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Bilanz 2018
Sanierungs-Fortschritte in der Altstadt

Jens Sell / 16.01.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 16.01.2019, 11:27
Strausberg (MOZ) Für die Brandenburgische Stadterneuerungsgesellschaft hat Uwe Schieferdecker eine sehr erfolgreiche Bilanz für 2018 gezogen. Über 500 000 Euro mehr als 2017 wurden an Fördermitteln abgerufen. Wichtige Vorhaben wie Georg-Kurtze-Straße 1 würden jetzt in Angriff genommen.

Die Restmittel im Bund-Länder-Programm „Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen“ konnten 2018 deutlich reduziert werden, freute sich Uwe Schieferdecker:  „Zum Stand 13. Dezember 2018 sind im Sanierungsgebiet insgesamt 1 262 391 Euro Städtebauförderungsmittel abgeflossen. Das ist gegenüber dem Vorjahr mit 521 365 Euro Fördermittelabfluss ein echter Sprung.“ Der Förderschwerpunkt seien das Bahnhofsumfeld und die Verbindung zwischen dem Bahnhof und der Altstadt gewesen.

Zu den Einzelvorhaben privater Bauherren vermeldete Schieferdecker, dass das Einzeldenkmal Georg-Kurtze-Straße 1 nun Fortschritte mache. Die neue Baugenehmigung sei im September erteilt worden. Im November 2018 wurden die Bauarbeiten wieder aufgenommen. Nun ist bereits der Dachstuhl zu sehen. Wie der Sanierungsträger versicherte, sei der Bauherr bestrebt, die Arbeiten an den beiden Gebäuden Nr. 1 und 2 bis Ende des Jahres abzuschließen.

„Vorangehen die Sanierungsarbeiten inzwischen am Einzeldenkmal Markt 8, während gegenüber am Platz die Schlussrechnung für das Fördervorhaben Markt 14 erstellt wird. Das Neubauvorhaben Markt 12 ist erfolgreich gediehen. Der Baubeginn am Gebäude Markt 15 hatte sich aus persönlichen Gründen verschoben. Wir sind aber mit den Eigentümern übereingekommen, dass auch dieses Gebäude demnächst angefasst wird.“ Auf der Ostseite des Marktplatzes befindet sich das Einzeldenkmal Große Straße 56 mit dem Bioladen. Dafür sei der Bauantrag für den ersten Bauabschnitt gestellt. Im Verlauf dieses Jahres sollen der Saal und der Verbindungsbau begonnen werden.

Am nördlichen Altstadteingang gehen die Modernisierungsarbeiten am Eckgebäude Buchhorst 20 voran. Aufgrund des besonders schlechten Zustands des Gebäudes zollte Uwe Schieferdecker den Bauherren in der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses besonderen Respekt für ihr Engagement. Am anderen Altstadteingang im Norden, der Große Straße 41, hätten die Eigentümer den Förderantrag hingegen aus persönlichen Gründen zurückgezogen und wollen die Baumaßnahmen auf den Innenausbau beschränken. Schieferdecker: „Wir bleiben jedoch im Gespräch mit den Bauherren und hoffen, dass auch dieses Eckgebäude eine ansprechende Fassade erhält.“

Im Bereich des Erweiterungsgebietes Stadtmauerumfeld sei besonders der Abschluss der Sanierungsarbeiten am Einzeldenkmal Bahnhof der Strausberger Eisenbahn in der Walkmühlenstraße zu erwähnen. Ohne Fördermittel, wohl aber unter Nutzung der steuerlichen Sonderabschreibung in Sanierungsgebieten, sei dort binnen weniger Jahre ein echtes Schmuckstück entstanden.

Noch bis zum 1. Februar läuft jetzt ein Interessenbekundungsvorhaben zum Betrieb eines Kinos im Gebäude der ehemaligen Argus-Lichtspiele. 2018 wurden ein architektonisches Konzept und eine Machbarkeitsstudie für die Sanierung des Einzeldenkmals Markt 13 erarbeitet. Parallel wurde als nächster Abschnitt die Sicherung des Kinosaals Markt 13 als Ersatzvornahme durch den Landkreis vorbereitet. Die Finanzierung erfolgt auch dort aus Städtebauförderungsmitteln. Der potenzielle Betreiber soll auf der Basis eines standortgerechten Konzepts, eines adäquaten Programms und einer tragfähigen Pachtzahlung einen dauerhaften Kino-Betrieb zur Belebung der Strausberger Altstadt und des kulturellen Lebens der Stadt Strausberg anbieten. Im Vorderhaus von Markt 13 soll zudem eine gastronomische Einrichtung untergebracht werden. Sollte das Verfahren das erhoffte Interesse von Betreibern ergeben, sollen sich der Ankauf des Grundstücks durch die Stadt und die bauliche Planung für das zukünftige Kino anschließen, sagte Uwe Schieferdecker.

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