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Neueröffnung
"Hahn im Glück" in Letschin bietet Wein, Kunst und mehr

Ungewöhnliches Sortiment: Heidi und Philippe Gross bieten Genussvolles in ihrem neuen Geschäft in Letschin.
Ungewöhnliches Sortiment: Heidi und Philippe Gross bieten Genussvolles in ihrem neuen Geschäft in Letschin. © Foto: Anett Zimmermann
Anett Zimmermann / 30.07.2020, 19:59 Uhr
Letschin (MOZ) Heidi und Philippe Gross fühlen sich wohl in Letschin. 2005 haben sie dort ein Haus gekauft, seit 2007 ist es ihr Hauptwohnsitz. "Die Entscheidung haben wir nie bereut", sagt sie.

"Wir genießen die Ruhe, die Weite. Hier ist es echt schön, kann man schneller Freundschaften schließen, die den Namen auch verdienen, als in Berlin." Sein französischer Akzent ist allerdings nicht zu überhören. Wer denkt da nicht an gutes Essen und guten Wein. Als Weinhändler mit inzwischen fast 25-jähriger Erfahrung kennt er sich da bestens aus.

Dabei habe er Soziologie studiert, sei dann aber unschlüssig gewesen und habe eine Friseurlehre auf der Kö in Düsseldorf absolviert. In den 1990er-Jahren sei er dann nach Berlin gegangen, auch im sozialen Bereich tätig gewesen, habe seinen Geschäftspartner kennengelernt – einen Winzersohn – und seine Frau. Sie werde es auch sein, die meist im Laden in Letschin anzutreffen ist.

In seiner Heimat würden Essen und Wein allerdings mehr zusammengehören als hierzulande, hat der 56-Jährige festgestellt und verweist darauf, in Berlin und Letschin häufiger nach einem Wein für die Zeit nach dem Essen gefragt zu werden. Sowohl Philippe als auch Heidi Gross antworten oft mit Gegenfragen. Klar, um im zu Monatsbeginn neu eröffneten "Hahn im Glück" passende Weine aus dem Sortiment empfehlen zu können. "Das wird noch wachsen", sagt er, der vor allem den Letschinern auch schon als Hühnerzüchter, Imker und Drehorgelspieler bekannt sein dürfte, und meint das Sortiment an sich. In Bezug auf Weine überwiegen die aus Frankreich. Deutschland, Italien und Spanien sind ebenfalls gut vertreten. Mit Interesse verfolgen sie auch das Weingut Patke in Pillgram im Nachbarkreis Oder-Spree.

Heidi Groß, aufgewachsen bei Dresden, kennt sich zudem gut bei sächsischen Weinen und denen aus der Saale-Unstrut-Region aus. Wer mit den beiden ins Gespräch kommt, kann über Anbaugebiete und Rebsorten gedanklich durch die Welt reisen, um dann zurück auf den Künstlerhahn im Schaufenster zu kommen, den der Berliner Manuel Wroblewski geschaffen hat. Bilder von Uwe Mücklausch, ebenfalls Berlin, sind in der Eröffnungsausstellung im Laden zu sehen. Alle sechs bis acht Wochen soll gewechselt werden.

Mit Franziska Labes, heute Hafenmühle Kienitz, hat Heidi Groß übrigens auch schon einen Trödelladen in Letschin geführt. Doch dafür war vielleicht die Zeit noch nicht reif. Und an "Hahn im Glück" hätten sie vor zwei Monaten selbst noch nicht gedacht, erzählt Philippe Gross. "Wir kamen mit dem Auto aus dem Kreisel, es schien die Sonne und wir haben den leerstehenden Laden gesehen." In dem seien zuvor Blumen verkauft worden, so Heidi Gross, was bereits zu ungewöhnlichen, aber sehr angenehmen Begegnungen geführt habe.

Kleine Präsente und Leckereien sowie Neues und Gebrauchtes sind im Laden ebenfalls zu entdecken. Alles, an dem ein Preis stehe, dürfe den Besitzer wechseln. Also auch das alte Büfett mit Kühlfach und Eierablage, die Wein- und anderen Gläser darin, Lampions und Lampen an der Decke, handgemachte Kochbücher von Jana Köhler, einer Freundin, Seife, Keramikdosen von Julia Mitschke aus Neuhardenberg, die Stapelstühle vor der Tür.

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