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Mehr als 100 Zuhörer "besuchten" mit Otfried Schröck das Rote Luch

Winterseminare
Anfangs reichten die Stühle nicht

Am Rande des Roten Luchs: die ehemalige Siedlung Grünhorst
Am Rande des Roten Luchs: die ehemalige Siedlung Grünhorst © Foto: Manfred Ahrens
Gabriele Rataj / 17.01.2018, 20:28 Uhr
Waldsieversdorf (MOZ) Es wurde eng im Waldkautz bei Veranstaltung Nr. drei der Reihe "Waldsieversdorfer Winterseminar". Denn mehr als 100 Gäste und Zuhörer hatten mit Otfried Schröck Torfstecher, Lebensreformer, Zöglinge, Wanderarbeiter, Gummizüchter und Kalte Krieger im Roten Luch "besuchen" wollen.

Grund genug für Sylvia Koszinski und Claus Dalchow, über diesen bemerkenswerten Abend zu informieren. Zwei Stunden waren die Besucher mitgenommen worden auf eine Reise durch die Zeit - "von naturräumlichen Entwicklungen der Talwasserscheide zwischen Nord- und Ostsee über die Torfgewinnung und Entwässerung bis zur Kulturlandschaft. Als Ort für Gemeinschaften unterschiedlichster Couleur, je nach Zeitgeist und Eigentumsverhältnissen, beleuchtete Otfried Schröck die Nutzung und Bebauung im Roten Luch", schreiben sie. Nicht zuletzt habe er den Kreis zu den derzeitigen Bewohnern und Nutzern dieser Landschaft geschlossen: zu Biber, Wild und Kranich.

Grundlage für die fundierten Ausführungen Schröcks sei sein historisches Interesse zunächst an Waldsieversdorf als seinem Heimatort, dessen Ortschronist er quasi ist, aber auch seine berufliche und private Passion für die nähere Umgebung. Recherchen und Archivbesuche, persönliche Kontakte, Gespräche und ein breites Netzwerk seien sein riesiger Fundus, wird von Koszinski und Dalchow konstatiert. Die überbordende Zahl der Gäste belege die Wertschätzung für sein außergewöhnliches Engagement.

Ohne die spontane Unterstützung von Waldsieversdorfern, für die die Namen Bade, Oppelt und Gunia sowie überdies Beator stehen, zur Bereitstellung zusätzlicher Stühle und einer Mikrofonanlage hätten viele stehen und angestrengt lauschen müssen.

Das nächste Seminar wird wegen der Winterferien auf den 15. Februar, 19 Uhr, im Waldkautz verlegt. Zu beachten sind die Online-Ankündigungen.

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