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Delegation aus der russischen Partnerstadt von Märkisch-Oderland, Kamyschin, besuchte Seelow und Berlin

Städtepartnerschaft
Land und Leute  kennengelernt

Erinnerungsfoto: Die Delegation aus Kamyschin – im blau-weißen Shirt – mit einigen ihrer Gastgeber im Trebnitzer Schlosspark.
Erinnerungsfoto: Die Delegation aus Kamyschin – im blau-weißen Shirt – mit einigen ihrer Gastgeber im Trebnitzer Schlosspark. © Foto: Cornelia Mikat
Ingo Mikat / 11.06.2018, 07:00 Uhr
Seelow Vergangene Woche hat eine Delegation aus der russischen Partnerstadt des Landkreises Märkisch-Oderland, Kamyschin, die Oderregion und Berlin bereist. Zur Besuchergruppe mit 22 Teilnehmern gehörten 17 Schüler und zwei pädagogische Betreuer, zwei Vertreter der Stadt und der Stadtbezirksbürgermeister Vladimir Ponomarew.

Quartier bezogen die russischen Gäste im Bildungs- und Begegnungszentrum Schloss Trebnitz. An dem Begegnungsprojekt beteiligten sich 15 Schüler des Gymnasiums auf den Seelower Höhen, der Landkreis sowie zahlreiche weitere Vertreter des  politischen und gesellschaftlichen Lebens. Am Freitag präsentierten die deutschen und russischen Schüler bei einer Abschlussveranstaltung in der Cafeteria des Seelower Gymnasiums gemeinsam einen Dokumentarfilm über die Besuchswoche sowie Ergebnisse von Projektarbeiten.

An der durch die Sprachlehrerin Maryna Zühlke eröffneten Veranstaltung nahmen der Botschaftsrat der Russischen Föderation Vadim v. Danilin, der Landrat von Märkisch-Oderland, Gernot Schmidt, der Bürgermeister der Stadt Seelow, Jörg Schröder, die Landtagsabgeordnete der CDU, Kristy Augustin, Vertreter des Kreistages sowie zahlreiche Eltern und Bürger Seelowsteil.

Landrat Gernot  Schmidt lobte ein auf Initiative des Kreistages seit 2007 begonnenes Programm der Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und der russischen Stadt Kamyschin und erklärte unter anderem: „Wenn man den Weg der Menschlichkeit und Freundschaft nicht verlässt, ist man der Wahrheit am nächsten.“ und: „Die Begegnungen der Menschen unserer beiden, durch die Geschichte eng verbundenen Völker tragen dazu bei, dass errungene hohe Gut friedlichen Zusammenlebens auch in komplizierten Zeiten zu bewahren.“

Delegationsleiter Vladimir Ponomarew dankte für den herzlichen Empfang in der Oderregion und versicherte: „Die Menschen meiner Stadt haben keinen anderen Wunsch als die Menschen hier. Wir wollen gemeinsam in Frieden und Sicherheit leben.“ Anschließend sprach er eine Einladung für einen weiteren Gegenbesuch seiner deutschen Partner im nächsten Jahr aus. Der Botschaftsrat Russlands, Vadim v. Danilin, betonte: „Die Partnerschaft des Landkreises mit Kamyschin gehört zu den gegenwärtig in zahlreichen Bereichen der zivilen Gesellschaft an Bedeutung gewinnenden Kontakten zwischen Deutschen und Russen.“ Er hoffe, dass diese wachsende Zusammenarbeit letztlich auch zur Verbesserung des gegenwärtig noch kühlen Klimas auf Staatsebene beitrage.

Anschließend präsentierten die Projektteilnehmer ihre Arbeitsergebnisse. In drei Arbeitsgruppen hatten sich die deutschen und russischen Jugendlichen in den  Bereichen Kunst – unter Leitung von Enikö Marton, Kultur mit Lena Haubenhofer und Film – angeleitet von Andreas Schoop, mit künstlerischen und kulturellen Fragen sowie Ausdrucksmitteln beschäftigt. Ein Beitrag der Filmgruppe vermittelte einen umfassenden Eindruck über das inhaltliche Programm der Begegnungswoche.

So besuchte die russische Delegation unter anderem die Seelower Gedenkstätte, die Universität „Viadrina“ in Frankfurt(Oder) und die Neuhardenberg-Nacht. Auf dem Krugberg bei Seelow pflanzten sie im Friedenswald einen neuen Baum. In Berlin begleitete sie der Bundestagsabgeordnete Hans Georg von der Marwitz  (CDU) durch den Bundestag. Darüber hinaus besichtigten die Gäste die russische Botschaft, den Zoo und zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten der deutschen Hauptstadt.

In einem Abschlusswort dankte die Direktorin des Seelower Gymnasiums, Anita Mielitz, allen an dem Begegnungsprojekt Beteiligten sowie seinen Förderern und Unterstützern und stellte fest: „Unsere Völker verbindet sehr viel in der Geschichte und wir bewundern gegenseitig die reiche Kunst des Anderen. Es ist gut, die freundschaftlichen Gefühle, die ein großer Teil unserer älteren Generation nach schweren Zeiten füreinander entwickelten, heutigen Jugendlichen für eine friedliche Zukunft zu vermitteln.“

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