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Infrastruktur
Breite Straße nun Schmuckstück im Zentrum

Mit rotem Band freigegeben: Die rund 571 000 Euro teure Sanierung des 140 Meter langen Abschnittes der Breiten Straße ist abgeschlossen. Ende November werden noch Linden gepflanzt. Seit Mittwochnachmittag ist die Straße nun in beide Richtungen befahrbar.
Mit rotem Band freigegeben: Die rund 571 000 Euro teure Sanierung des 140 Meter langen Abschnittes der Breiten Straße ist abgeschlossen. Ende November werden noch Linden gepflanzt. Seit Mittwochnachmittag ist die Straße nun in beide Richtungen befahrbar. © Foto: Horst Seelig
Ulf Grieger / 07.11.2019, 07:30 Uhr - Aktualisiert 07.11.2019, 12:34
Seelow (MOZ) Die Breite Straße zwischen Frankfurter und Erich-Weinert Straße ist am Mittwoch ihrer Bestimmung übergeben worden. Der 140 Meter lange Abschnitt ist auch auf Grund seiner vielfältigen attraktive Pflasterung zu einem Schmuckstück geworden. So richtig zur Geltung kommt dies aber erst, wenn Ende November dort die Linden gepflanzt werden. Für die gibt es oberirdisch kleine Pflanzstellen. Unterirdisch sind große Käfige für die Wurzeln einbaut worden, um die die zahllosen in der Straße verlegte Medien herumgelegt wurden.

Vier Bänke, davon zwei mit Rückenlehne, eine neue Beleuchtung und zehn Pkw-Stellplätze gehören zum 140 Meter langen  Straßenabschnitt, der als einer der letzten DDR-Straßen in der Kreisstadt saniert wurde, wie Bauamtsleiter Jörg Krüger zur Einweihung informierte.

Keine Leitung lag wie vermutet

Vor drei Jahren hatte das Frankfurter Ingenieurbüro IGF erstmals im Bauausschuss einen Gestaltungsvorschlag präsentiert. Ziel war es, den Seelowern und ihren Gästen mehr Flair zu bieten. Fördermittel wurden beantragt und nach einiger Umplanung bewilligt. Anfang April konnte der Bau beginnen. Für die Firma von Frank Biermann aus Lebus war es der erste größere Auftrag in der Kreisstadt. Biermann bedankte sich am Mittwoch bei der Stadt für die angenehme Zusammenarbeit. Ein Kompliment, das Jörg Krüger gern zurück gab. Die Lebuser hätten eine sehr gute Arbeit in Seelow geleistet, trotz der zahllosen Schwierigkeiten, die während des Bauablaufes entstanden und die niemand voraussehen konnte. "Hier lag keine Leitung so, wie sie in den Plänen eingezeichnet war", erinnerte der Bauamtsleiter. Dies mit dem Effekt, dass es eine um drei Monate verlängerte Bauzeit gab.

Der für rund 570 000 Euro sanierte Abschnitt der Breiten  Straße in Seelow zwischen Frankfurter Straße und Erich-Weinert -Straße wurde am Mittwoch feierlich  freigegeben.
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Einweihung der Breiten Straße

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Entsprechend der Förderrichtlinie, mit 178 000 Euro wurde die 571 000 Euro teure Maßnahme gefördert, kann die Straße nun nicht mehr als Einbahnstraße ausgewiesen werden. Künftig müssen die Autofahrer auf der Frankfurter Straße im Einmündungsbereich der Breiten Straße den Verkehr noch stärker beachten. Die Einmündung wurde etwas umgestaltet.

Als die Finanzierung des Straßenbaus geplant wurde, konnte die Stadt noch mit der Einnahmen von Ausbaubeiträgen rechnen. Inzwischen hat die Landesregierung diese Abgaben abgeschafft. Die Kommunen sollten dafür vom Land einen Ausgleich bekommen. Doch die gezahlte Summe von rund 68 000 Euro liegt deutlich unter der Summe der geplanten Ausbaubeiträge: Die Differenz beträgt rund 160 000 Euro, informierte Jörg Krüger. Für diese Summe wurde  ein zusätzlicher Antrag an das Land gestellt.

Kleine Geschichtsstunde

Die Straßenübergabe geriet dank so erfahrener Zeitzeugen wie Horst Seelig und Rudi Schulz zur kleinen Geschichtsstunde. Bürgermeister Jörg Schröder, der als Kind in der Straße gewohnt hatte, erinnerte daran, dass dies einmal eine Sackgasse war, die in Richtung Kulturhaus in ein Rosenbeet mündete. Horst Seelig, der auch Fotos davon hat, erinnerte an Bauarbeiten an denen er beteiligt war. So hatte er Mitte der 1950-Jahre an den Wohnhäusern die hölzernen Regenrinne gegen welche aus Kunststoff ausgetauscht. Und als das Kulturhaus gebaut wurde, war er dabei, als es einen Wasseranschluss bekam. Durch eine Havarie kam es zur Überschwemmung. Ganz Seelow hatte kein Wasser.

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