fassade neu gestaltet werden - denkmalgerecht, versteht sich.

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