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In Letschin und Neutrebbin werden ab Sonntag Besucher erwartet. Beim Offenen Weihnachtskalender in Reitwein ist einiges anders.

Mitmachaktion
Türen öffnen sich im Advent

Offener Weihnachtskalender in Reitwein: Im Vorjahr hat Annegret Altmann die Aktion mitgestaltet.
Offener Weihnachtskalender in Reitwein: Im Vorjahr hat Annegret Altmann die Aktion mitgestaltet. © Foto: Matthias Lubisch
Ines Weber-Rath / 30.11.2019, 09:00 Uhr - Aktualisiert 02.12.2019, 17:40
Letschin, Reitwein, Neutrebbin (MOZ) Pünktlich zum 1. Advent, der diesmal auf den 1. Dezember fällt, öffnen sich in Letschin und Neutrebbin am Sonntag die ersten Türen zum Lebendigen Adventskalender 2019. In Letschin bietet der Adventsmarkt, der vor und hinter der Tür des Haus Lichtblick auf die Besucher wartet, ab 14 Uhr ein buntes Weihnachtsprogramm für Jung und Alt mit Gesang, Weihnachtsmärchen und vielem mehr.

In Neutrebbin erwarten am Sonntag als Erste die "Formel 1-Freunde" in der Hauptstraße 67a ab 18 Uhr die Besucher zum Lebendigen Adventskalender. Bei dem Zusammentreffen bekommt Bürgermeister Werner Mielenz ein besonderes Geschenk für die Gemeinde übergeben: Schreinermeister Robert Lüneburg hat einen Wichernkranz angefertigt, der die Neutrebbiner künftig durch den Advent begleiten soll.

Auch in Reitwein soll es in diesem Jahr eine Neuauflage des "Offenen Weihnachtskalenders", wie die Aktion hier heißt, geben. Doch bei den Reitweinern ist einiges anders als in Neutrebbin und Letschin.

Start ist in Reitwein am Montag

Zunächst, dass die erste Haustür nicht am 1., sondern erst am Montag, dem 2. Dezember, geöffnet wird. "Die Adventssonntage lassen wir bewusst aus. Da sollen die Leute ganz in Familie zu Hause sein", sagt Ines Masuck vom Reitweiner Heimatverein AnSporn. Sie hat erneut den "Hut" für die Organisation der Aktion auf. Aus der Premiere im vorigen Jahr haben die Veranstalter einiges gelernt.

Vor allem, dass sich die Türen im Dorf im Advent nicht nur für Kinder und ihre Eltern öffnen sollten. Ihnen hatte im Vorjahr die Einladung ganz besonders gegolten. "Viele Ältere im Dorf fühlten sich so nicht eingeladen", weiß Ines Masuck. In diesem Jahr sind ausdrücklich alle Reitweiner, Jung und Alt, eingeladen.

Seine Pforten öffnete das Haus „Lichtblick“ am Sonntag Nachmittag zum gemütlich - traditionellen Adventsmarkt in Letschin. Hunderte von Besuchern aus Letschin und Umgebung erfreuten sich an den kulturellen vorweihnachtlichen Festprogramm. Bevor es losging richtete Ortsvorsteher Manfred Neubauer seinen Dank an alle Mitwirkenden Vereine, Helfern und Sponsoren. Die Posaunenbläser der Kirchengemeinden Letschin/Seelow eröffneten musikalisch das Programm. Mit besinnlichen und fröhlichen Weihnachtsliedern lud Lothar Böttcher mit seinen „Chormiezen“ zum Mitsingen ein. Wiedereinmal überraschten und begeisterten die Erzieherinnen der örtlichen Kitas „Kinderland - Sonnenschein“ und „Spatzennest“ ihr großes und kleines Publikum im vollbesetzten Saal mit einem Märchenspiel, diesmal inszenierten sie „Frau Holle“.  Für strahlende Kinderaugen sorgte der Weihnachtsmann, gegen ein Lied oder Gedicht gab es etwas Süßes aus dem großen Sack. Kleine Verkaufsstände mit regionalen Produkten, sowie handwerklichen Arbeiten boten Händler im Haus und auf dem festlich geschmückten Platz mit der großen beleuchteten Tanne an. Waffeln, Lebkuchen, Punsch, heiße Schokolade, Gegrilltes u.v.m. ließen die Besucher auf dem mit Heizstrahlern bestückten gemütlichen Adventsmarkt verweilen, dabei unterhielt Sängerin Angela Weidner mit Unterstützung von den „Schluchtis“ Olaf und Torsten.  .
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Letschiner Adventsmarkt

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Den Auftakt gibt am Montag Hilla Warsow. Sie erwartet zum Glockenschlag der Kirchturmuhr um 17.55 Uhr die Besucher allerdings nicht an ihrem Haus in der Hauptstraße, sondern im Rüstzeitenheim. Der Blick auf den Reitweiner Offenen Weihnachtskalender zeigt indes: Über die Sonntage hinaus sind noch sechs weitere Tage ohne Name und Hausnummer. "Es haben sich nicht genug Leute gemeldet. Aber wir finden das nicht schlimm, dass es immer mal wieder eine Pause gibt", sagt Ines Masuck.

Sie weist auf mehrere Besonderheiten bei der diesjährigen Kalenderaktion hin. Da ist zum einen das Weihnachtssingen für Senioren. Es findet an zwei Tagen, am 11. und 18. Dezember statt.

"Wir greifen damit eine Tradition in der Reitweiner Kirchengemeinde wieder auf", erklärt die Orgchefin. Einst seien Kinder in der Adventszeit zu alten, kranken, nicht mehr mobilen Menschen im Dorf gegangen, um sie mit ihrem Gesang zu erfreuen. Mit Hilfe von Seniorenbetreuerin Monika Bäcker wurden 14 ältere Reitweiner ermittelt und informiert, dass sie an einem der genannten Tage singenden Besuch bekommen werden: Am 11. Dezember machen sich sechs Reitweinerinnen ab 14.30 Uhr auf den Weg zu den Senioren, am 18. Dezember bringen die Kita-Kinder ihnen schon ab 9.30 Uhr Ständchen.

Bastel- und Backtag-Premiere

Die Kita "Birkenschlösschen" wird in diesem Jahr übrigens auch selbst Gastgeber sein und ihre Tür am 9. Dezember, ab 17.55 Uhr für Besucher im Rahmen der Kalenderaktion öffnen. Die Gastgeber werden den Besuchern kleine Überraschungen bieten – von der Märchenstunde bis zum Handpuppentheater soll einiges dabei sein, verrät Ines Masuck.

Eine Premiere wird der Bastel- und Backtag sein, zu dem der Kinder- und Jugendklub unter Leitung von Sozialarbeiterin Sandra Steinicke mit Unterstützung Reitweiner Senioren am 7. Dezember, ab 15 Uhr, ins Dorfgemeinschaftshaus einlädt.  Ein weiterer Höhepunkt ist das große Weihnachtssingen mit Kantorin Anja Liske-Moritz  am 13. Dezember, ab 14 Uhr, im Rüstzeitenheim.

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