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Zum Jubiläum des deutsch-polnischen Liederwegs singen am Sonntag Chöre und Wandersleute gemeinsam

Schnürschuh und Goldkehle

Liedtafeln am Liederweg: Volkstümliches Liedgut aus Deutschland und Polen soll an 25 Stationen zum gemeinsamen Singen anregen (hier bei Werder).
Liedtafeln am Liederweg: Volkstümliches Liedgut aus Deutschland und Polen soll an 25 Stationen zum gemeinsamen Singen anregen (hier bei Werder). © Foto: MOZ/Gabriele Rataj
Gabriele Rataj / 06.09.2017, 07:15 Uhr
Rehfelde (MOZ) Seit 2012 gibt es zwischen den Ortsteilen von Rehfelde den deutsch-polnischen Liederweg. Das fünfjährige Jubiläum dieses touristischen Angebotes wird am Sonntag mit dem 12. Rehfelder Wandertag verbunden. Dann wird auch ein neuer Rastplatz mit Liedsteinen eingeweiht.

Der Singkreis der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat es getan. Eine kleine private Wandergruppe aus Ludwigsfelde ebenfalls. Die Zeese-Wandergruppe aus Berlin bedankt sich sogar mit einer DVD dafür. Und mit eigener Gitarrenbegleitung machte sich die Berliner Wandergruppe BBG auf die Socken.

Nicht in die Alpen und auch nicht in den Spreewald ging es, wie im Gästebuch im Tourismuspavillon am Rehfelder Bahnhof vermerkt ist, sondern munteren Fußes auf den Rehfelder deutsch-polnischen Liederweg, der durch alle drei Ortsteile der Kommune Rehfelde führt.

Seit seiner Eröffnung im Oktober 2012 haben nachweislich zu allen Jahreszeiten sowohl organisierte und teils geführte als auch spontane Wanderungen von kleineren und größeren Gruppen, Schulklassen, Studenten, Familien, Chören, Seniorengruppen dort stattgefunden - Beleg dafür, dass es sich bei der Liederweg-Anregung der stellvertretenden Bürgermeisterin Heidrun Mora zum Ehrenamtstag 2011 nach einem von Familie Hoffmann aus Sachsen mitgebrachtem Tipp keineswegs um eine Schnapsidee gehandelt haben muss.

Aufgegriffen von der Gemeinde, speziell vom Arbeitskreis Rehfelder Tourismus (ART) und Mitgliedern des Rehfelder Sängerkreises, umgesetzt auch mit Hilfe der Arbeitsfördergesellschaft und unterstützt von Sponsoren, laden ein kleinerer oder größerer Rundkurs dazu ein, sich mit lang überlieferten Volksweisen, mit dem dörflichen Umfeld, in dem diese gesungen wurden, mit dessen Historie, Architektur und Brauchtum zu beschäftigen.

Zwölf Kilometer durch Dorf und Flur, 25-mal Stopp an steinernen Wegemarken mit fröhlichem Gesang und drei bis fünf Stunden in gemeinsamer Bewegung an frischer Luft - wer den deutsch-polnischen Liederweg auf seiner großen Runde einmal absolviert hat, kann es auf beachtliche 33 Lieder bringen. Textzeilen dafür finden sich auf kleinen Tafeln an den Liedersteinen ebenso wie in Liederheftchen, die man bekommen kann, und QR-Codes auf jeder Tafel führen zu einem Link mit dem jeweiligen Lied.

Das alles soll am Sonntag zum 12. Rehfelder Wandertag, der ins fünfte Jahr des Liederwegs und das 30. Gründungsjahr des Rehfelder Sängerkreises fällt, in passender Form gefeiert werden. Also werden die Wanderschuhe geschnürt, Gäste und Interessierte sind eingeladen und los geht es nach Ankunft des Zuges um 10 Uhr am Notenschlüssel aus Buchsbaum neben dem Tourismuspavillon über Werder nach Zinndorf und zurück.

Zu den Stationen gehören um 12.30 Uhr die St.-Annen-Kirche Zinndorf, wo gemeinsam mit Sängern aus Rehfelde, der polnischen Partnerstadt Zwierzyn und Pulsnitz-Oberlichtenau, wo der erste deutsche Liederweg entstanden war, geträllert wird.

Um 13.15 Uhr wird mit zwei neuen Liedern ein weiterer Wanderrastplatz eingeweiht und Mittagsrast gemacht. Danach kann jeder selbst entscheiden, ob er auf dem kurzen oder langen Wege wieder Rehfelde erreichen will, wo am Haus H&M bei Kaffee, Gesprächen, Gesang und Grillbuffet der Tag ausklingt.

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