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Jahresempfang
Sonderpreis für Biogasanlage

Erste goldene Hausnummer für ein Firmengelände: Jörg Uebel von der Betreiberfirma der Biogasanlage nimmt den Preis von Carola Kleinert entgegen.
Erste goldene Hausnummer für ein Firmengelände: Jörg Uebel von der Betreiberfirma der Biogasanlage nimmt den Preis von Carola Kleinert entgegen. © Foto: Ulf Grieger
Ulf Grieger / 23.04.2018, 07:00 Uhr
Neutrebbin (MOZ) Die schönste Gemeinde des Kreises hatte am Freitag zum Jahresempfang geladen. Die Goldene Hausnummer wurde an Carmen und Winfried Keiling in der Wriezener Straße 5 vergeben. Einen Sonderpreis erhielt die Betreiberfirma der Biogasanlage Neutrebbin.

Es war vermutlich der letzte Neutrebbiner Jahresempfang im Saal des Landwirtschaftsbetriebes Tibo, in dem so viele kommunale Höhepunkte absolviert worden waren. Denn in wenigen Wochen soll das Neutrebbiner Gemeindezentrum in der Karl-Marx-Straße 43 bezogen werden. Doch noch einmal erwies sich der Tibo-Saal als gemütlicher Rahmen für eine gelungene Veranstaltung, die vor allem dazu genutzt wurde, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Die Gastredner machten den Neutrebbinern viele Komplimente. Da war vom „besonderen Dorfklima“ die Rede. Vizelandrat Friedemann Hanke (CDU) bekannte, sich mit Landrat Gernot Schmidt (SPD) gerade darin einig zu sein, dass Neutrebbin, und damit sollen alle Ortsteile eingeschlossen sein, vor allem für den Zusammenhalt so besonders ist. Es sei nicht von ungefähr, dass Neutrebbin den Dorfwettbewerb des Kreises gewonnen hat und nun mit guten Chancen in den Landeswettbewerb startet. Er brachte seinen Optimismus zum Ausdruck, dass das künftige Schulzentrum so eine Entwicklung nehmen wird, dass der Oberschulstandort, der per Ausnahmeregelung für zwei Jahre gesichert ist, dauerhaft Bestand haben wird. Simona Koß, Landtagsabgeordnete der SPD und für Prötzel Amtsausschussmitglied von Barnim-Oderbruch, machte deutlich, dass die Neutrebbiner Oberschule vor allem dann erfolgreich und attraktiv sein wird, wenn sie die in den vergangenen Monaten unternommenen Anstrengungen fortsetzt. Silvia Borkert, die Vize-Amtsdirektorin ist Neutrebbinerin, verwies darauf, dass es auch beim Wegzug der jungen Leute eine Trendwende gibt: Allein voriges Jahr sind acht junge Familien in die große Gemeinde gezogen.

Aus der neuen polnischen Partnergemeinde Zabor waren Bürgermeister Robert Sidoruk und seine Frau Jolanta sowie Zbigniew Soginski als Dolmetschener gekommen, Sidoruk bekannte, sich in Neutrebbin bereits wie Zuhause zu fühlen. Er freue sich sehr auf die geplanten Treffen am 12. und 13. Mai in Zabor und in Juni in Neutrebbin. Für die anstehenden Kommunalwahlen wünschte er sich scherzhaft Unterstützung aus Neutrebbin.

Stella Merkel verlas nicht nur Grußwort der SPD-Landtagsabgeordneten Jutta Lieske, sondern war auch die souveräne Moderatorin des Abends. Sie kündigte die Musikstücke an, die das „quartett à nett“ mit Andrea Soretz, Annett Kränig sowie Volkhard und Hanni Bode darboten.

Bürgermeister Werner Mielenz nutzte seine Rede vor allem zu einer umfassenden Danksagung. Er gab auch das Ziel dieses zweiten Jahresempfangs vor: „Lasst uns ohne Ansehen von Religion, politischen Ansichten und wirtschaftlichem und finanziellen Status miteinander reden.“

Mielenz informierte, dass der Innenausbau im Gemeindezentrum gut vorangehe. Im Juni werden die Arbeiten im Hauptgebäude abgeschlossen sein. Die Garagen können ab dem Jahresende als Ausstellungsräume genutzt werden und der Speiseraum und die Toilettenanlage werden ihrer Bestimmung übergeben. Die Reparatur der beliebten Minigolfanlage stehe ebenfalls vor der Vollendung. Zu den Dorffeststpielen, die vom 22. bis 24. Juni stattfinden, sollen sowohl diese Anlage als auch die Kegelhalle wieder einsatzbereit sein.

Als wichtige Projekte nannte Mielenz die Errichtung einer Beregnungsanlage für den Sportplatz durch den SV Hertha und die Erneuerung der Straßenbeleuchtung in Alttrebbin.

„Wie erwarten mit Spannung den Fördergeldbescheid für den Radwegbau ín der Bahnhofstraße“, so Mielenz. Und besonders hellhörig wurden die Gäste, als Mielenz informiert, dass die Gemeinde an der Verbesserung der Ortsdurchfahrt der L34 arbeite. Es gebe dafür bereits gute Signale. Dies soll mit konstruktiven Dialogen und nicht mit politischen Druckmitteln erreicht werden, so Mielenz.

Ein Höhepunkt des Abends wurde die Übergabe eines „Sonderpreises für die außerordentliche Sauberkeit eines Betriebsgeländes“. Vize-Bürgermeister Mario Hirschbein würdigte die vorbildlichen Zustände auf dem Gelände der Biogasanlage. Für die Betreiberfirma konnte Jörg Uebel neben der Goldenen Nummer auch einen Präsentkorb entgegennehmen. Da Carmen und Winfried Keiling aus der Wriezener Straße 5 an dem Empfang nicht teilnehmen konnten, wird ihnen die Goldene Hausnummer später übergeben.

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