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Kaffeerösterei erhielt zwei Säcke voller emissionsfrei transportierter Bohnen

Nachschub
Segelkaffee hat Görlsdorf erreicht

Umweltfreundliche Lieferung per Fahrrad: Uwe Wohlbrandt (l.) und Thomas Riedel-Fricke (r.) brachten Hans-Peter Bienert in seiner Görlsdorfer Kaffeerösterei zwei Säcke Segelkaffee vorbei.
Umweltfreundliche Lieferung per Fahrrad: Uwe Wohlbrandt (l.) und Thomas Riedel-Fricke (r.) brachten Hans-Peter Bienert in seiner Görlsdorfer Kaffeerösterei zwei Säcke Segelkaffee vorbei. © Foto: Cornelia Link-Adam
Cornelia Link-Adam / 02.04.2019, 20:53 Uhr
Görlsdorf (MOZ) "Der Gesegelte" steht ab sofort mit im Regal von Hans-Peter Bienert. Gemeint ist eine neue Bio-Kaffeesorte, die er in seiner Görlsdorfer Kaffeerösterei anbieten kann. Dabei hat der Rohkaffee einen langen – und vor allem ökologisch sauberen – Weg hinter sich.

Aufmerksam wurde der Görlsdorfer auf die emissionsfrei angebaute und transportierte Sorte zum 60. Geburtstag. Da bekam er neben vielen Kaffeesorten auch eine kleine Tüte Segelkaffee geschenkt. Für gut befunden, meldete er sich bei der Bremer Vertriebsfirma Slokoffie. Deren Chef Thomas Riedel-Fricke hat mit Uwe Wöhlbrandt ihm jetzt zwei Säcke (à 69 Kilo) vorbeigebracht – von Bremen per Zug und danach von Berlin per Radel ins Oderland. Gesegelt war der Hochlandkaffee aus Honduras zuvor schon 59 Tage von Zentralamerika nach Bremen. Ebenfalls ökologisch, weil nur durch Wind angetrieben auf dem holländischen "Avontuur", einem Frachtsegler. Der legte mit 290 Säcken Bio-Kaffee erstmals am 20. April 2017 – am Weltumwelttag – in Bremen an. Schon für die erste Tour hatte der Slokoffie-Chef viel wegen gute Anbau, faire Bezahlung und Lieferung recherchiert.

Mittlerweile gab es seither schon fünf Segeltörns mit Kaffee aus der Karibik nach Bremen. Zwei Säcke davon haben nun Görlsdorf erreicht. Die Radtour steckt beiden Lieferanten etwas in den Knochen. "Aber die Landschaft hier ist wirklich wunderschön", betont Uwe Wöhlbrandt. Mit einem Abstecher in  Richtung Spreewald ziehen sie weiter, am Mittwoch folgt dann die Heimfahrt per Zug nach Bremen.

Hans-Peter Bienert wird die Arabica-Bohnen nun rösten und den Segelkaffee in seinem Lebuser Anglerheim ausschenken – zum normalen Tassenpreis. Die Bohnen in Tüten gibt’s zeitnah auch in der Nussschale (Seelow), in Waldsieversdorfer Biohof und bei ihm zu kaufen.

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