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Gala
Ruprecht ignoriert das Protokoll

Ines Weber-Rath / 05.12.2018, 18:21 Uhr - Aktualisiert 06.12.2018, 09:43
Lebus (MOZ) Die Burgschüler haben mit ihrer diesjährigen Weihnachtsgala den großen Saal des Lebuser Kulturhauses gefüllt. Mehr als 200 Eltern, Großeltern und andere Interessierte erlebten die musikalisch erzählte Geschichte vom zerstreuten Weihnachtsmann.

Die Besonderheit der diesjährigen Aufführung wurde gleich zu Beginn deutlich: Sie war eine Gemeinschaftsproduktion junger und älterer Mitwirkender. „Unsere Schüler haben viel mit den Sängerinnen und Sängern aus dem Seniorenchor der Lebuser Volkssolidarität geprobt“, sagt Schulleiterin Andrea Perlwitz stolz. Die Kooperation zur Weihnachtsgala ist Teil des von der Schütz-Stiftung geförderten Mehrgenerationenprojektes der Schule. Vertreter der Stiftung sind der Einladung zur Gala gefolgt, sitzen ebenso wie der Lebuser Bürgermeister Peter Heinl unter den Zuschauern im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal.

Mit „Guten Abend, schön Abend“, „Leise rieselt der Schnee“ und anderen Weihnachtsliedern stimmen Schul- und Seniorenchor unter Leitung von Musiklehrerin Beate Heinze gemeinsam auf das Stück ein, in dessen Mittelpunkt der zerstreute Weihnachtsmann steht.

Der Ruprecht hält das Protokoll einfach nicht ein. Seine Organisationswichtel sind schier am Verzweifeln: Auf der Suche nach ihrem Chef schalten die Wichtel – großartig gespielt von Nele und Jylie aus der 3. Klasse – Mondfrau Emilie ein. Die entdeckt den Weihnachtsmann durch ihr großes Fernrohr zunächst in Mexiko.

Die Irrfahrt des Rentierschlittens über Frankreich und England untermalen der Schulchor, die Trommelgruppe unter Leitung von Claudia Woloszyn und mehrere Tanzgruppen mit jeweils Landestypischen: Trotz einiger Hänger beim spanischen und französischen Weihnachtslied beklatscht das Publikum jeden Beitrag frenetisch. Zum Beispiel den von Viertklässlern vorgetragenen Kanon „Follow me“ oder den Rap-Tanz einiger Jungen. Die Eltern und Großeltern wissen, wie viel Mühe das Einstudieren gekostet hat und wie viel Mut der Auftritt erfordert.

Viel Beifall für gelungenes Programm im Lebuser Kulturhaus
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Weihnachtsgala der Lebuser Burgschüler

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Von rockigen Weihnachtsliedern angelockt – der Rotmantel hat sich beschwert, dass er seit Jahrhunderten dieselben Lieder hören muss –  schafft es der Weihnachtsmann (alias der Leiter des Lebuser Seniorenchores Dietmar Schädler) schließlich doch noch nach Lebus. Dort begrüßen die Organisationswichtel ihren Chef leicht genervt: „Zum Glück bist du noch rechtzeitig da, bevor die Oder überläuft.“

Doch im Grunde haben die Kinder Verständnis. „Wer so lange gearbeitet hat wie er, darf im Alter auch ein bisschen verwirrt sein“, sagt ein Wichtel. Da hat das generationsübergreifende Arbeiten doch Früchte getragen!

Ergebnisse des Projektes sind auch auf dem kleinen Weihnachtsbasar vorm Saal zu sehen: Die von den Burgschülern gestalteten Keramik-Sterne, -Herzen, -Tannenbäume und Co. sind in dem Ofen gebrannt worden, den die Schütt-Stiftung der Burgschule spendiert hat und der im benachbarten Kinder- und Jugendhaus steht.

Andrea Perlwitz dankt den Vertretern der Stiftung für ihr Engagement. Binnen drei Jahren fließen immerhin 40 000 Euro in die generationsübergreifende Arbeit an der Lebuser Burgschule. In diesem Jahr ist auch die Schülerküche, in der Mädchen und Jungen von erfahrenen Köchinnen lernen, neu ausgestattet worden.

Klatschend, kreischend und trampelnd bedanken sich die jungen Darsteller und ihr Publikum am Ende, nachdem der Applaus für sie selbst verklungen ist, bei den „Regisseuren“ der Aufführung. Das sind Beate Heinze, Susann Minkus, Claudia Woloszyn und Techniker Luca Minkus. Beim Hinausgehen füllen die Gäste der Weihnachtsgala fleißig das von zwei Engeln gehaltene große Spenden-Glasherz des Schulfördervereins. Es hat allen riesigen Spaß gemacht.

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