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63 Tour-de-MOZ-Teilnehmer nahmen bei der Oderbruchrundfahrt ab Letschin 52 Kilometer unter ihre Räder

Regen, Kälte und Blessuren getrotzt

Start am Alten Fritz-Denkmal: Tourenführer Wolfgang Ulm (l.) sorgte von Beginn an für gute Laune. Der 57-jährige Tischler aus Gorgast hatte mit Ehefrau Ingrid den anspruchsvollen Kurs ausgewählt.
Start am Alten Fritz-Denkmal: Tourenführer Wolfgang Ulm (l.) sorgte von Beginn an für gute Laune. Der 57-jährige Tischler aus Gorgast hatte mit Ehefrau Ingrid den anspruchsvollen Kurs ausgewählt. © Foto: Jörg Kotterba
Jörg Kotterba / 13.08.2017, 18:43 Uhr - Aktualisiert 13.08.2017, 19:05
Letschin (MOZ) Trotz Nieselregen und kühlen 19 Grad: Die gute Laune ließen sich die 63 Tour-de-MOZ-Teilnehmer am Sonnabend bei der Oderbruchrundfahrt von Letschin nach Letschin nicht vermiesen. Eine Verschnaufpause legten sie auf dem Milchschafhof in Quappendorf ein.

Lucio Schwethelm musste am Sonnabend so manche Frage beantworten. Der 22-jährige Student (Markenzeichen: Basecap) betreut seit mehr als zwei Jahren im MOZ-Auftrag die Tour-Teilnehmer. Er hält Kontakt zu den Tourführern und steht den Radlern, meist Frauen und Männern Ü 40, für alle großen und kleinen Probleme zur Verfügung. Unlängst hatte er selbst ein Problem: Der leidenschaftliche Radfahrer stieß mit einem Auto zusammen: Am Wagen "Kaltblechverformungen", wie die Polizei gern formuliert, an Lucios Stirn Blessuren, die noch nicht ganz verheilt sind.

Trotz Nieselregen und kühlen 19 Grad: Die gute Laune ließen sich die 63 Tour-de-MOZ-Teilnehmer am Sonnabend bei der Oderbruchrundfahrt von Letschin nach Letschin nicht vermiesen. Eine Verschnaufpause legten sie auf dem Milchschafhof in Quappendorf ein.
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"Armer Lucio", tröstete Tourleiter Wolfgang Ulm. Der 57-jährige Tischler und Fensterbauer aus Gorgast hatte mit Ehefrau Ingrid den anspruchsvollen Kurs von und nach Letschin über Zechin, Buschdorf und Werbig nach Gusow und Neuhardenberg bis zur ausgiebigen Verschnaufpause auf dem  Quappendorfer Milchschafhof "Pimpinelle" ausgewählt.

"Meine Ingrid ging die Strecke auf der Karte durch, ich bin sie anschließend abgefahren. Wir nutzen viele Fahrradwege, so dass wir dem Straßenverkehr uaus dem Weg gehen können", sagt der erfahrene Tourführer.

Und doch gab es zwei, drei Situationen, in denen Besitzer chromblitzender Wagen "Stärke" zeigen wollten. "Man kann sich nur wundern, wie die zu ihrem Führerschein gekommen sind", meinte Gerhard Stolz kopfschüttelnd. Seit mehreren Jahren sorgt der Neuenhagener als "Lumpensammler", also letzter Mann im Peloton dafür, dass niemand zurück bleibt. Vor wenigen Wochen feierte Stolz seinen 80. Geburtstag. Grund im Fahrerfeld, dem Jubilar ein Ständchen zu singen.

Unter den 63 Radwanderern waren neben Stamm-Tour-Teilnehmern aus dem Berliner Raum auch Oderbrucher, wie die Neuhardenbergerin Jutta Lutter.

In grünen Wetterjacken mit der Aufschrift "Tigerradtour" trotzten am Sonnabend Uta und Fritz Keßler aus Bernau dem sporadisch einsetzenden Nieselregen und den für einen Augusttag doch sehr kühlen 19 Grad. "Wir nehmen neben der Tour de MOZ regelmäßig auch an der Tigerradtour teil, eine Veranstaltung für Hobby-Radler, bei der Spendenmittel für den Zoologischen Garten Eberswalde eingeworben werden", erklärte die 75-jährige ehemalige Chefin eines Möbelhauses. Etwa 5000 Fahrrad-Kilometer legt das Ehepaar jährlich zurück. "Das ist eine Leidenschaft, von der wir nicht mehr loskommen", meinte Uta Keßler lachend. Ihr Mann nickte. Beide sind schlank. Und relativ gesund. Wenn das keine Motivation für jene sein sollte, die noch zögern, an der Tour de MOZ teilzunehmen...

Lucio Schwethelm hielt trotz der Blessuren tapfer durch. Kein Wunder: Seine längste Tour, die er übrigens in seiner Geburtsstadt Frankfurt (Oder) begann, führte ihn einst nach Barcelona. 21 Tage lang war er unterwegs.

Am Sonnabend startet um 10 Uhr am Bahnhof Oranienburg die 17. Tour über 55 Kilometer unter dem Motto: "Von Oranienburg ins Löwenberger Land".

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