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Anradeln in der Märkischen S 5-Region Magnet für Hunderte

Wetter und Touren führen zu "Sattelzwang"

Auf geht's: Mehr als 200 Radfreunde versammeln sich am Sonntagmorgen vor dem Neuenhagener Rathaus, um auf drei verschiedenen geführten Routen mit interessanten Zwischenstopps das Sattelfest auf dem Altlandsberger Marktplatz anzusteuern.
Auf geht's: Mehr als 200 Radfreunde versammeln sich am Sonntagmorgen vor dem Neuenhagener Rathaus, um auf drei verschiedenen geführten Routen mit interessanten Zwischenstopps das Sattelfest auf dem Altlandsberger Marktplatz anzusteuern. © Foto: MOZ/Gerd Markert
Gabriele Rataj / 01.05.2017, 20:37 Uhr
Altlandsberg (MOZ) Fast ein Klassiker - so ließe sich die 13. Auflage des Sattelfestes beschreiben. Sonntagswetter, immer wieder andere Routen mit interessanten Haltepunkten und motivierte Radfreunde haben das Anradeln in der Märkischen S 5-Region erneut zu einem Magneten werden lassen.

Ob spontan als Familie oder Paar aufgebrochen, von kenntnisreichen Insidern begleitet oder im Freundeskreis verabredet - strahlende Sonne lockte am Sonntag hunderte Radfreunde auf Räder, die die Welt bedeuten. An so einem Tag herrsche beinahe Sattelzwang, fand der vom Sport bekannte Moderator Uli Jansch einen passenden Ausdruck für die unentwegt auf dem Marktplatz eintreffenden Radler.

Unterwegs hatten diverse Angebote, von Bürgern und Vereinen liebevoll vorbereitet, auf die Radler gewartet. "Mach mal Pause im Mittendrin!" Unter diesem Motto öffnete beispielsweise der Wegendorfer Förderverein Dorfkirche die Türen für hungrige und durstige Radfahrer auf ihrem Weg. Schon traditionell würden diese mit selbstgebackenen Kuchen, Schmalz- und Kräuterbutterstullen, Kaffee und alkoholfreien Getränken beköstigt, so Vereinsmitglied Torsten Peper.

Und jedes Mal sei das Erstaunen groß, dass es "hier so etwas gibt. Nicht nur die freundliche Atmosphäre, auch die schöne Kirche, die immer eine Radlerpause wert ist." Zufrieden und um einige Eindrücke reicher fuhren die Pedalritter trotz fehlender Radwege über Stock und Stein von dort weiter.

Unter den ständig Ankommenden, von Elke Peper mit Witz, Charme und Herz begrüßt, waren wie alljährlich nicht nur sportliche Bürgermeister, die sich in die Sternfahrt-Touren aus ihren Gemeinden einreihten. Auch Charlotte Henze, die "Rad-Oma", wie Michael Drabinski vom Radsport-Veranstalter im Scheunenviertel, dem MTV Altlandsberg, die 88-jährige Stamm-Teilnehmerin liebevoll nannte - "ein Vorbild für jeden Radfahrer".

Andere rollten mit nagelneuem Rad an wie der 81-jährige Horst Schlegel. Sonst 4000 bis 6000 Kilometer im Jahr unterwegs, habe ihn die Gesundheit gezwungen, auf E-Bike umzusteigen, verriet der Fredersdorfer, der sich die persönliche Codenummer bei der Verkehrswacht eingravieren ließ. Aufs Tandem gestiegen waren Paula (8) und Opa Dietmar, die sich der Tour aus Bernau angeschlossen hatten. Mal ruhe Opa aus und sie radele bzw. umgekehrt, meinte das Mädchen.

Ausgesprochen sportlich der Auftritt zweier Teilnehmer aus der Märkischen Schweiz. Quasi als Vorbereitung aufs Buckower Radfest waren Amtsdirektor Marco Böttche und Stadtverordneter Klaus Müller in die Pedale getreten. Ganz anderer Natur das Reha-Sesselrad, mit dem Dietrich Fangohr aus Hoppegarten anradelte. Da es mit dem Laufen nicht mehr richtig klappe ...

Als stetig umringtes Coffee-Bike oder schneeweiße, rosenbestückte Hochzeits-Rikscha traten weitere Varianten von Fahrrädern in Erscheinung. Mehr Aufmerksamkeit verdient hätten indes der MOL-Cycling-Cup und die Kleine Friedensfahrt am Vormittag im Scheunenviertel, verhehlten die Veranstalter nicht. Gehe es doch auch darum, den Rad-Breitensport nicht ins Abseits zu drängen.

Als Altlandsberger Heimspiel konnten die Stände rund um den Marktplatz gelten. Von knackigen Wesendahler Äpfeln über verführerisch Duftendes aus Wegendorfer Backöfen bis zu Kaltem aus der Eisdiele der Chladeks wurden die Angebote gern angenommen. Mit viel Engagement und seit der ersten Stunde dabei vervollständigten Fahrradhof, Freundeskreis Stadtkirche, Tourismusverein, Stadtinformation, Jugendrotkreuz und die Fredersdorfer Einradgruppe das Puzzle rund um ein gelungenes Sattelfest. Und als dann noch der Bürgermeister das Fass mit dem erstmals in der Sozietäts Brauerei und Brennerei Altlandsberg gebrauten Maibock angestochen hatte, war die Welt in Ordnung.

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