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"Insektopia" begeisterte Besucher im Seelower Kulturhaus mit Gliederfüßern wie Spinnen, Tausendfüßlern, Insekten, Skorpionen sowie Krebsen.

Ausstellung
Das große Krabbeln

Ingo Mikat / 23.04.2019, 07:30 Uhr - Aktualisiert 24.04.2019, 11:55
Seelow (Ingo Mikat) Wir leben im Reich der Insekten. Rein statistisch kommen auf jeden Menschen trotz erschreckendem Rückgang der Arten immer noch gut 200 Millionen Krabbeltiere. Am Sonnabend konnten Besucher der Ausstellung "Insektopia" erstmals im Seelower Kulturhaus zahlreiche lebende Käfer, Skorpione und Spinnen aus fernen Ländern einmal von ganz nahem betrachten.

Eine in Stuttgart ansässige Firma präsentierte weit über 100 Tiere in 64 Terrarien. Die Leiterin der Schau, Nicole Köllner, berichtete, dass sie seit sieben Jahren mit Tierausstellungen für einen sorgsamen Umgang mit der Natur werbe. Begonnen habe alles mit einer Vogelspinne. Inzwischen besitzen die Aussteller über 800 Tiere - ohne Schaben und Kleininsekten. Ihre Intention für die Präsentationen erklärt sie so: "Wir wollen den Menschen die Vielfalt der oft verborgenen Welt der Insekten und Spinnen nahe bringen. Es sind faszinierende Lebewesen, die für uns wichtig sind, weil sie zum Ökosystem unseres Planeten gehören."

Zu jeder vorgestellten Tierart standen im großen Saal des Kulturhauses neben den Terrarien kleine Schrifttafeln – mit Infos über Namen, Herkunft und jeweiliger Lebensräume ihrer munter herumkrabbelnden Exponate. Zu jeder vollen Stunde fanden Live-Vorführungen statt. Nicole Köllner präsentierte dem begeisterten Publikum zum Beispiel zwei Dorngespenstschrecken und erklärte, dass diese trotz ihrer Herkunft aus tropischer Region gerne Blätter von Brombeeren und Himbeeren essen. Es folgten ein Riesentausendfüßler, eine Kampfgrille und eine Achatschnecke. Maria-Katrin und Natalja Steinpreis streichelten die Riesenschnecke vorsichtig. Andere Besucher, wie der 15-jährige Jason, begeisterten die Giftspinnen.

Anfassen durchaus erlaubt

Das Publikum, viele in Familie, fand die Ausstellung interessant. Wolfgang Steffen betonte, dass er eingefangene Spinnen immer vorsichtig auf der Hand ins Freie trage. Sieglinde Steffen meinte: "Es müsste viel mehr für unsere heimischen Insekten getan werden. Blühstreifen wären gut. Weniger Gift in der Landschaft auch." In ihrem Garten baut die Seelowerin seit Jahren Pflanzen an, die Schmetterlingen und anderen Insekten Nahrung bieten. Die Schau vermittelte ihr und allen anderen Gästen einen wirklich nicht alltäglichen Einblick auf interessante exotische Lebewesen.

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