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Hunderte liefen in Eggersdorf bei Müncheberg, Strausberg und Neuenhagen dem neuen Jahr entgegen

Den Laufpass gegeben

Irina Voigt / 02.01.2018, 07:12 Uhr
Strausberg (MOZ) Silvesterläufe erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Bevor es ans große Schlemmen und Genießen in der Nacht des Jahreswechsels geht, tun viele Läufer noch etwas für ihre Gesundheit oder wenigstens etwas für ihr gutes Gewissen.

Der Glühwein, den Gastwirt Olaf Tonk vor der Fliegenden Kiste auf dem Landeplatz in Eggersdorf bei Müncheberg vorsorglich bereitgestellt hatte, wurde erst mal keines Blickes gewürdigt. Auch die Pfannkuchen blieben unangebissen. Zuerst kam am Silvestertag der Sport. Die Fremdenführerin und engagierte Freizeitsportlerin Silvia Plötz hatte es wieder einmal geschafft, über 30 Männer und Frauen und auch Kinder zum Laufen zu animieren. "Nachdem es seit 1998 keinen Silvesterlauf mehr gab, sind wir 2012 neu gestartet", sagt sie. Und das zwischen den Flugzeugen. "Wir haben in der Betreibergesellschaft einen guten Partner gefunden - und wir müssen da auch nichts für bezahlen", sagt sie. Und ruft dann die Läuferinnen und Läufer zur Erwärmung an die Startlinie. Und die befindet sich passenderweise zwischen einer Cessna und einer alten französischen Militärmaschine.

Damit können die Strausberger zwar nicht aufwarten, aber sie haben als Kulisse den Wasserturm und das Seeufer. Hier trafen sich über 200 Sportlerinnen und Sportler zum 13. Strausberger Silvesterlauf. "Es geht um den Spaß, einmal ganz ohne Zieleinlauf, Zeiten oder Entfernungen", sagt Jörg Knobloch, einer der Hauptorganisatoren des Strausberger Silvesterlaufes. "Allein wäre das nicht zu stemmen", sagt er und verweist auf Arno Schulz, TGA Heinemann und LKK Klimatechnik, die ihm treu zur Seite stehen, als Sponsoren und auch als Helfer am Veranstaltungstag. Die Strecke linker Hand des Strausseeufers wurde noch einmal gereinigt, damit sich keine Pfützen bilden. Das weiß Bürgermeisterin Elke Stadeler von ihren Wegewarten, die, wie es Tradition ist, dann den Startschuss gibt. Die Läufer können die Länge ihrer Laufstrecke frei wählen und umkehren, wo es ihnen behagt. Umkehrpunkt für die längste Variante ist die Seespitze. Man kann auch an der Fähranlegestelle nach zweieinhalb Kilometern umkehren oder noch weiter laufen. So manch einer bringt es so auf eine komplette Seerunde.

Mit dabei in der Tasche ist der "Laufpass". Dort hinein kommt jedes Jahr ein weiterer lustiger Aufkleber. "Und neben dem Namen sollte wegen der Vergleichsmöglichkeiten über die Jahre auch das Gewicht des Inhabers eingetragen werden", sagt Knobloch mit einem verschmitzten Lächeln. Und gibt für die ersten Läufer, die zurück sind die von Bäcker Henning gesponserten Pfannkuchen frei.

Das größte Läuferfeld hat sich in Neuenhagen auf dem Gelände des Gutshofes eingefunden. Landwirt Uwe Schmutzler hat neben dem gewohnten Startpunkt auch für Strom und Wasseranschluss gesorgt, freuen sich die Organisatoren des Handballvereins. 363 Läuferinnen und Läufer tragen sich in die Starterlisten ein. Das Teilnehmerfeld der Kleinen ist auch in diesem Jahr beachtlich, als sie als Erste auf ihre Crossstrecke entlang der Trainierbahn geschickt werden, nachdem die Silvesterrakete den Start verkündete.

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