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Corona-Krise
Schutzbekleidung reicht in Märkisch-Oderland nur noch bis Freitag

Sie leitete die Sondersitzung des Kreistages zur Coronakrise: Bettina Fortunato (Die Linke)
Sie leitete die Sondersitzung des Kreistages zur Coronakrise: Bettina Fortunato (Die Linke) © Foto: Ulf Grieger/MOZ
Ulf Grieger / 25.03.2020, 20:29 Uhr - Aktualisiert 26.03.2020, 12:30
Seelow (MOZ) Der Kreistag von Märkisch-Oderland hat mit großer Mehrheit beschlossen, dass zwischen den niedergelassenen Ärzten, den ambulanten Pflegeeinrichtungen der Wohlfahrtsverbände und privater Anbieter und dem Krisenstab der Kreisverwaltung bzw dem Gesundheitsamt ein Kommunikationsweg eingerichtet wird.

Damit folgten die Abgeordneteneinem Antrag von Bündnis 90/Grüne-Pro Zukunft. Zuvor hatte Melitta Schubert, die Abgeordnete vonBündnis 90/Grüne-Pro Zukunft hat selbst einen Pflegedienst mit 16 Mitarbeitern in Buckow, die dramatische Situation bei der Ausstattung mit Schutzbekleidung geschildert. Der Vorrat an Mundschutz, Handschuhen und anderem reiche nur noch bis Freitag, dann könnten die Patienten und Pflegebedürftigen nicht mehr versorgte werden, weil die vorgeschriebenenPandemiepläne nicht eingehalten werden könnten. Die neuen Kommunikationswege sollen klären helfen, wie sich die Pflegedienste und Arztpraxen nun verhalten sollen.

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Landrat Gernot Schmidt (SPD) schlossindes aus, dass der Landkreis selbst die Versorgung mit Schutzbekleidungübernimmt. Der brauche seine Vorräte für die ihm übertragenen Aufgaben selbst. Im Kreistag wird aber die Forderung deutlich, dass der Landkreis in Richtung Land und Bund Druck machen soll, um die Ausrüstungen, die aktuellnicht mehr bestellt werden können, bereitzustellen. Ravindra Gujjula (SPD), er ist selbst Arzt,bestätigte die Schwierigkeit, Schutzbekleidung zu bekommen. Der kurze Draht zum Stab des Kreises ermögliche dann auch zu verhindern, dass im Verdachtsfall Patienten erst noch Labor- oder Überweisungsscheine vom Arztabholen müssen, um geprüft zu werden, was unnötige Ansteckungsgefahren mit sich bringt.

Rückenstärkung gab es auch für die Anwendung der Einzelfallregelung bei der Feststellung von systemrelevanten Arbeitnehmern. Insbesondere in Fällen, wenn nicht systemrelevante Arbeitgeber sich weigern, die Antragsscheine auszufüllen, um ihre Mitarbeiter nicht für die Kinderbetreuung freistellen zu müssen.

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