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Stadtpolitik
Abstimmung in Seelow mit Abstand in der Corona-Zeit

Auf Abstand achtend: Viel Platz ließen die Seelower Stadtverordneten zwischen sich bei der Sitzung im Kulturhaus.
Auf Abstand achtend: Viel Platz ließen die Seelower Stadtverordneten zwischen sich bei der Sitzung im Kulturhaus. © Foto: Ulf Grieger/MOZ
Ulf Grieger / 26.03.2020, 04:00 Uhr - Aktualisiert 26.03.2020, 12:33
Seelow (MOZ) So eine Versammlung hat bisher noch nicht stattgefunden: Mit Hygiene-Schutzmaßnahmen haben die Stadtverordneten von Seelow am Dienstag im großen Kulturhaussaal getagt.

Vor ihrem Eintritt in den Sitzungssaal mussten sie sich die Hände desinfizieren. Zwischen den Abgeordneten wurde auch viel Platz gelassen.

Dank für Zusammenarbeit

Die Stadtverordneten folgten gelassen den Anweisungen und so konnten die wichtigsten Punkte der Tagesordnung auch in der Corona-Krisensituation abgearbeitet werden. Bürgermeister Jörg Schröder bedankte sich in seinem Bericht ausdrücklich bei allen Mitarbeitern von Einrichtungen und Behörden in der Stadt für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Tagen.

Einig sei man sich, dass das gesellschaftliche Leben nicht völlig zum Erliegen kommen soll. Initiativen – von der Händlervereinigung bis zur Volkssolidarität – haben sich gefunden, die Hilfe anbieten und koordinieren. "Noch viel Luft nach oben" sei beim Informationsaustausch mit dem Landkreis. Die bisherigen Informationen reichten noch nicht aus, so Schröder.

Per Tischvorlage hatten die Stadtverordneten über einen Erlass der Elternbeiträge für April zu entscheiden. Die Eltern, die von der Allgemeinverfügung zur Schließung der Kindereinrichtungen betroffen sind, zahlen für den Monat April keine Elternbeiträge. Das hat die Seelower Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Insgesamt macht das rund40 000 Euro aus: 12 000 in der Kita "Max&Moritz", jeweils 10 000 in der Kita "Märchenland" und "Arche  Noah", 1500 bei den "Frechdachsen" und für den Hort. Der Hauptausschuss kann künftig entscheiden, wenn das auch für Mai gelten soll.

Eine klare Zustimmung gab es auch für den Bau einer neuen Kindertagesstätte an der Apfelstraße. Auf dem ehemaligen CJD-Gelände stehen dafür rund 5600 Quadratmeter zur Verfügung. Noch in diesem Jahr soll der Abriss der Altgebäude erfolgen. Zu Weihnachten 2021 soll die Einrichtung mit 125 Plätzen bezugsfertig sein. Damit entfällt der geplante Umbau des Jobcenters an der Küstriner Straße/Am Stadion. Die Stadt ist sich mit dem Eigentümer dort nicht einig geworden.

Ein halbes Jahr Zeitverzug

Differenzen gab es bei Mietvariante beim Preis pro Quadratmeter. Die Vorstellungen des Eigentümers hätten die Elternbeiträge in die Höhe getrieben, so Schröder. Auch bei der Variante, bei der die Stadt das einst als SED-Kreisleitung bekannte Areal kaufen wollte, kam man preislich nicht überein. Das CJD-Areal gehört der Stadt und befindet sich in Nachbarschaft des Geländes, in dem ein Wohngebiet geplant wird. Durch die Umentscheidung gibt es einen Zeitverzug von etwa einem halben Jahr, schätzt Bauamtsleiter Jörg Krüger.

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