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Von Genschmar ausgerichteter 22. Oderpokal und 8. Supercup im Löschangriff schließt lange und erfolgreiche Wettkampfsaison ab

Oderpokal
Stückener entführen beide Trophäen

Ein guter Start ist alles: Die gastgebende Genschmarer Wehr trat sogar mit zwei Mannschaften an, hier Team I mit den älteren Wettkämpfern
Ein guter Start ist alles: Die gastgebende Genschmarer Wehr trat sogar mit zwei Mannschaften an, hier Team I mit den älteren Wettkämpfern © Foto: Johann Müller
Doris Steinkraus / 09.10.2017, 06:44 Uhr
Genschmar (MOZ) Der von der Genschmarer Wehr ausgerichtete Oderpokal im Löschangriff ist traditionell der letzte große Feuerwehrwettkampf jeder Saison. Am Sonnabend gingen 25 Frauen- und Männerteams an den Start, darunter auch die Olympiasieger von Villach.

Gemeldet hatten 32 Teams. Doch der Sturm fegte so manche Wettkampfträume förmlich hinweg. Mehrere Wehren waren auch am Sonnabend noch im Einsatz, um vor allem umgestürzte Bäume von Straßen und Wegen zu räumen. Pünktlich zur Begrüßung der Mannschaften, die bis aus Mecklenburg-Vorpommern (Ostseebad Nienhagen) angereist waren, wurden auch die Genschmarer und Manschnower alarmiert. "Das hat es in all den Jahren des Oderpokals noch nie gegeben", resümierte Amtsbrandmeister Andreas Zwick, der selbst im Team I Genschmar startete. Doch die Gastgeber befinden sich mittlerweile in einer komfortablen Situation. In ihrem Team starten mehrere Feuerwehrsportler aus anderen Orten. "Weil nicht mehr überall Wettkampfsport betrieben wird", erklärte Zwick. Somit war der Start trotz Einsatz gesichert. Die Genschmarer sind längst das Maß der Dinge weit über die Kreisgrenzen hinaus, stellen seit Jahren Sportler, die im Land, bei den Deutschen Meisterschaften und sogar bei der Feuerwehrolympiade Siege holen, so wie in diesem Jahr im österreichischen Villach.

"Mehr kann man nicht erreichen", befand der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Hans-Dieter Kandzia. Er würdigte die Leistungen der Feuerwehrsportler, die damit den Landkreis weiterhin zu einem Begriff gemacht haben. Zur Eröffnung des Wettbewerbs zeichnete er Sportler aus, die bei den Landesmeisterschaften und bei der Olympiade erfolgreich waren. Maik Berger, Michael Grunzke, Toni Bittner (alle Genschmar), Patrick Piater (Küstrin-Kietz) und Cindy Ahnert (Buckow) erhielten das Ehrenzeichen des Kreisfeuerwehrverbandes. Eileen Hildebrandt (Genschmar) Erik Oldinski (Alt Zeschdorf) sowie Christian Mlosch (Kittlitz) erhielten die Ehrennadel in Gold.

Dann wurde es ernst. Die Teams absolvierten vier Läufe, jeweils zwei mit einer alten DDR-Pumpe und zwei mit der elektronisch startenden Pumpe. Dabei ging es einmal um den Oderpokal und zum anderen um den Supercup. Als Hauptkampfrichter fungierte Egon Schneider von der Feuerwehr Neuendorf (bei Teupitz) und als Schiedsrichter Thomas Linde von der Feuerwehr Töpchin (Mittenwalde).

Am Ende mussten die Gastgeber beide Pokale, die sie 2016erkämpft hatten, abgeben. Die Mannen den Feuerwehr Stücken (Potsdam-Mittelmark) entführten beide Trophäen. Die Olympiasieger landeten beim Oderpokal, bei dem 17 Männermannschaften an den Start gingen, auf Platz zwei und beim Supercup, der 13 Starter zählte, auf dem Bronzerang. Silber ging an Groß Neuendorf. Der Wettbewerb machte deutlich, wie eng beieinander die besten Teams mittlerweile liegen. Heute liegen die Besten bei 21 Sekunden, entscheiden Zehntelsekunden über den Sieg. Bei den Frauen gewann das Team Groß Muckrow (Oder-Spree) vor Genschmar und Libbenichen I den Oderpokal. Den Supercup entschieden die gastgebenden Genschmarerinnen vor Groß Muckrow und Schwanebeck (Barnim).

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