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Unternehmen bietet neuen Studienkurs für künftige Verkehrspiloten an und will in Strausberg expandieren

Pilotenausbildung
Aerotours startet durch

Detlef Klementz / 12.10.2017, 07:30 Uhr
Strausberg (MOZ) Die Aerotours GmbH in Strausberg hat gegenwärtig an die 200 Flugschüler in Ausbildung. Neu ins Programm aufgenommen worden ist der Studiengang "Unternehmensmanagement", der ein BWL-Studium mit dem Erwerb der Verkehrspilotenlizenz verbindet.

Das Angebot gibt es erst sei wenigen Wochen. "Aber wir haben schon die ersten Teilnehmer", sagt Robert Hanke, der mit seinem Vater Michael an der Spitze des Unternehmens steht. Während für den theoretischen Teil die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde ins Boot geholt wurde, findet die Praxis in Strausberg und Berlin-Schönefeld statt. Neu sei die Einbeziehung der Luftfahrt, erklärt Hanke. Dadurch seien künftige Verkehrspiloten breiter aufgestellt. Wenn sie beispielsweise ihre medizinische Tauglichkeit für das Cockpit verlören, können sie in Luftfahrtunternehmen tätig werden. Oder dort die Zeit bis zu einer Anstellung als Pilot überbrücken.

Bis zu 20 Teilnehmer können pro Jahr in den Studiengang aufnehmen, mit dem "wir in den neuen Ländern Vorreiter sind", wie Hanke berichtet. Und weil es eine staatliche Hochschule sei, fielen die Studiengebühren weg. Gezahlt werden müssten lediglich die Semestergebühren (rund 250 Euro, einschließlich Semesterticket). Und natürlich die Pilotenausbildung. "Mit 65 000 Euro sind wir da vergleichsweise günstig", weiß Hanke.

Aber Aerotours setzt nicht nur auf Ausbildung, sondern verdient vor allem mit Geschäfts- und Frachtflügen gutes Geld "Im Schnitt haben wir drei bis vier Flüge in der Woche", sagt der Juniorchef. Und das durch ganz Europa. "Politiker, Geschäftsleute, Künstler, mit uns sind schon viele geflogen", sagt er, möchte aber keine Namen in der Zeitung lesen. Im Frachtverkehr geht es vor allem um Autoteile und um radioaktive Kontrastmittel für medizinische Zwecke. Auch als Ambulanzen sind seine Maschinen unterwegs. Derzeit verfüge Aerotours über 13 Flugzeuge, die jeweils bis zu sechs Passagiere befördern könnten. Im Unternehmen sind inzwischen zwölf feste Mitarbeiter und etwa 60 Honorarkräfte für die Ausbildung angestellt.

Was die künftige Entwicklung betrifft, so schauen Geschäftsführer Michael und Sohn Robert Hanke optimistisch in die Zukunft. Im kommenden Jahr soll am Flugplatz investiert werden. Der Juniorchef spricht von 2,5 Millionen Euro. Dafür sollen neben der gegenwärtigen Baustelle der Apus Aeronautical Engineering GmbH - die Entwicklungsdienstleistungen in der Luftfahrt anbietet - ein Bürogebäude und zwei Hangaranlagen entstehen. Dort will Aerotours dann nicht nur eigene Flugzeuge instand halten und warten, sondern auch Fremde. Zudem soll dort ein Airbus A 320-Flugsimulator installiert werden. Zusätzlich zu jenem Simulator im derzeitigen Firmendomizil, an dem bereits seit fünf Jahren ausgebildet wird.

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