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Kaum Märchenwald-Anblick

Durchforstung und Sicherheitsstreifen: Die im Vorjahr mit der Forst abgestimmten Maßnahmen um und in dem Wäldchen, das der Naturlehrpfad durchquert, haben in der Bevölkerung alles andere als Begeisterung hervorgerufen. Die maschinelle Bearbeitung hinterlä
Durchforstung und Sicherheitsstreifen: Die im Vorjahr mit der Forst abgestimmten Maßnahmen um und in dem Wäldchen, das der Naturlehrpfad durchquert, haben in der Bevölkerung alles andere als Begeisterung hervorgerufen. Die maschinelle Bearbeitung hinterlä © Foto: MOZ/Gabriele Rataj
Gabriele Rataj / 25.03.2017, 06:22 Uhr
Rehfelde (MOZ) Das grüne Herz inmitten von Siedlungsgebieten steht in diesem Jahr als Bürgerprojekt im Mittelpunkt ehrenamtlicher Bestrebungen. Notwendige forstliche Maßnahmen indes haben viele Akteure eher verstört. Bessere Kommunikation wurde auch am Dienstag gefordert.

Im jüngsten Bürgermeisterbericht an die Gemeindevertretung kam Reiner Donath nicht umhin, das Thema Baumfällungen und weitere Beschwerden in diesem Zusammenhang anzusprechen. Klagen zuhauf in der Bürgermeistersprechstunde und den Naturlehrpfad pflegende Heimatfreunde wie Kuno Adomeit, die angesichts jüngster Arbeiten im sogenannten Wäldchen schockiert bis resigniert seien, führte er an und forderte, bei geplanten Maßnahmen vorab unbedingt besser zu informieren.

Denn obgleich sich das Gelände zwischen Fuchsbergstraße, Klosterdorfer Weg, Strausberger und Blumenstraße derzeit gerade alles andere als eine Augenweide darstellt, ist es doch eine von Gemeinde, Amt und der Forstbehörde abgestimmte und geplante Maßnahme.

Trockenes und befallenes Gehölz zwecks Gefahrenabwehr aus dem Waldstück zu entnehmen, das sei das Anliegen, stellte Gemeindevertreter Klaus Emmerich (FÜR Rehfelde, Werder, Zinndorf) gegenüber der MOZ klar. Die Kinder aus Kita und Hort sollten keineswegs ihren "Märchenwald" verlieren und auch der Naturlehrpfad werde wieder hergestellt. Da sich die Arbeiten verzögert hätten, könne voraussichtlich erst am 3. April mit dem Schreddern des herausgenommenen Astwerks begonnen und die Reste bis zum Frühjahrsputz am 8. April aufgearbeitet werden.

Bei den gegenwärtig laufenden Arbeiten - Reste der im Herbst begonnenen Maßnahme - sei der Bewuchs entlang der Straßen für den geforderten Sicherheitsstreifen entfernt worden, sagte Wolfgang Bohm aus der Amtsverwaltung auf MOZ-Nachfrage. Neben dem Klosterdorfer Weg werde überdies die Straße dorthin entwässert.

Wenn es an der Fuchsbergstraße auch fast nach Kahlschlag aussieht, so führt Bohm zur Erklärung dafür doch mehrere Gründe an. So mussten im Zusammenhang mit dem neuen Komplex Betreutes Wohnen verschiedene Medien umverlegt werden, da sich die Leitungen sonst teilweise auf Privatland befunden hätten. Gleichzeitig sei ein Grundstück mit erschlossen worden, "wobei wir feststellen mussten, dass auch die Straße Ecke Blumenstraße/Blumenweg teils über Privatgelände geht". Hier Abhilfe zu schaffen, sei die Konsequenz. "Die Straße muss ein Stück verrückt werden, voraussichtlich Anfang Mai", erklärte Bohm.

Derzeit sei quasi nur ein Zwischenstand zu sehen, schaute der Amtsmitarbeiter voraus. Ganz schnell werde an den Außengrenzen wieder ein Waldsaum entstehen, zeigte er sich optimistisch. "Die vorübergehend eingelagerten Bänke und Tafeln werden überarbeitet und sukzessive wieder aufgestellt, beginnend an der Abenteuerwiese."

"Wie das Ganze gelaufen ist, ist nicht gut, aber dass es gelaufen ist, war notwendig", fasste Bürgermeister Donath im Gespräch mit der MOZ zusammen. "Nun müssen wir den Naturlehrpfad so hinbekommen, dass sich die jüngsten bis älteren Besucher dort auch wieder wohlfühlen."

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