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Elf von Sebastian Jankowski unterliegt dem Brandenburger SC Süd durch Elfmeter mit 0:1

Fußball
Victoria quittiert nächste Pleite

Udo Plate / 29.05.2018, 04:45 Uhr
Seelow (MOZ) Alles Rechnen hat nicht erst seit der neuerlichen 0:1-Heimpleite für die Elf von Victoria Seelow gegen die Gäste vom Brandenburger SC Süd ein Ende. Nach drei Jahren der Oberliga-Zugehörigkeit sind die Fußballer von Victoria Seelow in der nächsten Spielzeit wieder Brandenburgligist.

Dennoch benötigten die Teams keinen langen Anlauf, vielmehr lieferten sie sich von Beginn an ein durchaus munteres und ansehnliches Treiben im vorerst letzten Oberliga-Heimspiel der Platzherren. Vor allem das Seelower Angriffsduo Robert Budzalek und Till Schubert wurde immer wieder mit langen Bällen auf die Reise geschickt und erarbeitete sich in der Anfangsviertelstunde die eine oder andere durchaus vielversprechende Möglichkeit. So auch, als Budzalek seinen Brandenburger Gegenspieler Sascha Guthke abschüttelte und auch noch Schlussmann Toni Neubauer umkurvte. Doch statt aus spitzem Winkel das runde Leder ins Brandenburger Gehäuse zu bugsieren, suchte der Blondschopf seinen einschussbereiten Sturmpartner Schubert, der in allerletzter Sekunde von Brandenburgs Lukas Kohlmann noch entscheidend gestört wurde (9.). Zuvor war bereits Sebastian Lawrenz im Anschluss an einen Schubert-Eckball per Kopf gescheitert. Nach stürmischer Anfangsphase mit erkennbarem Übergewicht der Victorianer präsentierten sich die Brandenburger in der Folgezeit kombinationssicherer und kamen zu einigen Möglichkeiten. Die beste vergab Wedemann, als er nach feinem Solo das Spielgerät knapp am Seelower Gehäuse vorbeispitzelte (14.). Auf der Gegenseite blieb Victoria-Angreifer Budzalek mehrfach in der stabilen Brandenburger Abwehr hängen.

Allein: In der Folgezeit verflachte das Geschehen merklich und echte Höhepunkte blieben auf beiden Seiten aus. Vielmehr reihten sich Fehlabspiele an Fehlabspiele. Ergo dürften beide Übungsleiter dem Pausenpfiff des wenig geforderten Berliner Unparteiischen herbei gesehnt haben, um ihren Kickern in der Pause neue Marschrouten aufzuzeigen.

„Wir haben es geschafft, Brandenburg unter Druck zu setzten und von unserem Tor wegzuhalten. Lediglich der Plan, einen frühen Treffer vorzulegen, ist nicht aufgegangen“, fand Jankowski beim Gang in die Pause lobende Worte für seine Schützlinge, der zudem die enorme Zweikampfstärke von Abwehrchef Jevgenijs Kosmacovs hervorhob.

Nach dem Seitenwechsel ließen die Gäste es etwas ruhiger angehen, ohne die Spielkontrolle aus der Hand zu geben. Allerdings ohne sich vielversprechende Gelegenheiten zu erarbeiten. Erst ein umstrittener Strafstoß, von Seelows Jankowski an Guthke verursacht, brachte die Entscheidung. Wedemann verwandelte sicher. Dies war zumindest ein kleiner Weckruf für die Victoria-Offensive, die fortan merklich die Angriffsbemühungen erhöhte, ohne jedoch wirklich torgefährlich zu werden. Da auch Brandenburg die durchaus vorhandenen Konter eher kläglich verpuffen ließ, blieb es bis zum Abpfiff des souveränen Unparteiischen Robert Wessel beim 0:1.

„Wir haben uns lange Zeit gegen gleichwertige Seelower schwer getan. Aber nach dem Strafstoßtor von Wedemann haben wir es versäumt, den Vorsprung auszubauen. So blieb es auf Grund unserer mangelnden Chancenverwertung bis zum Schluss spannend“, kommentierte Brandenburgs Trainer Özkan Gümüs mit einem Lächeln.

Im Seelower Lager gab es ob der neuerlichen Heimpleite einmal mehr lange Gesichter und herrschte ein wenig beklemmende Stimmung. Lediglich Übungsleiter Sebastian Jankowski offenbarte sich als unerschütterlicher Optimist. „Es gibt keinen Grund zur Weltuntergangsstimmung. Nach erfolgreichen Jahren mit einem Höhenflug aus der Landesklasse in die Oberliga geht das Fußball-Leben auch in der Brandenburgliga in Seelow weiter.“

Seelow: Lopsiewicz - Siembida, Kosmacovs, D. Jankowski, Nasser – Lawrenz, Matthäs, Berger (85. Alexandropolos), Melo Cavalcante – Budzalek, Schubert

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