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Unterhaltsamer Stadtrundgang durch Buckow mit Heinz Reincke

Anekdoten über Rosen und Sandpisten

Übersichtlich: Die Tafel im Schlosspark enthält viele Details aus der Ortsgeschichte, wie Heinz Reincke erklärt.
Übersichtlich: Die Tafel im Schlosspark enthält viele Details aus der Ortsgeschichte, wie Heinz Reincke erklärt. © Foto: Reinhard Pfeiffer
Reinhard Pfeiffer / 27.09.2017, 06:40 Uhr
Buckow (MOZ) Grau und tief hingen die Wolken am Sonntag über der Stadt. Doch ein Fontane hätte sich nicht abhalten lassen, sich umzuschauen, und die Gäste der Führung auch nicht. Und so führte Heinz Reincke kenntnisreich und sachkundig durch Buckow. Start war am Alten Warmbad und man erfuhr als Erstes, dass es einst zwei Orte waren. Klein und Groß Buckow, der Stobber trennte die Orte, die dann erst 1817 vereint wurden.

Gegründet 1225 von Heinrich dem Bärtigen, Herr des Lebuser Landes, als Grenzburg. 1253 bemächtigte sich das Bistum Magdeburg des Ortes und siedelte Deutsche an. Bedeutend wurde der Ort erst durch seinen Hopfenanbau. Im Stadtpark stand dazumal der Herrensitz, erbaut 1674 vom Feldmarschall Heyno Heinrich von Flemming, welcher wohl ein rabiater Bursche gewesen sein soll, denn er lag, so die Legende, im Dauerstreit mit der Stadt, soll sogar drei Kanonen auf den Ort gerichtet haben, um seinen Willen durchzusetzen. Eine der Kanonen ist heute im Besitz der Buckower Kanoniere.

Durch die ehemalige Töpfergasse ging es zum ehemaligen Roten Haus, dem Sitz des Lokators. Herr über die Ländereien, die an deutsche Kolonisten vergeben wurden. Gleich daneben die Sandbergstraße, die der preußische König Fridrich Wilhelm der IV. befuhr. Sie war sehr holprig. Um nun den König nicht zu sehr durchzurütteln, machte man aus ihr eine provisorische Sandpiste. Aber vielleicht auch, um endlich Geld zu erhalten für den Straßenbau, benannte man sie um in Königstraße. Taler gab es keine, aber der Name blieb.

Im Pfarrhaus logierte einst Bismarck während eines Manövers. Heinz Reincke enthüllte auch, was es mit den Rosen auf sich hat, für die Buckow berühmt ist.

Da der Ort unansehnlich war, befahl die damalige Stadtverwaltung, vor den Häusern Rosen zu pflanzen. Diese wurden sogar an den Berliner Hof geliefert, hieß es. Und so gab es noch manche Schnurre zu hören und die Teilnehmer dankten dem Stadtführer dafür herzlich.

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