Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Nach zehn Jahren mit Ampel geht es los

Eins, zwei, drei: Und zu fünft stechen Rainer Schinkel, Monika Döppner-Smyczek, Verkehrsministerin Kathrin Schneider, Albrecht Klein vom Landesbetrieb Straßenwesen und Bürgermeister Andre Schaller (von links) den Spaten für den Ausbau der Straße zwischen
Eins, zwei, drei: Und zu fünft stechen Rainer Schinkel, Monika Döppner-Smyczek, Verkehrsministerin Kathrin Schneider, Albrecht Klein vom Landesbetrieb Straßenwesen und Bürgermeister Andre Schaller (von links) den Spaten für den Ausbau der Straße zwischen © Foto: MOZ /Gerd Markert
Irina Voigt / 27.02.2017, 19:25 Uhr
Hennickendorf (MOZ) Ganz traditionell mit einem feierlichen Spatenstich wurde am Montag der Baustart für die L 23 zwischen Hennickendorf und Torfhaus vollzogen. Das Land investiert 4,4 Millionen Euro in die Ortsverbindungsstraße.

Endlich - war ein Wort, das am Montagvormittag sehr häufig zu hören war. Ortsvorsteherin Monika Döppner-Smyczek sprach es mit großer Erleichterung aus. "Seit zehn Jahren leben wir hier mit der Ampel. In jeder Einwohnerversammlung sind die Straße und ihr Zustand Thema. Nun geht es endlich los", sagte sie beim feierlichen Baustart. Da würde man während der Bauzeit bis November nächsten Jahres auch die Sperrung und die Umleitungen aushalten können. "Winkt uns doch am Ende eine schicke Straße, sogar mit Radweg - der allerdings nur bis Torfhaus reicht."

Zum Baustart schwang sie den Spaten neben der Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD), Rainer Schinkel in Vertretung des Landrates, dem Vorstandsvorsitzenden des Landesbetriebs Straßenwesen, Albrecht Klein und dem Rüdersdorfer Bürgermeister André Schaller. Kathrin Schneider war ebenso gut gelaunt wie die Hennickendorferin. Denn "die Straßenbausaison 2017 startet heute mit dem Ausbau der L 23 zwischen Hennickendorf und Torfhaus". Wegen der schwierigen Bodenverhältnisse sei es ein vergleichsweise anspruchsvolles und kostenintensives Vorhaben, erklärte die Verkehrsministerin.

Das Projekt ist Bestandteil des Brandenburger 100-Millionen-Euro-Programms für Landesstraßen. Die Gesamtkosten betragen rund 4,4 Millionen Euro. Die Bauvorbereitung begann bereits im Oktober 2016, Fertigstellung ist Ende 2018 geplant.

Die Landesstraße 23 ist eine wichtige Straße für den regionalen Verkehr. Sie verbindet Rüdersdorf über Hennickendorf mit Strausberg und führt zum dortigen Bahnhof. "Wir sind ein Pendlerkreis", sagte Rainer Schinkel und hatte ausgerechnet, dass täglich 25 000 Märkisch-Oderländer in Richtung Berlin unterwegs seien und 8000 in umgekehrter Richtung. "Dafür brauchen wir vernünftige Verkehrsanbindungen", wozu ohne Zweifel die Ortsverbindung von Hennickendorf zum Strausberger Bahnhof gehören würde.

Diese Strecke befinde sich derzeit noch in einem sehr schlechten Zustand und wird nun auf einer Länge von 890 Metern in zwei Bauabschnitten ausgebaut. Jeder betonte aber auch, wie schwierig das Vorhaben sich gestaltet. Die Straße liegt an einem Hang, das erfordere unter anderem den Bau einer Stützwand. Und es bedürfe besonderer Maßnahmen im Untergrund. So müssten Säulen bis in den tragfähigen Baugrund versenkt und "ausgeformt werden". Deshalb geht das für die Zeit der Bauarbeiten nur mit einer Vollsperrung. Danach ist die Straße auch aufgrund zweier Mittelinseln und eines 2,50 Meter breiten separaten Geh- und Radweges sicherer. "Für die An Anwohner wird die Lärmbelastung durch den neuen Fahrbahnbelag sinken", erklärte die Verkehrsministerin.

Zusätzlicher Aufwand muss betrieben werden, da die neue Straße breiter als die Alte sein wird. Zudem führt sie durch ein Landschaftsschutzgebiet. Im vergangenen Jahr begann bereits die Vorbereitung der Baumaßnahme. Am Montag waren bereits die Bagger und Maschinen der bauausführenden Strabag bei der Arbeit.

Die Zuwegung zur "Futtermühle Lemke" in der Mühlenstraße wird während der Bauzeit aufrechterhalten. Die Zufahrt zum Abwasserpumpwerk in Höhe der Einmündung Mühlenstraße wird gewährleistet. Da der Bauabschnitt innerhalb eines Natur- und Landschaftsschutzgebietes liegt, kann die Zufahrt zum Baubereich nur über die Baustelle erfolgen.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG