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Technische Universität Dresden fragt per Telefon nach Alltagsverkehrsmitteln und Entfernungen

Umfrage
Rüdersdorfer Mobilität im Visier

© Foto: MOZ/Gerd Markert
Irina Voigt / 12.01.2018, 06:32 Uhr
Rüdersdorf (MOZ) In einer aktuellen Umfrage in Rüdersdorfer Haushalten geht es u. a. darum, ob und mit welchen Verkehrsmitteln sie im Alltag unterwegs sind und welche Entfernungen dabei zurückgelegt werden.

Ende vergangenen Jahres beschloss der Kreis die finanzielle Unterstützung von Investitionen des öffentlichen Personennahverkehrs. Der größte Posten ging an die Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn. 396 645 Euro wurden als Zuschuss für die Grunderneuerung von Gleisanlagen bewilligt. Die Bahn verkehrt zwischen Friedrichshagen und Rüdersdorf.

Diese alltägliche Mobilität der Rüdersdorfer steht auch im Mittelpunkt einer Haushaltsbefragung, die gerade von der Technischen Universität Dresden gestartet wurde. Die Untersuchung sei Teil des Forschungsprojektes "Mobilität in Städten - SrV 2018", das in mehr als 120 deutschen Städten und Gemeinden zeitgleich läuft, wird dazu mitgeteilt.

In der Befragung gehe es auch darum, ob und mit welchen Verkehrsmitteln die Rüdersdorfer im Alltag unterwegs sind und welche Entfernungen dabei zurückgelegt werden. "Da wird beispielsweise auch nach Führerscheinbesitz, Erreichbarkeit von Haltestellen und dem Zeitaufwand für die täglichen Wege gefragt", heißt es in der Information dazu.

Die anonymisierte Auswertung der Daten solle ein aktuelles Bild der stadt- bzw. gemeindespezifischen Verkehrsentwicklung liefern, hofft man an der Uni. Es werde ergänzt durch den Vergleich mit Städten bzw. Gemeinden ähnlicher Größenordnung. Die Befragung von mehr als 150 000 Personen erlaube darüber hinaus die Analyse stadtübergreifender Trends.

Die Befragung hat im Januar begonnen und läuft über zwölf Monate. Die Adressen der ausgewählten Haushalte wurden per Zufallsverfahren aus dem Einwohnermelderegister gezogen. "Diese Haushalte erhalten ein Ankündigungsschreiben, das sie über die Befragung informiert und um ihre Mitwirkung bittet. Die Teilnahme an der Erhebung ist freiwillig."

Die Erhebung wird als telefonisch-schriftliche Befragung durchgeführt. Für die komfortable Erfassung der Antworten steht am Telefon geschultes Interviewpersonal zur Verfügung. Alternativ bestehe auch die Möglichkeit, die Fragen über einen Online-Zugang im Internet zu beantworten. Auch eine Telefonhotline und ein Webchat seien eingerichtet.

Mit der Durchführung der Erhebung hat die TU Dresden das Leipziger Institut Omnitrend GmbH beauftragt. Die Einhaltung der Bestimmungen des Datenschutzes sei gewährleistet, wird zugesichert. Das als "System repräsentativer Verkehrsbefragungen" konzipierte Projekt wurde an der TU Dresden bereits 1972 begründet. Durch die regelmäßige Wiederholung alle fünf Jahre liegen Erkenntnisse zur Verkehrsentwicklung über einen Zeithorizont von mehr als 40 Jahren vor. Sie zeigen unter anderem, dass Mobilität und Verkehr stadt- und gemeindespezifisch große Unterschiede aufweisen können. Umso wichtiger sei es, die örtliche Verkehrsplanung durch regelmäßige Aktualisierung der Datengrundlagen zu unterstützen, heißt es.

Die Gemeinde Rüdersdorf und die TU Dresden bitten alle ausgewählten Haushalte, sich an der Befragung zu beteiligen. "Jeder Haushalt steht stellvertretend für einen Teil der gesamten Bevölkerung und wird deshalb gebraucht." Nur durch die aktive Mitwirkung möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger können repräsentative Daten gewonnen werden, die für eine bedarfsgerechte Verkehrsplanung unerlässlich sind.

Auch Personen, die nur selten unterwegs sind, werden ausdrücklich zur Mitwirkung aufgerufen, da das Verkehrsverhalten der gesamten Wohnbevölkerung erfasst werden soll.

Weitere Informationen sind unter http://tu-dresden.de/srv2018 zu finden. Für Rückfragen steht unter 0800 830 1 830 ein kostenloses Infotelefon zur Verfügung.

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