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Woriner Schule am Wald präsentiert Produkte aus Schulgarten / Parallel brachte Spendenlauf Geld ein

Schulgarten
Grundlage für gesunde Ernährung

Präsentieren das Angebaute: Die Schüler Sofian (13) und David (16, v.l.) zeigen Michael Stolle und  Christin Eckhoff die Erträge aus dem Woriner Schulgarten.
Präsentieren das Angebaute: Die Schüler Sofian (13) und David (16, v.l.) zeigen Michael Stolle und Christin Eckhoff die Erträge aus dem Woriner Schulgarten. © Foto: Josefine Jahn
Josefine Jahn / 13.06.2018, 21:33 Uhr
Worin (MOZ) Dem Tag der offenen Gärten folgte in dieser Woche der Tag des offenen Schulgartens. Die Woriner sonderpädagogische Schule am Wald hat sich daran beteiligt. Neben Führungen durch den eigenen Garten fand auch ein Spendenlauf statt, dessen Einnahmen zur Hälfte ans Kinderhilfswerk Unicef gehen.

Die pralle Sonne machte den Kindern offenbar nichts aus. Runde um Runde liefen sie um den Schulhof. Für jeden geschafften Zirkel wurde nämlich Geld gespendet, das zu gleichen Teilen an Unicef und in die Schulkasse geht. Der Lauf fand im Zuge des offenen Schulgartens statt, zu dem die Schule am Wald eingeladen hatte. Beide Veranstaltungen hatten in dieser Woche Premiere, sollen aber zur Tradition an der Schule werden.

Vor etwa eineinhalb Jahren sei der Schulgarten hier ins Leben gerufen worden, erinnert sich Pädagoge Ralf Kirchner. „Der Schulhof hatte zu viel Rasenfläche und der Wunsch der Kinder war es, hier etwas anzubauen“, sagte er. Nun kümmern sich die Kinder – jede Klasse darf einmal dran sein – um die Pflege von drei Hochbeeten und weiteres Angebautes. Neue Ideen, wie etwa einen Sonnenschutz für Tomatenpflanzen, werden gemeinsam umgesetzt. Kirchner freut, mit wie viel Elan die Schüler in ihrem Schulgarten aktiv sind. Zwar werde manchmal mit dem Unkraut auch etwas Essbares gejätet. „Aber daraus lernen die Kinder dann“, so Kirchner.

Was die Schüler anbauen, werde zum eigenen Verzehr genutzt. So wurden beispielsweise bereits Kartoffeln geerntet, die dann gemeinsam zubereitet und gegessen wurden. Schnittlauch aus dem Kräutergarten konnte im dazu gereichten Quark verarbeitet werden. Die Hochbeete sind umfunktionierte Regenwasser-Zysternenringe. Die haben gegenüber Holz den Vorteil, weniger witterungsanfällig zu sein. Und von der Höhe her ist ein einzelner Ring gut geeignet, um auch Rollstuhlfahrer mitgärtnern zu lassen.

In den Ringen wachsen neben Kartoffeln auch einige Tomaten- und Erdbeerpflanzen, deren Früchte die Kinder auch naschen dürfen. Eine Schulgarten-AG mit zehn Mitgliedern kümmert sich besonders um das Wohl der Pflanzen. Darüber hinaus seien alle Schüler eingebunden, erklärt Kirchner.

Im Schulgarten komme praktisches und theoretisches Lernen zusammen. So sind die Pflanzen etwa alle mit kleinen Steckbriefen versehen, darauf Bilder dessen, was dort wächst samt Namen und einer kleinen Erklärung. Sonnenblumen, Radieschen, Möhren und Bohnen wachsen dort. „Ein Schüler hat sich Mais gewünscht, also haben wir auch davon ein wenig angebaut“, sagt Ralf Kirchner.

Am Tag des offenen Schulgarten ließen sich Besucher über das Gelände führen und von den Schülern erklären, was im Garten eingepflanzt wurde. Am Verkaufsstand gab es Tomaten und Zucchini zu erwerben, süßer Appetit konnte am Kuchenstand gestillt werden. „Der Schulgarten soll für die Kinder auch Anreiz sein, sich Setzlinge mitzunehmen und im elterlichen Garten weiter zu machen“, wünscht sich Kirchner. Im September wird es in der Schule am Wald ein Erntedankfest geben.

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