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Klares Votum
Küstriner Vorland lässt Manschnower Hort sanieren

Muss dringend saniert werden: das Haus II der Kita Küstriner Vorland. Nun wird das 110 Jahre alte Gebäude aufgestockt und gewinnt mehr Platz für die Kinder.
Muss dringend saniert werden: das Haus II der Kita Küstriner Vorland. Nun wird das 110 Jahre alte Gebäude aufgestockt und gewinnt mehr Platz für die Kinder. © Foto: Ulf Grieger
Ulf Grieger / 12.02.2020, 05:00 Uhr
Manschnow (MOZ) Keine Frage: Ein zentraler Kitaneubau am Schulcampus Manschnow, wie ihn Andreas Fröhlich bei der Projektvorstellung im Dezember ins Spiel gebracht hatte, wäre die Idealvariante für Küstriner Vorland. Das brachten am Montag die Gemeindevertreter sowie Kita-Leiterin Conny Willmann zum Ausdruck.

Der Kita-Ausschuss hatte im Vorfeld auch eine Variante beraten, bei der mit Containern eine solche Lösung geschaffen werden könnte. Kosten: rund 800 000 Euro allein für die Container. Diese Variante brachte auch Olaf Lawrenz am Montag ins Spiel.

Die Gemeinde ist in der  Haushaltssicherung und kann auch die Erlöse aus dem Verkauf der Blöcke in der Friedensstraße dafür nicht einsetzen, wie Amtsdirektor Lothar Ebert betonte. Altschulden müssen davon beglichen werden. Die Gemeinde ist auf Fördermittel angewiesen. Doch ein Förderprogramm für Kita-Neubauten sei aktuell nicht da. Sobald aber die Gemeinde den Bedarf für zusätzliche Kitaplätze nachweisen kann und ein vorhandenes Gebäude saniert, könnte aus dem Investitionsprogramm für finanzschwache Gemeinden eine 90-prozentige Förderung beantragt werden.

So stellte Ilka Nickel vom Bauamt die Vorzugsvariante zur Abstimmung, auf die sich die Gemeindevertreter bereits verständigt hatten: Die Sanierung des 110 Jahre alten ehemaligen Gasthofes an der Einmündung der  Kirch- in die Friedensstraße, bekannt als Kita-Haus II.

In dieses Gebäude hatte die Gemeinde bereits vor zehn Jahren erhebliche Mittel gesteckt, um Fenster zu erneuern und die Fassade zu dämmen. Damals wurde Schwamm bekämpft, die Fußböden erneuert und die Wände gemalert. Doch nun hat der Hausbock im Gebälk ganze Arbeit geleistet. Besonders im Bereich des Anbaus zeigten Analysen, dass die tragenden Balken jegliche Funktion verloren haben. Manche Bereiche haben sich schlichtweg in Pulver aufgelöst.

Nach einem Projektvorschlag des mit der Erarbeitung von Sanierungsvorschlägen beauftragten Strausberger Ingenieurbüro ibb soll es nun einen  neuen Dachstuhl geben. Das Dachgeschoss wird komplett auf die Höhe des Mittelrisalits angehoben. Die Kita bekäme dadurch einen Platzzuwachs von gut 280 Quadratmetern und könnte somit bis zu 80 Kinder mehr unterbringen. Dass die zusätzlichen Plätze dingend gebraucht würden, daran ließ Kita-Leiterin Conny Willmann keinen Zweifel.

Mit elf Stimmen dafür und zwei Gegenstimmen votierten die Gemeindevertreter dafür, die Planung auszuschreiben und die Förderung zu beantragen. Ob die allerdings kommen, sei nicht sicher, erklärte Amtsdirektor Ebert.

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