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Verkehr
Megastau und chaotische Parksituation zu Himmelfahrt in Küstrin-Kiez

Die Autokolonne auf der Umgehungsstraße reichte Mittwochnacht bis Manschnow. Die Arbeiten zum Bau des Parkplatzes in Küstrin-Kiez ruhen derzeit. Der Reiseverkehr nach Polen ist mit langer Wartezeit verbunden.
Die Autokolonne auf der Umgehungsstraße reichte Mittwochnacht bis Manschnow. Die Arbeiten zum Bau des Parkplatzes in Küstrin-Kiez ruhen derzeit. Der Reiseverkehr nach Polen ist mit langer Wartezeit verbunden. © Foto: Detlef Schneider
Ulf Grieger / 21.05.2020, 15:37 Uhr
Küstrin-Kietz (MOZ) Am Grenzbahnhof Küstrin-Kietz herrscht derzeit  einmal mehr eine chaotische Situation. Da ein Teil der sonst üblichen Stellflächen für Pkw der Bahnreisenden durch die Baustelle zum Abriss der einstigen Güterbahnhofsgebäude blockiert ist, stehen die Autos entlang des Bahnhofsweges beidseitig bis zum Schwarzen Weg.

Auf dem ehemaligen Güterbahnhofsbereich soll der erste Bauabschnitt des großen Park&Ride-Platzes entstehen, der in der Zeit des eigentliche Bahnbrückenbaus die Fahrzeuge der Pendler aufnehmen soll. Dort sind rund 300 Stellplätze vorgesehen. Allerdings finden derzeit auf der Baustelle keinerlei Arbeiten statt, wie Einwohner von Küstrin-Kietz bereits erstaunt festgestellt haben. Grund ist in diesem Fall auch die Corona-Pandemie, erläutert Projektleiter Hartmut Schreiter. Im Falle von Havarien im Bahnbereich, insbesondere der Tankstelle, seien sonst nicht genug Fluchtwege frei.

Erinnerungen an die Grenzstaus in den 1990er Jahren wurden in der Nacht zu Himmelfahrt bei den Anwohnern der B1 undder Karl-Marx-Straße in Küstrin-Kietz geweckt. Der massive Reiseverkehr von Polen vor den Feier- und Brückentagen sorgte dafür, dass die Fahrzeugkolonne weit zurückgestaut wurde. In Kostrzyn (Küstrin) auf polnischer Seite erfolgten die Pandemie-Kontrollen. Manschnows Ortsvorsteher Raimar Wendland, er ist auch Sprecher der Bürgerinitiative B1, berichtete von Wartezeiten von anderthalb Stunden. Bis weit nach Mitternacht standen die Fahrzeuge auch in der Karl-Marx-Straße, weil sich die Fahrer dort eine Stau-Umfahrung erhofft hatten. "Leider wurden auch die Grundstückszufahrten zugestellt", so Wendland. Er habe auch beobachtet, dass am Morgen des Feiertages Reisebusse und schwere Lkw über die nur für 7,5 Tonnen zugelassene Brücke rollten. Er sieht dies als einen Vorgeschmack auf die Situation nach 2025. Bis dahin wollen Polen und Deutschland eine neue Straßenbrücke bauen, die dann mit Lkw bis 40 Tonnen befahren werden darf.

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