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Zum 19. Mal lud der Verein Break Tribe Music zu Musik, Workshops, Austausch und Relaxen ein. Mitmach-Aktionen begeisterten die Besucher.

OBOA-Festival
Mini-Woodstock im Fort

Ingo Mikat / 13.08.2019, 06:45 Uhr
Gorgast Drei Tage lang konnten am Wochenende hunderte Gäste auf dem Oderbruch Festival "OBOA" Musik genießen, feiern, relaxen, diskutieren und an zahlreichen Workshops teilnehmen. Wer sich am Sonnabend dem Veranstaltungsgelände näherte, der musste erst einmal an Hunderten geparkter Autos und Zelten entlang laufen, denn viele Festivalgäste nutzten das Angebot zum freien Campen. Im Fortgelände erwartete die Besucher ein  breites Programm von Rock über Punk, Ska, Metal, Drum&Bass und Dub auf insgesamt fünf Bühnen. Darüber hinaus fanden ein Filmabend mit dem Kurzfilm "Nachbarn", vorgestellt von Regisseurin Pary El-Qalqili, mit einer Gesprächsrunde sowie verschiedene Workshops zum Beispiel einer über "Elektronik und Löten" statt.

Freier Eintritt soll bleiben

Viele Bands und Solisten spielten an den Abenden auf – von "Filo & Eisman" + DJ BRKNI über "Kirloff", "Smohle", "Psychrolutes" sowie "Freddy Fischer & his Cosmic Rocktime Band" bis "Notseattle" und "Bitch’n’ Monk". Wer wollte, konnte an einem Trommelworkshop mit Olli (Djembe Beat) auf der "Windspiel-Bühne" teilnehmen. Fans elektronischer Klänge verfolgten  beim "Beatbasar" unter anderem die Auftritte von "Kate Push" (hiphop, downball)  sowie "Armin" (hiphop).

Erstmals richteten die Organisatoren eine Spielstätte unter dem Namen "Soundsystem.Yard" für Ska, Soul, Reggae, Popcom und Rocksteady ein. Dort legten zum Beispiel "Davemad", "Rudewoi & MS Trouble" sowie "Marth Angel" aus Müncheberg die schwarzen Scheiben mit den mal röhrenden, dann wieder mitreißend swingenden Rhythmen auf.

Über 400 Künstler hatten im Vorfeld der Veranstaltung ihren Auftritt angeboten. Das hätte jedoch, wie der Vorsitzende des Organisations-Vereins Break Tribe Music, Jens Glodek, erklärte, jeden Zeit- und Honorarrahmen gesprengt. Das Festival soll, wie er betonte, auch zukünftig eintrittsfrei bleiben. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über den Verkauf von Getränken.

Dankbar sind die Veranstalter zudem ihren Sponsoren und Unterstützern, zu denen der Landesaktionsplan "Demokratie-Leben" Brandenburg, das "Deutsch-polnische Jugendwerk", das Bundesministerium für Kultur-Sport und Soziales sowie der Verein Fort Gorgast, das "Alternative Jugendprojekt 1260 Strausberg", das "Café Köpenick", der Berliner "Schoko-Laden" sowie der "Club im Park Fürstenwalde" gehören.

OBOA findet nun schon seit 21 Jahren traditionell im August statt. Das Festivalprogramm hat sich jedoch seit den Anfangsjahren stark erweitert. Die ersten Treffen fanden in Neuhardenberg statt. Seit 15 Jahren bietet das ehemalige Fort Gorgast – in schönster Form der Konversion einer ehemaligen militärischen Anlage – den Festival-Freunden eine temporäre Heimstatt.

Damit dieses Fest für eine friedliche, tolerante Gesellschaft und alternative Welt weiter jedes Jahr stattfinden kann, arbeitet ein Kern von 40 Vereinsmitgliedern monatelang ehrenamtlich an der Vorbereitung. Zudem wirkten am Wochenende zusätzlich über 150 Helfer aus ganz Deutschland mit. Sie übernahmen vom Getränkeverkauf bis zur Einrichtung einer Mal- und Bastelstation für Kinder zahlreiche Aufgaben.

Vegane Kost und Licht-Effekte

Der seit Jahren geltende Anspruch der Organisatoren, für eine alternative Welt zu wirken, spiegelte sich nicht nur in ihrer Programmauswahl sondern auch im Speiseangebot wieder. Beteiligte Gastronomen, wie "Goldmund" aus Hackenow, boten ausschließlich veganes Essen an. Als besondere Überraschung sorgte Lichtkünstler Ingo Jähnig aus Berlin abends in den alten Kasematten und auf den äußeren Festungsmauern mit 60 Projektoren für faszinierende Lichteffekte.

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