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Neuhardenberger Heimatverein plant Ausstellung über Marxwalde 1949 bis 1990 / Exponate gesucht

Geschichte
Umbenennung noch vor DDR-Gründung

70 Jahre Umbenennung in Marxwalde: Im Museum zeigen Heimatvereinschef Dietmar Zimmermann, Mitarbeiterin Andrea Planert und Besucherin Monika Obuz (v.r.). von Bürgern bereitgestellte Exponate für die Sonderausstellung, die ab Ende März gezeigt wird.
70 Jahre Umbenennung in Marxwalde: Im Museum zeigen Heimatvereinschef Dietmar Zimmermann, Mitarbeiterin Andrea Planert und Besucherin Monika Obuz (v.r.). von Bürgern bereitgestellte Exponate für die Sonderausstellung, die ab Ende März gezeigt wird. © Foto: Cornelia Link-Adam/MOZ
Cornelia Link-Adam / 15.01.2019, 21:12 Uhr
Neuhardenberg (MOZ) In diesem Jahr jährt sich der 70. Jahrestag der Umbenennung des Ortes in Marxwalde. Dazu soll es im Dorfmuseum „Alte Schule“ (Karl-Marx-Allee 22) im März eine Sonderausstellung geben. Erste Exponate sind von Bürgern schon eingetroffen, weitere willkommen.

Der Heimatverein hatte bereits im Vorjahr einen Aufruf gestartet, bis zum Jahresende Ausstellungsstücke aller Art – Fotos, Erinnerungen, Anekdoten, Urkunden, Produkte, Zeitungen – zu melden. Das hat schon gut geklappt. Auf dem Tisch im Dorfmuseum „Alte Schule“ zeigen Vereinschef Dietmar Zimmermann und seine Museums-Mitarbeiterin Andrea Planert etliche Leihgaben, die Neuhardenberger zur Verfügung gestellt haben. Da gibt es alte Tassen, auch Kartons vom über die Dorfgrenzen hinaus bekannten Schuhladen, Schulbücher, Briefmarken und Zeitungsartikel. „Einer ist sogar von Sigmund Jähn unterzeichnet, der ja lange hier gelebt hat, ehe er nach Strausberg umgezogen ist“, sagt Dietmar Zimmermann. Erinnern wolle man in der Sonderschau nicht nur an den 70. Jahrestag der Umbenennung, sondern auch an die Zeit bis zur politischen Wende. Daher trägt die Ausstellung auch den Arbeitstitel „Marxwalde 1949 bis 1990“. Der Zeitraum sei bewusst groß gefasst. Unterbringen könne man somit vieles aus DDR-Zeiten, was die Menschen im Alltag bewegte. Als Kuriosum, so fügt der Museumschef an, sei Marxwalde am 1. Mai 1949 von Neu Hardenberg in Marxwalde umbenannt worden, während die DDR selbst erst am 7. Oktober 1949 gegründet wurde.

Während man schon etliche Exponate habe, seien neue noch willkommen. Ausweise, Firmen-Unterlagen der zu DDR-Zeiten 40 Betriebe, auch Fotos und Erinnerungen. Bilder könne man auch einscannen. Große Leihgaben werden auch abgeholt. Noch bis Ende Februar sei die Zuarbeit möglich. Danach werde der Verein sortieren, was in den Vitrinen im Museum ausgestellt wird. Vieles aus dem eigenen Fundus, wie das „Rat der Gemeinde“ Schild von Marxwalde werde man selbst zusteuern.

Eröffnet wird die Schau am 26. März um 14 Uhr. Dazu hält Historiker Lothar Banse auch einen Vortrag. Zu sehen bleibe die Schau bis Oktober, geöffnet an den Wochenenden und Feiertagen von 12 bis 18 Uhr. Die Historiker hoffen, durch die Zuarbeit der Bürger auf viel Zulauf. „Wir machen ja hier Heimatgeschichte, da sollen sich die Gäste mit identifizieren.“ Im Vorjahr kamen knapp 1000 Besucher ins Haus, bestaunten „200 Jahre Karl Marx“, die Foto-Ausstellung und die Sonderschau zu den 22. Arbeiterfestspielen 1988 in Marxwalde.

Exponate melden unter Tel. 033476 60740 oder 0151 65666955

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