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Internationale Grüne Woche startet am Freitag in Berlin / Nur noch wenige Anbieter aus Oderbruch-Region dabei

Messe
Wurst, Prospekte und Gestricktes

Cornelia Link-Adam / 15.01.2019, 07:00 Uhr
Seelow/Jahnsfelde (MOZ) Vom 18. bis 27. Januar können die Besucher auf der Internationalen Grünen Woche in den Berliner Messehallen unterm Funkturm wieder regionale Gaumenfreuden genießen. Allerdings sind aus dem Landkreis Märkisch-Oderland nicht mehr so viele Aussteller dabei.

Einer, der seit vielen Jahren schon zur Grünen Woche fährt, ist Frank Prochnow, Chef des Jahnsfelder Landhofes, der sich auf ökologischen Landbau spezialisiert hat. Am Freitag und Sonnabend ist er mit Mitarbeiter Olaf Adam bei der Grünen Woche in Berlin. „Wir wollen Kunden, Verbrauchern aber auch Landwirten unsere Wirtschaftsweise näher bringen“, erzählt der 46-Jährige, der sich mit elf Mitarbeitern auf 700 Hektar Getreide- und Kartoffelanbau, Saft-Herstellung und Aufzucht von Schweinen und Rindern betreibt.

War Öko-Landbau vor Jahren bei der Grünen Woche noch ein Nischenprodukt, „da standen wir irgendwo neben dem russischen Stand“, habe sich das Bewusstsein für Bio-Lebensmittel beim Kunden erhöht. In der Biohalle (2b) wird der Jahnsfelder Landhof vertreten sein. Mit zwei Landwirten aus dem Westen teile sich Prochnow seinen Stand. Präsentieren wird er viele Produkte aus dem Hofladen, der am Freitag dafür geschlossen bleibt. Verschiedene Wurstsorten will er als Gratis-Häppchen ausreichen, auch Schmalzstullen. „Wir werben damit beim Kunden nachhaltig. Auch viele Berliner, die wir sonst auf Wochenmärkten erreichen, besuchen uns.“

Nutzen will Prochnow als Mitglied des Bioland-Ost-Landesverbandes, auch wieder die Chance, um mit anderen Landwirten Netzwerk-Arbeit voranzubringen. „Und wir bekommen sicherlich wieder Besuch von Schulklassen, denen wir verschiedene Getreidesorten zeigen.“ Mit einem Koch will der Landhof-Chef zudem mit Rotwurst auf der Bühne live „Tote Oma“ kochen.

Kochen werden auch der Fisch-Koch-Club und die Brandenburger Kochfamilie. „Wir sind mit vielen Köchen entlang der Oder am Freitag, in der Brandenburghalle 21A, am Kochstudio von Pro Agro aktiv“, wirbt Wolfgang Schalow  aus Marxdorf. Gleich nebenan gastiert am Freitag auch Barbara Brunat vom Erlenhof in Kienitz (Letschin). Am Stand von Pro Agro bietet sie Leberwurst von ihren Skudden (Schafen) an, gestrickte Sachen „und Literatur aus dem Oderbruch, die es sonst in meinem Hofladen zu kaufen gibt.“ Dieser bleibe am Donnerstag und Freitag geschlossen.

Wie Hähnchen-Fairmast funktioniert, können Besucher bei Odega aus Golzow erfahren. Was als deutschlandweiter Startschuss auf der Messe gedacht ist, wird in der Sachsendorfer Anlage schon praktiziert. Darüber hinaus sei der Bauernverband Märkisch Oderland mit dem Landesverband und den Landfrauen in der Brandenburghalle präsent, unterstützt von der Milchtankstelle der Agrargenossenschaft „Höhe“ aus Steinberg, erzählt Geschäftsführerin Ines Sennewald.

Dass Gespräche mit den Verbrauchern das wichtigste sind, bekräftigt auch Angelika Voigt, Chefin vom Seelower Tourismusverein. Sie findet traurig, dass nur noch wenige aus der Seelower Region dabei sind. Zwar präsentiere sich neben o.g. Firmen auch wieder das Zalf Müncheberg in Halle 23. Aber früher reisten viel auch noch Korbmacher, Keramiker, Wollspinner und Holzbauer zur Messe. Zu hoch seien mittlerweile die Standgebühren, erklärt sie. Angelika Voigt wird am 19. und 21. Januar die 100 Besucher aus Seelow (zwei Busse) auf der Messe begleiten. Am Montag besucht auch Seelows Bürgermeister Jörg Schröder den gemeinsamen Stand der Landfleischerei Ranzig und des Tourismusverbandes Seenland Oder-Spree in der Brandenburghalle. Dort wird Angelika Voigt auch am Dienstag und Mittwoch viele Prospekte ausreichen. „Die Grüne Woche bringt wirklich was. Danach steigen bei uns die Anfragen per Telefon und Mail“, sagt die Seelower Touristikerin aus Erfahrung.

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