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Barrierefreiheit immer wichtiger

Jens Sell / 17.08.2017, 17:20 Uhr
Strausberg (MOZ) In Strausberg leben 6033 behinderte Menschen mit einem Grad der Behinderung von 30 Prozent und mehr. Das sind rund 23 Prozent aller Strausberger. Die Tendenz sei steigend, sagt die Behindertenbeauftragte der Stadt, Kerstin Wendt: "Mit einer Behinderung geboren sind die wenigsten von ihnen. Die meisten Menschen bekommen die Beeinträchtigungen im Laufe ihres Lebens durch Krankheit, Alter oder Unfall."

In ihrer Arbeit als Behindertenbeauftragte, die sie neben ihrer Stelle als Kita-Sachbearbeiterin ausübt, spüre sie viel Dankbarkeit. Schon die Tatsache, dass es in der Stadt eine Behindertenbeauftragte gebe, werde anerkannt, sie werde zunehmend und gerne in Anspruch genommen, sei es für Beratungsgespräche, zur Vermittlung oder für Informationen. Strausberg sei sogar Vorreiter in der Region. Immerhin ist die Stadt der Erklärung von Barcelona beigetreten und hat ein Konzept mit Maßnahmenkatalog, der jährlich erweitert wird.

Das Thema Barrierefreiheit ist der Schwerpunkt in diesem Maßnahmenkatalog. Der betrifft auch die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt, speziell ihren Internetauftritt. Der soll zumindest barriereärmer gestaltet werden, indem zum Beispiel die Menüführung und die Navigation vereinfacht werden, Farben, Kontraste, die Zugänglichkeit für Blinde, Taubstumme und Menschen mit Lernbeeinträchtigungen sollten verbessert werden, erläutert die Behindertenbeauftragte. Im Alltag der Behinderten wichtig sind aber vor allem die Zugänglichkeit öffentlicher Gebäude und Verkehrsmittel für Menschen mit Defiziten.

Kerstin Wendt bilanziert, dass schon alle Punkte aus dem Maßnahmenkatalog, die die Strausberger Eisenbahn betreffen, umgesetzt werden konnten: "Somit hat Strausberg eine barrierefreie Straßenbahn." Seit Februar gibt es auch akustische Fahrgastinformationen mit Haltestellenansage in den Bussen der Mobus GmbH. Zudem senke der Kommunalservice im Rahmen laufender Reparaturen und Instandhaltungen an Geh- und Radwegen die Borde ab. Derzeit wird der Bahnhof Strausberg-Stadt mit seinem Umfeld neu gestaltet. Dabei entsteht auch ein zweiter barrierefreier Zugang zum Bahnsteig. Der Maßnahmenkatalog soll fortgeschrieben werden.

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