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Seelows Tierschutzverein warnt Halter vor Felljägern / „Vier Pfoten“ rät zur Registrierung der Tiere

Tiere verschwunden
Warnung an Katzenhalter

Häufig vermisst: Einige Katzen mit getigertem Fell sind in den vergangenen drei Wochen aus Seelow verschwunden.
Häufig vermisst: Einige Katzen mit getigertem Fell sind in den vergangenen drei Wochen aus Seelow verschwunden. © Foto: Martin Gerten dpa
Ulf Grieger / 08.09.2018, 13:15 Uhr
Seelow (MOZ) In Seelow häufen sich Meldungen, dass freilaufende Katzen verschwinden. Darüber informiert Brigitte Tanke vom Tierschutzverein der Kreisstadt. Ähnliche Fälle habe es vor einem Jahr bereits in Lebus gegeben, so die Tierschützerin. Die Meldungen, die bei ihr bislang eingegangen sind, betreffen das gesamte Stadtgebiet. Es gebe keinen Schwerpunkt. Auffällig sei jedoch, dass seit etwa drei Wochen vor allem graugetigerte Katzen verschwinden.

Brigitte Tanke vermutet, dass  Katzenfänger unterwegs sind, die es auf das Fell der Vierbeiner abgesehen haben. So erklärt sie sich auch, warum vor allem graugetigerte Katzen verschwinden. „Die lassen sich besser färben“, vermutet sie. Deshalb möchte sie sich an alle Halter von freilaufenden Katzen wenden und sie warnen.

„Achten Sie verstärkt auf Ihre Katzen und prüfen Sie häufiger, ob sie sich noch regelmäßig zu Hause einfinden“, rät sie. Es sei ganz wichtig, darauf zu achten, wenn bislang unbekannte Fahrzeuge in der Straße vor dem Grundstück parken. „Notieren Sie die Autonummern“, bittet sie. Nur so sei es möglich, dass die Polizei den Anzeigen wirksam nachgehen kann. Der Tierschutzverein gebe in solchen Fällen gern Unterstützung (Telefon 03346 844969). Der Tierschutzbund „Vier Pfoten“ zählt zu den wichtigsten Gründen, warum Katzen verschwinden, den Straßenverkehr, den Abschuss durch Jäger, den Besitzerwechsel durch Tierfreunde, die vermeindliche Streuner anlocken, und das Töten durch Katzenhasser, die mit Luftgewehr, Giftköder oder rohe Gewalt Katzen jagen.

Als eher unwahrscheinlich stuft „Vier Pfoten“ ein, dass die Katzen durch Tierfänger weggeholt werden, die die Katzen an Tierversuchslabore verkaufen. Dies sei bis in die 1980er-Jahre noch gängige Praxis gewesen, jetzt aber nicht mehr rentabel. Die Annahme, dass die Katzen einer „Katzenfellmafia“ zum Opfer fallen, sei ein Mythos, erklärt „Vier Pfoten“.

Der Verein rät dazu, die Katzen kastrieren, chippen und registrieren zu lassen. Die Registrierung mit einem Mikrochip verhindere die ungewollte Adoption von tierfreundlichen Nachbarn.

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