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Grün-Weiß Ahrensfelde schlägt im Finale der 16. Turnierauflage Titelverteidiger Eintracht Mahlsdorf nach Neunmeter-Schießen

Hallenfußball
Neuling überrascht beim Giebelsee-Cup

Manchmal blitzte technisches Können auf: Der Strausberger Wael Karim (links) im Duell mit Marvin Ghaddar (Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf)
Manchmal blitzte technisches Können auf: Der Strausberger Wael Karim (links) im Duell mit Marvin Ghaddar (Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf) © Foto: Edgar Nemschok
Edgar Nemschok / 08.01.2018, 05:38 Uhr
Petershagen-Eggersdorf (MOZ) Der 16. Giebelsee-Cup des SV Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf endete mit einer kleinen Überraschung. Die Gäste von Grün-Weiß Ahrensfelde holten sich den Pokal und sorgen für ein Novum bei diesem beliebten Hallenfußballturnier.

"Sie kamen, sahen und siegten", sagte Cup-Moderator Jörg Jankowsky und rief die Grün-Weißen aus Ahrensfelde zur Siegerehrung. Auch für Grün-Weiß Trainer Sven Orbanke war der Ausgang des Turniers eine kleine Überraschung. Er hatte mit seinen Männern aus der Landesklasse seinen ehemaligen Verein aus der Berlin-Liga und zugleich den Titelverteidiger geschlagen. "Was soll ich sagen, ich bin sehr glücklich", sagte er nach einem langen Turnier.

"Heute schlagen wir nach altem Brauch unseren Gegner mit dem Hammer auf den Bauch ...", sangen die Randberliner ausgelassen und tanzten im Kreis um den neuen Giebelsee-Cup herum. Mit dem Hammer war übrigens ein "grün-weißer Hammer" gemeint.

Den alten Pokal durften die Mahlsdorfer, nachdem sie ihn bereits dreimal gewonnen hatten, behalten. Olaf Borchardt, Bürgermeister der Gemeinde Petershagen-Eggersdorf, spendierte den neuen Cup. Borchardt musste auch gleich zum Torwandschießen ran und sich zum Auftakt des Turniers mit der Bierkönigin von Altlandsberg, Wioletta Lasch, und Stefanie Weiß von Blau-Weiß messen. Nur Wioletta Lasch traf einen ihrer sechs Schüsse.

Doch dann ging es endlich los - Fußball pur. So richtig hatte Ahrensfelde wohl niemand auf der Rechnung - außer einer: Jörg Ulbrich, Trainer bei der SG Bruchmühle: "Ich hatte beim Training am Dienstag noch davon gesprochen, dass ich genau das Finale sehe." Ein echter Fachmann eben.

Bei Turnierbeginn wurde allerdings von ganz andere Favoriten gesprochen. Der FC Strausberg oder Blau-Weiß Petershagen-Eggerdsorf und natürlich Eintracht Mahlsdorf standen ganz oben auf der Favoritenskala.

Im Auftaktspiel traf die SG Bruchmühle und Cup-Verteidiger Eintracht Mahlsdorf aufeinander. Die Bruchmühler sind in der Turniergeschichte schon etwas ganz Besonderes. Sie waren in allen Auflagen dabei und standen dabei erst einmal selbst im Finale. Und noch etwas besonderes gehört zu ihnen und zeigt, wie der Verein heute sportlich funktioniert. Mit Christian Brutschin (36 ) hatten sie einen der ältesten und ganz sicher auch einen der besten Turnierspieler in ihren Reihen, mit Maximilian Tutschke, gerade erst 18 geworden, auch einen der Jüngsten in ihren Reihen. Die Partie ging mit 3:0 glatt an Mahlsdorf. Für die erste Überraschung sorgte dann Ahrensfelde, als es gegen Victoria Seelow aus der Oberliga Nord mit 4:2 gewann.

Ein echter Turnierhöhepunkt wurde dann das letzte Vorrundenspiel zwischen Gastgeber Blau-Weiß und dem FC Strausberg. Und endlich kam so etwas wie echte Turnierstimmung auf. Gesänge, auch wenn sie manchmal nicht ganz jugendfreie und teilweise auch unter der geschmacklichen Gürtellinie- aber waren, gab es zu hören und es wurde auch seitens der Zuschauer ein wenig lauter in der Giebelsee-Halle. Der Favorit aus der Oberliga ging durch seinen Winterneuzugang Faton Ademi mit 1:0 in Führung. Doch kurz danach sicherte Silvan Küter den Ausgleich. Strausberg gewann dann aber doch mit 2:1. Beide waren da aber schon fürs Halbfinale qualifiziert.

Richtig aufregend wurde es dann in den Platzierungsspielen. Der FC Strausberg, im Halbfinale an Ahrensfelde mit 0:4 und Blau-Weiß an Mahlsdorf mit 2:5 gescheitert, trafen somit erneut aufeinander. Blau-Weiß spielte sich in einen Rausch und gewann sage und schreibe mit 7:2. Herausragend dabei Silvan Küter, der einen Hat-Trick in der Schlussphase hinlegte und zugleich Torschützenkönig (sieben Treffer) des Turniers wurde.

Somit bestritten Vorjahrssieger Eintracht Mahlsdorf und der Turnierneuling das Finale. Und hier passierte lange Zeit gar nichts. Beide Teams belauerten sich mehr, als selbst aktiv zu werden. So endete ausgerechnet das Finale als einzige Partie des 16. Giebelsee-Cups torlos - Neunmeterschießen. Das war dann auch schnell beendet. Ahrensfelde gewann mit 2:0.

Unter dem Strich waren vor allem die Betreuer zufrieden, dass sich kein Spieler ernsthaft verletzt hatte. Nur aus Seelow gab es die Meldung, dass sich Stürmer Ronaldo Cavalcante einen Muskelfaserriss zugezogen hatte und somit hatten Rettungssanitäter Julian Teschner und Mario Pastille wenig zu tun.

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