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Wieder hat Regisseur Detlev Buck Buckow ausgewählt. In dem idyllischen Kneippkurort wird für Bibi & Tina gedreht.

"Bibi & Tina"
Eine perfekte Filmkulisse

Gabriele Rataj / 12.07.2019, 07:15 Uhr
Buckow (MOZ) Die einen freut’s, weil sie neugierig und mit eigenen Augen das Geschehen am Filmset um den Marktbrunnen herum verfolgen können. Die anderen fluchen, wenn sie schnell durch Buckows einzige wirkliche Durchfahrtsstraße düsen wollen und kurz aufgehalten werden.

Jeweils für ein paar Minuten sind am Mittwoch, Donnerstag und Freitag Teile der Wriezener, der König- und der Hauptstraße im Buckower Zentrum für jeglichen Verkehr gesperrt. Nur der Linienbus und Rettungsfahrzeuge dürfen durch. Intervallsperrung nennt sich das behördlich beantragte und genehmigte Abriegeln von Fahrbahn und Gehwegen, bevor alles wieder seinen gewohnten Gang geht.

Die kurzen Zeitfenster reichen, um Filmszenen in verschiedenen kurzen Sequenzen und aus unterschiedlichen Perspektiven im Kasten zu haben. Denn in Buckow wird gedreht – fast nichts Neues mehr für den Kneippkurort und seine Bürger.

Detlev Buck kehrte zurück

Mitte Juni hatte Amazon Prime Video bekannt gegeben, dass im Berliner Umland die Dreharbeiten zur neuen Serie "Bibi & Tina" für den Bezahlkanal gestartet wurden. Buckow ist dabei erneut unter die Drehorte gefallen. Und das nicht von ungefähr. 2015 hatte Regisseur Detlev Buck in Stadt und Umgebung schon einmal seine Zelte aufgeschlagen, um den Ort in herrlicher Lage für seinen dritten "Bibi & Tina"-Kinofilm zu nutzen – wie auch der vierte Teil ein Publikums-Renner und auf Platz eins der Kinocharts.

Dieser Ort habe Buck so gut gefallen, sagt mit Kirstin Wille eine der Produzenten der neuen Serie im Gespräch mit der MOZ, dass bei den gemeinsamen Überlegungen über Drehorte wieder darauf zurückgegriffen worden sei. "Bu­ckow mit der wunderschönen Innenstadt, den pittoresken Häusern und der Natur draußen ist einfach eine perfekte Filmkulisse, und wir sind sehr froh darüber, dass man uns die Chance zum Drehen auch einräumt", fasst es Kirstin Wille zusammen.

Angesichts solcher Lobeshymnen erscheinen die zeitweiligen Unterbrechungen und Veränderungen im städtischen Leben auch eher marginal. Den Parkplatz hinter der evangelischen Kirche hat die Filmcrew an jenen drei Tagen unter Beschlag genommen, ebenso die unteren Parkbereiche an der Schulstraße. In der Vorwoche bestand auf 100 Metern in der Königstraße Halteverbot und am Fontaneweg war es teilweise dicht.

Requisiten aus dem Umfeld

"Dafür wird Nutzungsentgelt bezahlt", antwortet Ordnungsamtsleiter Joachim Kock-Fuchs auf MOZ-Nachfrage. Keine Unsummen, doch es reiche, sagt er scherzhaft, "für hier und da mal ’ne Bank". Darüber hinaus profitieren auch andere im Umfeld von den Dreharbeiten, denn Requisiten für bestimmte Szenen werden vor Ort gekauft, Pferde oder Stroh für diese kommt von hier.

Wichtiger aber noch scheint der Imagegewinn für Buckow. "Für Familien mit Kindern dürfte die Stadt als Ausflugsziel durchaus etwas Besonderes sein, wenn sie Plätze und Orte aus der Serie wiedererkennen", meint Produzentin Kirstin Wille. Das sei sicher ein nachhaltiger Effekt.

Außerdem: Wenn die erste Staffel der Live-Action-Serie im ersten Halbjahr 2020 exklusiv für Prime-Mitglieder in mehr als 200 Ländern und Territorien Premiere hat, dann flimmert auch Buckow über die Bildschirme.

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