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Am Dorfteich verletzt aufgefundenes Tier ist nicht mehr auffindbar

Friedersdorfer Schwan scheinbar spurlos verschwunden

Der verletzte Schwan am Dorfteich vor zwei Wochen. Unbekannte hatten ihm eine wärmende Decke gegeben.
Der verletzte Schwan am Dorfteich vor zwei Wochen. Unbekannte hatten ihm eine wärmende Decke gegeben. © Foto: Matthias Lubisch
Josefine Jahn / 01.03.2018, 06:15 Uhr
Seelow/Friedersdorf (MOZ) Der verletzte Schwan, den Anwohner  vor einigen Tagen am Friedersdorfer Teich entdeckt haben, scheint spurlos verschwunden zu sein. Dr. Ralph Bötticher, Leiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes des Kreises, hatte auf MOZ-Anfrage erklärt, das verletzte Tier der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) gemeldet zu haben. Die habe zugesagt, sich darum kümmern zu wollen. Leserin Karola Krause teilte später mit, sich ebenfalls bei der UNB informiert zu haben. Sie erhielt aber die Antwort, dass die Behörde  nicht zuständig sei.  Denn: Bei dem Schwan handle es sich um ein jagdbares Tier. Man hätte ihr seitens der UNB geraten, sich an den zuständigen Jäger zu wenden, der dem Leid des Tieres ein Ende bereiten könne.

Dieses Vorgehen bestätigte im Nachgang der Beigeordnete Rainer Schinkel, bestätigt. Er verweist darauf, dass seinerzeit noch nicht nicht zu erkennen war, ob es sich um einen Höcker- oder Singschwan handelt. Nur für letzteren wäre die UNB verantwortlich. „Für ein Eingreifen der UNB gab es in dem Fall keine Rechtsgrundlage, daher konnte das Tier auch nicht von Mitarbeitern der UNB abgeholt und in eine Auffangstation gebracht werden“, erklärt Schinkel. Im Zusammenhang mit verletzten oder kranken Tieren sei bürgerschaftliches Engagement gefragt. „Ein jagbares Tier, das erkennbar leidet, kann von jeder Person, die es findet, zum Tierarzt oder in eine Wildtierauffangstation gebracht werden“, sagt  Schinkel. Darüber müsse dann jedoch der zuständige Jagdpächter, die untere Jagdbehörde oder die Polizei informiert werden -  möglichst vor Abtransport des Tieres, andernfalls im Anschluss.

Die Information über den Schwan, der zuerst am Donnerstag vor zwei Wochen am Teich in Friedersdorf gesehen wurde, wurde von Bürgern dem Amt Seelow-Land gemeldet. Ordnungsamtsleiterin Marlies Zachert bestätigte Anrufe im Amt. Dort hatte man auf den zuständigen Jagdausübungsberechtigten verwiesen. Dies ist in Friedersdorf Bernhard von der Marwitz. „Ich wurde am Freitagvormittag informiert, habe das Anliegen an meinen Vater weitergegeben, der für das Revier einen Begehungsschein hat“, erklärt dieser. Als Hans-Georg von der Marwitz nach dem Schwan sah, sei er verschwunden gewesen. Das bestätigt auch Leserin Karola Krause. Was genau mit dem Tier geschah, ist ungewiss.

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Schwan Bernhard von der Marwitz Dorfteich Marlies Zachert Lebensmittelüberwachungsamt

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