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Haushaltsnachtrag
Gemeindezentrum noch mal teurer

Ulf Grieger / 05.12.2018, 07:00 Uhr
Neutrebbin (MOZ) Die Gemeindevertreter von Neutrebbin haben per Nachtragshaushalt einen kräftigen Nachschub zur Finanzierung des Gemeindezentrums beschlossen. Die Bauarbeiten sollen zum 15. Dezember abgeschlossen sein.

Angesichts der hohen Summe hatten die Gemeindevertreter dann doch erst einmal Redebedarf: 280 000 Euro sollten per Nachtragshaushalt 2018 eingestellt werden, um den Mehrbedarf beim Bau des Gemeindezentrums Karl-Marx-Straße 43  zu decken. Die Gesamtbaukosten steigen damit auf rund 1,7 Millionen Euro. Vor fünf Jahren wurde die Summe auf rund 700 000 Euro geschätzt. Laut Beschlussvorlage der Verwaltung seien die Mehrkosten durch zusätzlich notwendig gewordene Baunebenkosten, die Umverlegung der Biogasleitung, die Erneuerung der EWE-Leitung und diverse Nachträge von Baufirmen entstanden. Bürgermeister Werner Mielenz wurde dazu deutlicher. Die alten Sanitäranlagen der Schulküche standen zur Überraschung der Baufirmen auf purem Sand. Rätsel gab es zur Abwasserleitung, die zu einer viele Jahrzehnte lang nie abgepumpten Grube führte.

Am Saal musste die Wand zum Hof komplett abgerissen werden, weil dort nur morsche Balken zum Vorschein kamen. Der Wechsel des Planungsbüros habe zusätzliche  Kosten verursacht.

Gerda Reichert ging es weniger um die Summe: „Warum wurden wir aber nicht regelmäßig über die Probleme auf der Baustelle informiert?“, fragte sie den Bürgermeister und Simone Rehfeldt von der Bauverwaltung. Schlechte Vorbereitung auf diese Beschlussfassung war für Mario Hirschbein ein Thema. Erst am Vorabend habe er die Unterlagen dafür bekommen. Auf Nachfragen, ob denn die Mehrkosten auch vom Haushalt der Gemeinde zu tragen sind, konnte Kämmerin Sabrina Duwe beruhigen. Durch den Nachtrag verringert sich die Rücklage von 879 651 Euro um 337 400 Euro auf 599 651 Euro. Neben den 280 000 Euro Mehrkosten für den Bau des Gemeindezentrums  wurden auch gleich die 57 400 Euro mitberechnet, die als vorläufiges Ergebnis des Jahreshaushaltes bekannt sind. Sechs Abgeordnete stimmten für den Nachtrag, vier enthielten sich der Stimme.

Da zum 15. Dezember die Räume des Gemeindezentrums freigegeben werden sollen, wurde die Nutzungssatzung für die Gemeindehäuser angepasst. Werner Mielenz hofft, dass bald viel Leben in das neue Gemeindezentrum einzieht. Für die eingetragenen Vereine Neutrebbins, Kinder und Jugendliche und Feuerwehrmitglieder ist die Nutzung frei. Für die private Nutzung und die Pacht durch ortsfremde Vereine  werden Entgelte erhoben.

Ausführlich hatten sich Reno Steinborn und Mario Hirschbein mit dem von der Verwaltung vorgelegten Entwurf beschäftigt. Während Hirschbein kritisierte, dass die alte Satzung nicht zum Vergleich vorgelegt wurde, machte Steinborn deutlich, dass die Verwaltung die Gebühren angehoben hat. Er beantragte, wieder auf die bisher gültigen Sätze herunterzugehen. Die für den Saal sowie den Spiel- und Bastelraum im neuen Jugendklub seien so zu senken, dass die Räume auch gut angenommen werden.

Beschlossen wurde, dass die Saalnutzung (einschließlich der Küchen- und Toilettennutzung) pro Tag 60 Euro und der halbe Tag 30 Euro kosten soll. Für die Reinigung werden 45 Euro verlangt. Für den Spiel- und Bastelraum kostet die Nutzung sieben Euro je Stunde. Die Stunde für das Gemeindehaus Wuschewier kostet weiter sieben, für das Schul- und Bethaus Alttrebbin sechs und für das Altbarnimer Gemeindehaus fünf Euro. Dort reinigen die Nutzer selbst.

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