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Energiewende
Bau von Solarpark bei Wulkow geplant

Ein Investor will bei Wulkow einen neuen Solarpark errichten. (Symbolbild)
Ein Investor will bei Wulkow einen neuen Solarpark errichten. (Symbolbild) © Foto: Hendrik Schmidt/dpa
MOZ / 31.07.2020, 04:00 Uhr
Neuhardenberg (MOZ) "Es gibt Begehrlichkeiten, in Wulkow Solaranlagen aufzustellen", erklärte Neuhardenbergs Bürgermeister Mario Eska jüngst im Gemeinderat und übergab im Tagesordnungspunkt Mitteilungen das Wort an Alvo zu Knyphausen.

Der Investor mit Ländereien auf Rügen erläuterte, dass er im Geschäft der Solarstromproduktion aktiv sei. Dies solle auf marginalen, sprich weniger wertvollen Ackerflächen im Gemeindegebiet passieren. Er habe mit seiner Firma bereits Flächen in Sietzing und Falkenhagen als Eigentum und zur Pacht. Ebenso bei Wulkow. "Freiflächen-Dachanlagen haben wir schon in Deutschland an vielen Standorten realisiert", so der Investor.

Nun wolle er auch einen Solarpark hinter Wulkow errichten. Gebaut werden soll er linkerseits am Wanderweg auf Ackerland in Richtung Alt Rosenthal bis hinter zur Waldsiedlung. Von der Wohnbebauung in Alt Rosenthal sei man aber 300 bis 400 Meter entfernt. "Der Solarpark ist von außen kaum einsehbar, bekommt als Sichtschutz zu den Häusern auch eine Hecke." Die Investition würde eine ökologische Aufwertung bedeuten. Das  Ackerland habe nur unter 30 Bodenpunkte, sei von schlechter Qualität. Vorstellen könne sich Alvo zu Knyphausen auch, einen Netzanschluss vor Ort durch eine Edis-Leitung zu realisieren. Die Gemeinde Neuhardenberg könne auf Steuer-Einnahmen hoffen, zusätzlich biete er an, Projekte der Gemeinde wie Kita oder Schule zu unterstützen.

Investition für 40 Millionen Euro

Würde sich die Gemeindevertretung positiv zum Projekt äußern, könne das Planverfahren zum Bau der Solaranlagen losgehen. Aufstellen wolle er einen vorhabenbezogenen B-Plan, der durch die üblichen Gremien läuft, wobei Stellungnahmen von Behörden und Bevölkerung mit einfließen. Alvo zu Knyphausen sprach von einem Invest-Volumen von gut 40 Millionen Euro. Allein 35 Millionen Euro würden dabei die Anlagen kosten. Auf Nachfrage aus dem Gremium wurde klar: Entstehen soll ein 73 Hektar großer Solarpark mit einer erzeugten Leistung von 70 bis 80 MW. Geplante Inbetriebnahme sei im vierten Quartal 2022.

Auf Nachfrage von Hans-Jürgen Röchow (Quappendorf) zu Ausgleichsmaßnahmen wegen des verlorenen Ackers durch den Solarpark sprach der Investor vom geplanten Setzen von Hecken in Richtung Alt Rosenthal, sei aber auch offen für Ideen der Gemeinde. Am Ende dankte Bürgermeister Mario Eska für die Ausführungen. "Wir werden darüber beraten, geben es auch in die Ortsbeiräte und werden Sie dann zum Ergebnis informieren.

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