Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Am 28. Dezember 1972 wurde die Seelower Einrichtung mit großem Brimborium eingeweiht

Seelower Höhen
Gedenkstätte mit wechselvoller Geschichte

Doris Steinkraus / 28.12.2018, 20:21 Uhr - Aktualisiert 29.12.2018, 14:41
Seelow (MOZ) Am 28. Dezember vor 46 Jahren herrschte in Seelow Hochbetrieb. Daran erinnerte in einem MOZ-Gespräch Hubert Nowack, einst Leiter des Kreisbaubetriebes.

Bauleute und Handwerker der Region hatten 1972 in Feierabendarbeit die Gedenkstätte auf den Seelower Höhen errichtet. Kernstück bildet bis heute der Nachbau des Bunkers des Oberbefehlshabers der Roten Armee, Marschall Shukow, in Reitwein, der von dort aus den Angriff auf die Seelower Höhen kommandierte. Schon im Mai 1945 hatte Shukow den Befehl zum Bau des Ehrenmals gegeben, das Lew Kerbel und Wladimir Zigal auf dem Plateau oberhalb des heutigen Museums errichteten. Die Einweihung fand am 27. November 1945 statt. Das Gebäude unterhalb der Plastik entstand 1972 als Teil der Gedenkstätte der Befreiung, mit der die DDR eine Neuausrichtung des Ehrenmals vornahm. Die Eröffnung am 28. Dezember 1972 fand anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der Sowjetunion und des 40. Jahrestages des Beginns der Berliner Operation statt. Hunderte kamen mit Bussen zur Einweihung. In den Folgejahren fanden unzählige Vereidigungen, Jugendtreffen und politische Veranstaltungen statt. Nach der Wende gab es eine Neuorientierung, wurde die Schlacht in ihrer Gesamtheit dargestellt. Ab Januar 2019 übernimmt der Seelower Verein Zeitreise die inhaltliche Arbeit

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Hans-Jürgen Krause 30.12.2018 - 10:42:30

Unterstes Niveau erreicht

Mit diesem Titel hat die MOZ wohl das unterste Niveau erreicht. Wie kann man die Eröffnung einer Gedenkstätte für mehrere 10.000 gefallene Menschen als "Brimborium" ( unnützer Aufwand) betiteln? Das ist an Menschenverachtung ja kaum zu übertreffen.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG