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Stolz auf Engagement der Bürger

Grundschule gesichert: Golzows Bürgermeister Frank Schütz (48, CDU) ist stolz auf das Engagement der Einwohner seiner Gemeinde für die Verbesserung der Lebensqualität im Dorf.
Grundschule gesichert: Golzows Bürgermeister Frank Schütz (48, CDU) ist stolz auf das Engagement der Einwohner seiner Gemeinde für die Verbesserung der Lebensqualität im Dorf. © Foto: Ulf Grieger/MOZ
Ulf Grieger / 11.01.2019, 06:00 Uhr - Aktualisiert 12.01.2019, 15:28
Golzow (MOZ) Bei den Kommunalwahlen am 26. Mai werden die Gemeindevertretungen, ehrenamtlichen Bürgermeister und Ortsbeiräte sowie der Kreistag neu gewählt. Die MOZ hat amtierende Mandatsträger um eine Bilanz gebeten. Heute: Golzows Bürgermeister Frank Schütz (CDU).

„Mir ist nun erst wieder bewusst geworden, wie schnell die fünf Jahre meiner Amtszeit vorbeigegangen sind“, sagt Golzows Bürgermeister Frank Schütz. Tatsächlich liegt der Baubeginn für den Entwässerungsgraben an der Heimstättensiedlung nun schon fünf Jahre zurück und der Bau des zweiten Grabens steht nun unmittelbar bevor. Es seien noch viele wichtige Baustellen offen. Deshalb habe er sich auch entschieden, noch einmal für den Bürgermeisterposten und den Kreistag zu kandidieren. Natürlich nicht ohne Rücksprache mit der Familie, die ihm in den vergangenen Jahren eine wichtige Rückenstärkung gegeben geben.

Zu den offenen Baustellen gehöre der Bahnhof, erklärt Schütz. Noch von seinem Vorgänger Klaus-Dieter Lehmann stammt ein Projekt zur attraktiven Umgestaltung, das er nicht in der sprichwörtlichen Schublade hat, sondern stets dabei hat. „An einer Verbesserung der Mobilität der Gemeinde hängt ihre Perspektive“, ist er überzeugt. Die Gemeinde müsse vom Ausbau der Ostbahn profitieren. Die Verlegung des Bahnsteigs an die Landesstraße und der Stundentakt für Pendler sollen erreicht werden. Doch das ist nur ein Punkt, mit dem der seit vielen Jahren feststellbare Trend des Einwohnerrückgangs umgekehrt werde soll. 2014 hatte Golzow noch 858 Einwohner; nun sind es noch 822. Der Bahnhof soll mit dem Bau des neuen Rad- und Gehwegs vom Dorf her besser zu erreichen sein. Und auch an eine Fortführung des Radweges zum neuen an der B1 ist geplant.

In dieser Legislaturperiode habe die Gemeindevertreter daran gearbeitet, das Wohnen im Alter in Golzow besser zu ermöglichen. Es wurde Geld eingeplant um die Wünsche von Mietern nach altersgerechtem Umbau erfüllen zu können. Für die Zukunft wünscht sich Schütz aber dafür ein spezielles Umbauprogramm für Dörfer, das die bedarfsgerechten Modernisierung für Ältere wie auch für Familien besser ermöglichen hilft. Für Städte gibt es so etwas bereits.

Ein wichtiger Schritt sei mit der Umgestaltung des Eingangsbereiches des Ärztehauses und der Fortführung der Praxis gelungen. Eine Baustelle, an der sehr intensiv auch mit Unterstützung von Studenten gearbeitet wird, sei die Verbesserung der Nahversorgung. In kommunalen Räumen soll ein Regionalladen entstehen.

Zu den aufregendsten Themen seine Amtszeit zählt Frank Schütz die Sicherung des Grundschulstandortes. Er ist der Bürgerschaft, insbesondere den Eltern aus dem gesamten Schulbezirk Golzow, sehr dankbar für ihr Engagement. Er bedauert zwar, dass die Anerkennung als „Kleine Grundschule“ nicht erreicht werden konnte. „Aber die Diskussion über die Perspektive der Schule auch mit den Gemeindevertretungen der Nachbarorte hat zu einem stärkeren Zusammenhalt geführt“, schätzt er ein. „Die Informationen zur Schulentwicklung werden nun direkter an alle Beteiligten weitergegeben“, sieht es Schütz. Auch in anderen Bereichen wie der Jugendfeuerwehr und den Sportvereinen sieht er den Zusammenhalt im Amt gestärkt.

Geprägt wurde die Amtszeit auch von der gelungenen Integration von Flüchtlingsfamilien in Golzow. Mehrere Filme haben die Dokumentation der vorbildlichen Integration in alle Welt getragen. „Es gab dabei viele schöne und prägende Erlebnisse mit Golzowern, die zeigen, wie offen man hier mit Flüchtlingen umgeht. Derzeit leben zwei syrische Familien hier“, erzählt er.

Dankbar ist der Golzower Bürgermeister insbesondere den Betriebben und Einrichtungen für die Unterstützung in der gesamten Zeit. Das gegenseitige Verständnis, auch mit dem größten Landwirtschaftsbetrieb in Golzow, habe sich verbessert, schätzt Schütz ein und erinnert dabei an die Diskussion um die Fairmast-Anlage. Dabei war es gelungen, den Standort des Siliersaftbehälters zu verlegen. Wichtige Themen sind nun neben dem Grabenbau die Sanierung der Landesstraße 33 und die Erneuerung der Straßen­beleuchtung.

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Peter Tiedke 13.01.2019 - 23:25:10

Schön zu lesen

Toll, dass unser Bürgermeister stolz auf unser Engagement ist. Über hundert Golzower haben sich bislang gegen die Massentierproduktionsanlagen am Dorfrand ausgesprochen - Zeit, sich endlich dieser Bewegung auch anzuschließen und sich nicht mit Sichtblenden zufrieden zu geben. Der "verlegte" Silierbehälter übrigens gehört nicht zu der beantragten Anlage, die Fläche soll lt. Antrag von dem Areal der beantragten Anlage getrennt werden. Ein Schelm, der Arges denkt?!

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