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Bernd Stubbe enttäuscht seine Fans nicht und gewinnt in der Königsklasse. Weit über 7600 Zuschauer erleben Motorsport-Spektakel auf den Seelower Höhen.

Motorsport
Super-Show vom Super-Star

Edgar Nemschok / 14.05.2019, 06:45 Uhr - Aktualisiert 14.05.2019, 07:09
Seelow (MOZ) Weit über 7600 Zuschauer, 50 Einzelrennen in vier Fahrzeug-Kategorien, 119 Fahrer aus 16  Nationen – der 47. Internationale ADAC Autocross in Seelow war gespickt mit Superlativen. Und es darf nicht vergessen werden: Der MC Seelow als Ausrichter, und alle, die mitgeholfen haben haben auch prima gearbeitet, damit die beiden Tage in der Kreisstadt für die Motorsport-Fans zum Erlebnis wurden.

Am besten drückte es Streckenmoderator Andreas Flashar aus, indem er sagte: "Wo gibt es das noch? Autocross mitten durch eine Stadt." Und natürlich kam der Zusatz, dass man in Seelow gern, in Anlehnung an den Stadtkurs in der Formel Eins, vom kleinen Monaco spricht. Unterstützt wurde er in seiner Moderation in bewährter Form von Hartmut Sommer, der wie immer interessante Gesprächspartner ans Mikrofon lockte und mit zahlreichen technischen Informationen und netten Anekdoten aus der langen Geschichte des Motorsports in Seelow die kleinen Pausen gut überbrückte.

Natürlich gab es die Fangruppen, die ihre Lieblinge von Beginn an unterstützten. In der Klasse der sogenannten Touring Cars war es der Tscheche Vaclav Fejfar, der im vergangenen Jahr nach einer souveränen Vorstellung auch gewonnen hatte. Er hatte mit seinem Skoda Fabia allerdings großes Pech und musste nach einem schlimmen Überschlag und einem völlig zerstörten Auto schon am Sonnabend nach den ersten Qualifikationsrennen aufgeben. Was viele Fans ein wenig bedauern, ist, dass gerade diese Klasse in den vergangenen Jahren rückläufige Starterzahlen aufweist. Diesmal kamen nur 14 Teams nach Seelow. Imposant ist bei ihnen das Startprozedere. Die Fahrzeuge, die teilweise weit über 600 PS leisten, produzieren einen Höllenlärm am Start und mehrfach war damit die elektronische Startanlage überfordert. Martin Fechner, er gab die Startfreigabe, erklärte: "Das liegt an den tief liegenden  Endauspuffen der Fahrzeuge. Durch den Druck wird Staub aufgewirbelt, was die Lasertechnik stört." Sieger wurde ein anderer Fabia-Pilot: Matvey Furazhkin aus Russland.

Mit Spannung wurden aber die Boliden des Autocross, die Super Buggy, erwartet. Und die Super-Buggy-Klasse hat auch einen Superstar: Bernd Stubbe. Er strebt in diesem Jahr seinen zehnten Titel in der Europameisterschaft an. Stubbe vertraut in der Saison 2019 seinem Vorjahres-Fahrzeug, das allerdings in einigen Details deutlich verbessert werden konnte. Und er enttäuschte seine Fans nicht, bestimmte das gesamte Wochenende seine Konkurrenz und gewann verdient. Nur im Finallauf machte er es selbst ein wenig spannend. Er kam vom Start nicht gut weg und musste sich hinter Jakub Kubicek zunächst einordnen. In den nächsten vier Runden entwickelte sich ein harter Zweikampf zwischen beiden Piloten. In der fünften Runde war es so weit und Stubbe legte sich, wie man bei den Motorsportlern so schön sagt, seinen Gegner zurecht. In der Stadtkurve schließlich konnte sich der Mann aus Rhede (Nordrhein-Westfalen) an die Spitze setzen und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.

Ein großes Starterfeld gab es auch in der Klasse der Buggy 1600. Sieger wurde ein Tscheche. Petr Nikodem gewann vor dem Franzosen Vincent Marcier. Der Geheimfavorit Steven Laubach wurde Dritter. Diesmal waren auch zwei Piloten aus Seelow mit dabei. "Mein Ziel war es, wenigstens ins B-Finale zu kommen", sagte leicht enttäuscht Ivo Kisslinger, der im entscheidenden Qualifikationsrennen nach  mit technischen Problemen (fehlender Benzindruck) aufgeben musste. "Für unser Team heißt es in diesem Jahr noch lernen, und weitere Erfahrungen sammeln. Wir werden die Technik weiter verbessern", sagte Kisslinger Sein Fahrzeug wird von zwei 750 Kubikzentimeter-Motoren angetrieben. Henrik Altermann, ebefnalls aus Seelow, platzierte sich in der Gesamtwertung auf Rang 25.

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