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Triathletin Lena Saremba spricht im Interview über Erfolge und Missgeschicke in ihrer Sportart

Triathlon
Den Vorsprung holt sie beim Schwimmen

In ihrem Element: Im Wasser fühlt sich die 14-jährige Triathletin am wohlsten, was sie kürzlich wieder beim 24-Stunden-Schwimmen im baff beweisen konnte.
In ihrem Element: Im Wasser fühlt sich die 14-jährige Triathletin am wohlsten, was sie kürzlich wieder beim 24-Stunden-Schwimmen im baff beweisen konnte. © Foto: Leonie Bastian
Leonie Bastian / 12.02.2018, 06:00 Uhr
(MOZ) Manche fahren Rad, andere laufen oder schwimmen - wer alle drei Disziplinen beherrscht, kann sich im Triathlon versuchen. So wie Lena Saremba (14). Leonie Bastian wollte mehr über die Sportlerin aus Senftenhütte wissen.

Lena, wie bist du zum Triathlon gekommen?

Durch meinen Vater. Er hat früher viel Sport gemacht, auch Triathlon, und hat es dann in die Familie gebracht.

Welche Disziplin gefällt dir am besten und welche liegt dir gar nicht?

Am meisten mag ich Schwimmen, kann aber auch daran liegen, dass ich es am Besten kann. Ich kann aber bei Wettkämpfen meist schon beim Schwimmen einen kleinen Vorsprung erarbeiten. Am schwierigsten finde ich das Laufen, einfach weil es hinten ran die letzte Sportart ist und da meist die Kraft schon aufgebraucht ist.

Was war dein größter Erfolg?

Große Erfolge gab es für mich mehrmals, aber einer der besten war, dass ich Landesmeisterin geworden bin. Aber auch kleinere Erfolge, die nichts mit Wettkämpfen zu tun haben, wie die Aufnahme in den D-Kader, waren für mich besonders.

Was wird bei diesem Sport vorausgesetzt und worauf sollte man persönlich achten?

Vorausgesetzt wird, dass man gerade beim Leistungssport Ausdauer und auch die Materialien hat. Natürlich kann man bei Wettkämpfen zum Beispiel mit einem ganz normalen Fahrrad teilnehmen, aber man ist dann nicht der Schnellste. Aber rein theoretisch kann jeder mitmachen, man sollte nur wissen, dass es um die drei Sportarten Schwimmen, Fahrradfahren und Laufen geht. Ohne Training sollte man sich aber mit der Teilnahme zufriedengeben.

Was konntest du von Anfang an gut und was eher weniger?

Ich trainiere Schwimmen seit ich drei Jahre alt bin und würde deswegen sagen, dass mir das sehr gut liegt, da ich auch im Eberswalder Schwimmverein bin. Trainieren musste ich das Laufen und das Fahrradfahren.

Was machst du in dieser Jahreszeit? Für Triathlon-Wettkämpfe ist es doch im Winter viel zu kalt, oder?

Ja, im Winter finden keine Wettkämpfe dieser Art statt, aber trainieren tue ich natürlich trotzdem. Allerdings gibt es Wettkämpfe für die einzelnen Sportarten, also Schwimm- und Laufwettkämpfe, an denen ich auch teilnehme. Das Einzige, was nicht geht, ist Fahrradfahren.

Lässt sich diese doch sehr anspruchsvolle Sportart mit dem Alltag in der Schule vereinbaren?

Ja, ich finde er lässt sich sehr gut vereinbaren, da man sehr flexibel sein kann. Du kannst sagen, wenn du für morgen noch lernen musst und du keine Zeit hast, zwei Stunden in die Schwimmhalle zu fahren und zu trainieren, dass du zu Hause etwas machen kannst: Athletik oder Muskulatur stärken, etwas, das dir auch etwas bringt, aber weniger Zeit in Anspruch nimmt.

Wie bereitest du dich auf einen Wettkampf vor und wie läuft er ab?

Die Vorbereitungen treffe ich schon am Vortag. Ich packe die Sachen, die ich benötige und putze mein Rad. Wir sind eine bis anderthalb Stunden vor Start am Wettkampfort, damit wir noch genug Zeit zum Einchecken in den Wechselgarten, zum Erwärmen haben und eventuell auch Zeit zum Angucken der Wettkampfstrecke bleibt. Beim Start ist es ratsam, sich vorne hinzustellen um so schnell wie möglich ins Wasser zu gelangen und dem Getümmel hinten zu entgehen. Das ist wichtig, da je nach Triathlon unterschiedlich viele Leute gleichzeitig starten. Die Schwimmstrecke geht meist um Bojen, aber ich hatte es auch schon, dass der See überquert werden sollte. Wenn man nun aus dem Wasser kommt, rennt man in den Wechselgarten und es erfolgt der Wechsel. Danach geht es auf's Rad. Die Streckenlängen sind je nach Altersklasse unterschiedlich. Bei mir wären es 400m Schwimmen, 10km Rad fahren und 2,5km Laufen. Nach dem Radfahren erfolgt der zweite Wechsel. Nun geht es auf die Laufstrecke und letztlich ins Ziel.

Ist dir mal ein Missgeschick passiert? Wenn ja welches?

Ja, natürlich, schon mehrmals. Unter anderem lustige Fehler, wie die Laufschuhe beim ersten Wechsel anziehen, obwohl zuerst Fahrradfahren dran ist und die Schuhe dafür schon am Fahrrad sind. So etwas kostet natürlich Zeit. Aber auch, dass der Triathlonanzug schon vor dem Wettkampf kaputtgegangen ist. Ansonsten auch kleine Fehler, die man im Training übt, wie das innere Fahrradpedal in der Kurve oben zu haben und nicht unten, damit man nicht auf der Straße aufsetzt und stürzt. Sowas kann natürlich passieren, es bleibt nicht aus.

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