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Oberliga
Schockerlebnis gut weggesteckt

Starker Auftritt: Seelows Abwehrakteur Dawid-Konrad Jankowski hatte seinen direkten Brandenburger Kontrahenten Razak Iddrisu (rechts) bestens im Griff und konnte sogar noch Offensivaktionen einläuten.
Starker Auftritt: Seelows Abwehrakteur Dawid-Konrad Jankowski hatte seinen direkten Brandenburger Kontrahenten Razak Iddrisu (rechts) bestens im Griff und konnte sogar noch Offensivaktionen einläuten. © Foto: Udo Plate
Udo Plate / 03.09.2019, 06:00 Uhr
Seelow (MOZ) Das Beste kommt bekanntlich stets zum Schluss – so auch im Oberligaduell zwischen Gastgeber Victoria Selow und dem Brandenburger SC Süd, das mit 1:1 endete: Kaum hatte Victoria-Stadionsprecher Olaf Merker auf der Pressekonferenz Brandenburgs Trainer Özkan Gümüs das Wort erteilt, holte der ansonsten stets besonnen daherkommende Süd-Coach zum verbalen Rundumschlag gegen seine Elf aus.

"Es war von mannschaftlicher Geschlossenheit und Disziplin absolut nichts zu spüren. Vielmehr ging es im zweiten Durchgang ausschließlich um persönliche Befindlichkeiten, Eitelkeiten und Selbstherrlichkeit. Das muss und wird Konsequenzen nach sich ziehen", sprudelte es aus dem mehr als angefressenen Özkan nur so heraus. Was allerdings das Fass bei ihm zum Überlaufen brachte, verriet Brandenburgs Übungsleiter nicht.

Auch Seelows Trainer Peter Flaig präsentierte sich in leicht gereizter Verfassung und brachte sich umgehend ordentlich in Fahrt. "Wem soll ich jetzt etwas zum Spiel erzählen, einzig die Thekenkraft wäre eine lohnenswerte Adresse. Alle anderen haben doch die Partie direkt mitverfolgt. Nach dem deprimierenden 0:9-Tritt in den Allerwertesten durch den SC Staaken sind wir  als Einheit aufgetreten. Nach gutem Beginn haben wir dann wiederum das Feld den Gästen überlassen. Diese taktische Disziplinlosigkeit meiner Elf gilt künftig in den Griff zu bekommen. Die Folge war ein leichtes Chancenplus der Gäste. Im zweiten Durchgang müssen wir dem 1:0 den zweiten Treffer folgen lassen. Doch stattdessen führte eine Standardsituation zum unnötigen Ausgleich", wetterte auch der hünenhafte Seelower Coach, ohne auf Widerworte zu stoßen, los.

Victorianer fairstes Team

Dabei gab es für die Platzherren vor der Partie noch Auszeichnungen von Thomas Schwarz, einem Vertreter des Fußball-Landesverbandes Brandenburg. Kapitän Nabiel Nasser nahm zunächst die Urkunde für die Landesmeisterschaft und anschließend die Trophäe der fairsten Mannschaft entgegen.

Die Seelower hatten das Schockerlebnis, die mehr als heftige 0:9-Niederlage beim Berliner Stadtteilklub SC Staaken, bei der die Victoria-Welt schon kurzzeitig aus den Fugen geriet, gut aufgearbeitet und erwischten einen allemal verheißungsvollen Auftakt. Der verpuffte allerdings nach knapp einer Viertelstunde ohne jegliches zählbares Ergebnis. In der Folgezeit verbuchten tatsächlich die Brandenburger Gäste mehr Einschussgelegenheiten, durften sich jedoch bei ihrem Schlussmann Toni Neubauer bedanken, dass die Nullnummer zur Halbzeitpause Bestand hatte. Mit einem Riesenreflex parierte er Piotr Rymars platzierten Kopfball (43.).

Nach dem Seitenwechsel war es Seelows eingewechselter Tobi Labes, der den Seelower Aktionen mehr Zielstrebigkeit einhauchte. Folgerichtig erzielte Mariusz Wolbaum die Führung. Dabei legte der Pole im Anschluss an einen Eckball von Sebastian Jankowski sämtlichen Frust der Staaken-Niederlage in den Schuss, der einem Geschoss gleich hinter dem chancenlosen Neubauer einschlug. In der Folgezeit agierten die Platzherren gegen geschockte Gäste überlegen. Sie ließen jedoch weitere Möglichkeiten ungenutzt verstreichen oder scheiterten an Süd-Torsteher Neubauer. In der Schlussphase bugsierte Hartmann einen Sentürk-Eckball zum 1:1-Endstand ins Seelower Tor.

Bereits am Mittwoch testen die Seelower daheim ab 19 Uhr gegen Union Berlins U 19-Team.

Seelow: Pavels Dorosevs – Nabiel Nasser , Dawid Jankowski, Jevgenijs Kosmacovs, Rick Drews – Piotr Raymar, Mariusz Wolbaum, Sebastian  Jankowski, Pavel Noga, Ian Beckmann (46. Tobi Labes) – Anastasios Alexandropoulos (83. Lennard Flaig)

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