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Die einstige Geschäftsstelle des kommunalen Kreditinstitutes in Seelow wird bis Ende September als Verwaltungssitz hergerichtet.

Sparkassengebäude
Start des großen Umbaus

Viel Arbeit für die Elektriker: Gerhard Schwarz von der Firma Krautzig in Seelow setzt neue Steckdosen.
Viel Arbeit für die Elektriker: Gerhard Schwarz von der Firma Krautzig in Seelow setzt neue Steckdosen. © Foto: Doris Steinkraus/MOZ
Doris Steinkraus / 11.07.2019, 10:00 Uhr
Seelow (MOZ) In der einstigen Sparkasse haben seit dieser Woche Bauleute das Sagen. Der Umbau als künftiger Verwaltungssitz hat begonnen. Rund 720 000 Euro sind veranschlagt, um dafür die Voraussetzungen zu schaffen. "Dabei wird es keine baulichen Veränderungen geben", betont Seelows Bauamtsleiter Jörg Krüger. "Die vorhandenen Räume bleiben so erhalten, wie sie sind." Dennoch bleibe viel zu tun. Dies auch, weil ein großer Teil der Räume von den verbliebenen Mitarbeitern der Sparkasse in der Seelower Geschäftsstelle viele Jahre nicht mehr genutzt wurde.

Mit dem Planungsbüro pro3 aus Seelow habe man jeden Raum inspiziert und festgelegt, wo was verändert werden muss, erklärt Krüger. In drei Geschossen entstehen 60 Büroarbeitsplätze. Das Bauamt der Stadt wird dort einziehen. Die Kämmerei hat schon jetzt ihren Sitz im Haus. Neu hinzu kommt zudem im Erdgeschoss der gesamte Bereich Bürgerservice mit Einwohnermelde-, Standes- und Gewerbeamt. Damit können Bürger künftig barrierefrei in die Verwaltung.

Großer Mieter wird die Amtsverwaltung von Seelow-Land. Bei mehreren Begehungen wurde festgelegt, welche Räume die Seelow-Länder beziehen. Sechs Baulose sind vergeben. Das wichtigste und umfangreichste  sei das für Elektro, so Krüger. Denn das ganze Gebäude müsse eine neue Datenverkabelung erhalten. Überall sind neue Steckdosen zu installieren, um in jedem Büro Computertechnik anschließen zu können. Eingebaut werde zudem in den Büros, wo es sie noch nicht gibt, eine Klimaanlage. Das Lüftungssystem muss ebenso überholt werden wie die Heizung. "Die Anforderungen an solche technischen Systeme haben sich geändert. Dem kommen wir nach", sagt Krüger.

Eine Neuerung wird es hinsichtlich des Sonnenschutzes geben. Eine Prüfung ergab, dass sämtliches Sonnenlicht komplett durch die Scheiben dringt und das Gebäude daher stets aufgeheizt ist. Angebracht werden nun – ausgenommen der sonnenärmere Nordflügel – hocheffiziente Metallfolien, die auf den Fenstern aufgebracht werden. Da dafür ohnehin ein Gerüst gestellt werden muss, erhält auch gleich die Fassade eine neuen Anstrich.

Zwei Drittel der Kosten gefördert

Für die Umsetzung gibt es einen festen Bauzeitenplan. "Der ist sehr sportlich und verlangt von den beteiligten Firmen alles ab", weiß Jörg Krüger. Bis zum 30. September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Da die ursprünglich vom Land in Aussicht gestellten Gelder bei Bildung einer Verbandsgemeinde nicht kommen, hat die Stadt Mittel aus dem Programm "Kleinere Städte und Gemeinden" beantragt. Darüber werden zwei Drittel der Baukosten getragen. Die Stadt muss den Rest aufbringen. Gestrichen wurde gegenüber der ursprünglichen Planung – als das Umland noch auf dem Weg zu einer Verbandsgemeinde war – der Ausbau des dritten Obergeschosses.  Mit der jetzigen Umgestaltung werden jedoch die Voraussetzungen geschaffen, dass zu einem späteren Zeitpunkt – wenn Bedarf entstehen sollte – weitere Büroräume geschaffen werden könnten.

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