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Corona und Kultur
Neue Wege beim Museumstag der Region Seelow

Ulf Grieger / 18.05.2020, 20:00 Uhr - Aktualisiert 19.05.2020, 17:28
Golzow, Letschin, Friedrichsaue (MOZ) Unter dem Motto "Das Museum für alle: Museen für Vielfalt und Inklusion" hat sich eine Reihe von musealen Einrichtungen der Region am Sonntag am Museumstag beteiligt. Unter den Bedingungen der Corona-Krise keine leichte Aufgabe.

So hatten sich die Mitglieder des Letschiner Heimatvereins mit der Gemeindeverwaltung ein spezielles Einlassregime für die Heimatstuben im Haus Birkenweg erdacht. Per "Heimat-Gong" können sich Besucher bemerkbar machen. Dort erwartete auch Werner Zenglein die Gäste. Der Künstler aus Bleyen zeigt Aquarelle und Zeichnungen, die zumeist im Oderbruch entstanden sind.

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Eröffnung war ausgefallen

Die Ausstellungseröffnung war am 14. März der Corona-Krise zum Opfer gefallen. Umso mehr bedankte sich Heimatstubenleiter Edgar Petrick beim Künstler für die Bereitschaft, seine Arbeiten bis zum 5. Juli zu zeigen und auch zu erläutern. Letschins Bürgermeister Michael Böttcher zeigte sich begeistert von den Arbeiten. Zenglein arbeitet am liebsten "nass in nass", wobei auch das Papier gewässert wird, um fließende Effekte zu erzielen.

Den Teams der kleinen Museen in der Region wird durch die Corona-Krise einiges abverlangt. Kreativität ist gefragt. Im Golzower Filmmuseum wird erfolgreich der virtuelle Rundgang mit anschließender Diskussion absolviert. In Friedrichsaue wurde das Dorfmuseum als Kulturerbeort ajusgewiesen,. in Letschin kündigte der "Heimatgong" Besucher an. Werner Zenglein aus Bleyen zeigt Oderbruch-Aquarelle.
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Heimat-Gong und Kulturerbeort: Museumstag in der Corona-Zeit

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Das Friedrichsauer Dorfmuseum öffnete aus speziellem Anlass. Tobias Hartmann vom Oderbruchmuseum Altranft und Michael Böttcher als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft "Kulturerbe Oderbruch" sowie Zechins Bürgermeister Dieter Rauer übergaben an Museumsleiter Helmut Hulitschke die Plakette zur Ausweisung als Kulturerbestätte. Im Altranfter Museum kündet nun ein Wandschränkchen von dieser Einrichtung. "Das Dorfmuseum Friedrichsaue hält die Dinge in Ehren, die nicht nur den agrarischen Fortschritt illustrieren, sondern auch viel über die handwerkliche Kunst und den Erfindungsreichtum ihrer Schöpfer aussagen", so Hartmann.

Virtueller Rundgang

Neue Wege ging man im Filmmuseum der "Kinder von Golzow". Ines Mischker, Vorsitzende des Trägervereins Golzower für Golzow, Bürgermeister Frank Schütz und Museumsleiterin Simone Grieger hatten per Internet-App Zoom zum virtuellen Museumsrundgang eingeladen, zu dem auch die Filmemacher Winfried und Barbara Junge als Gesprächspartner zugeschaltet waren. Eine Premiere, die weitere Auflagen erfahren soll.

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