Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Die Bockwindmühle Wilhelmsaue, die Wassermühle Worin und die Motormühle Zechin luden am Pfingstmontag ein

Deutscher Mühlentag
Mit Wasser-, Wind- und Motorkraft

Ulf Grieger / 11.06.2019, 20:47 Uhr - Aktualisiert 12.06.2019, 13:05
Worin, Wilhelmsaue, Zechin (MOZ Eva-Maria Lubisch) Hunderte Besucher kamen zum traditionellen Mühlentag auch im Oderbruch an die Stätten der letzten verbliebenen technischen Zeugen historischer Antriebskraft. In Wilhelmsaue hat die Gemeinde Letschin die Regie über die 1884 erbaute Bockwindmühle übernommen und lockte mit einem interessanten Handwerksmarkt Besucher beim Mühlentag. Natürlich stand die Mühle im Mittelpunkt. Sie wird in Nachfolge des legendären Museumsmüllers Detlef Sommerfeld nun von Marco Scheibel aus Letschin betreut. "Ich habe mir das bei Sommerfeld abgeschaut und weiß nun eine Menge darüber" erzählte der 37jährige Letschiner. Leider war der Wind Pfingstmontag nicht mühlenfreundlich, so dass man zwar alles bestaunen, aber nicht in Aktion erleben konnte. Das Interesse war trotzdem riesig. Scheibel erklärte, wie die Mühe in den Wind gedreht wird und wie die Mahlgänge funktionieren. Mit einem von der Gemeinde erarbeiteten Faltblatt konnte man sich die wichtigsten  Punkte mit nach Hause nehmen. 

Hunderte von Besuchern kamen zum traditionellen Mühlentag auch im Oderbruch an die Stätten der letzten verbliebenen technischen Zeugen historischer Antriebskraft in Zechin, Wilhelmsaue und Worin.
Bilderstrecke

Mühlentag 2019

Bilderstrecke öffnen

Scheibel bedauerte, dass sich mit dem Übergang der Trägerschaft vom Freilichtmuseum an die Gemeinde die Pläne erledigt hatten, wieder richtig Mehl dort zu mahlen. Man hatte dafür einen Landwirt interessieren können und auch eine Bäckerei in Berlin, die daraus besonderes Brot backen wollte. Doch ganz ausgeschlossen sei das nicht. Man müsse dafür allerdings eine Zulassung erwerben, so Scheibel.

Für die Versorgung der Gäste sorgten Fischer André Schneider und Gulasch-Kanonier Axel Kranich. Ute Büttner bot Schemel an, die ihr Schwiegervater, der Ortwiger Stellmachermeister Walter Büttner, noch gefertigt hatte. Und Hagen Nordman bot Hüte für alle Gelegenheiten. Schon seit 15 Jahren ist er beim Mühlentag dabei.

Die Vereinsmitglieder der Wassermühle Worin, Ulrich Jochen und der letzte Müller Ingbert Handke, seinerzeit von 1956 bis 1958 letzter Lehrling der Mühle, führten interessierte Besucher durch die historischen Räume. Die Band "Oktoberfest Spitzbuben" eröffnete mit dem passenden Titel "Es klappert die Mühle am rauschenden Bach..." das Mühlenfest. Pünktlich zur Kaffeezeit stürmten so viele Besucher wie noch nie unter die Schatten spendenden Bäume des Festtags-Geländes. Das Kuchenbuffet bestand aus 30 verschiedenen leckeren Kuchensorten, die von den Müllerinnen und Frauen aus dem Ort gebacken wurden. Eine kleine Händlermeile mit Schmuck, Bilder, Seifen und regionalen Produkten bereicherte diese Veranstaltung. Für die Jüngsten gab es eine Hüpfburg, eine Malstraße mit Sabrina Leichnitz und ihren beiden Töchtern Lisa und Antonia, DJ Flocki moderierte diese beliebte Veranstaltung.

Kleiner Markt an der Mühle

Zum Mühlentag am Pfingstmontag öffnete auch die Königsmühle in Zechin ihre Pforten. Inhaber Frank König führt seit 2010 viele  Besucher aus nah und fern durch seine restaurierte Motormühle aus dem Jahr 1911. Eine Besonderheit ist das kleine Standesamt, für das es in diesem Jahr schon einige Anmeldungen gibt. Auf dem Mühlengelände zeigte Frank Zick von der ZT-Schmiede historische Landtechnik aus DDR-Zeiten. Geduldig beantwortete er viele Fragen von technikbegeisterten Anwesenden.

Korbmachermeisterin Thea Müller aus Buschdorf zeigte ihr Können an einer Stuhlsitzplatte, die neu geflochten wurde. Der Zechiner Kleintierzuchtverein D 235 "Frohe Zukunft" Zechin und Umgebung" war mit einer kleinen Werbeschau von Kaninchen, Hühnern und Tauben vor Ort. Präsentiert wurde sie von Anke und Silvio Zwick. Kaninchen zum Streicheln zeigte im Schatten der Mühle Georg Nitschke vom Verein. Mühlen-Chef Frank König ist auch ein begeisterter Züchter. Er präsentierte seinen vom Erfolg gekrönten Goldbraunen Hahn von der Rasse New Hampshire. Fürs leibliche Wohl gab es Kaffee und Kuchen von der Bäckerei & Konditorei Baumgärtel aus Sachsendorf.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG