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Amtsdirektor verspricht neues Feuerwehrgebäude fürs nächste Jahr / Beispielgebende Jugendarbeit

Feuerwehr
Jahresbilanz im Spritzenhaus

Angetreten: Die ausgezeichneten und geehrten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Zinndorf vor ihrem Spritzenhaus.
Angetreten: Die ausgezeichneten und geehrten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Zinndorf vor ihrem Spritzenhaus. © Foto: MOZ/Irina Voigt
Irina Voigt / 05.02.2018, 07:30 Uhr
Zinndorf (MOZ) Einsatzzahlen, Bilanzen und Ausblicke auf neue Herausforderungen standen im Mittelpunkt der Berichterstattung des Wehrführers Marko Schrot. Viel Lob und Anerkennung wurde den Zinndorfern von Amt und Kreis für ihre Nachwuchsförderung gezollt.

32-mal rückte die Zinndorfer Feuerwehr im vorigen Jahr aus. Das waren, geschuldet den beiden Sturmtiefs und den Überschwemmungen, das Doppelte an Einsätzen im Vergleich zu anderen Jahren. Die 32 Einsatzkräfte hatten es vor allem mit technischen Hilfeleistungen und abgeknickten Bäumen und Ästen zu tun. Sie halfen bei Überschwemmungen und zudem waren drei Brände zu bekämpfen.

Wehrleiter Marko Schrot kann auf eine gut ausgebildete, engagierte Truppe zurückgreifen, wenn der Ernstfall ansteht. Das ist der kontinuierlichen Ausbildung der Kameraden zu verdanken, resümierte er. In zwei Einsatzübungen - einer Übung in einem verrauchten Rehfelder Schulgebäude und einem Einsatz für die Jugendwehr - wurde das Können getestet und im Nachgang daraus Schlussfolgerungen gezogen.

Die Zinndorfer "ernten" jetzt die Früchte des nimmermüden Einsatzes ihrer Jugendwarte wie Fabian Haupt, Lisa Krüger und Anja Schrot. In deren Obhut befinden sich 40 Mädchen und Jungen. Seit 15 Jahren gibt es hier eine gut funktionierende Jugendwehr und seit fünf Jahren die Bambini-Wehr. Seit Sonnabend können sich die Kameraden und Kameradinnen auf ganz frisch ausgebildeten Nachwuchs aus den eigenen Reihen freuen: Die gerade einmal 16-jährigen Mädchen Lea Brockmüller, Hannah Etienne und Marie Plobner wurden zu Feuerwehrfrauen befördert und werden nun bei Einsätzen dabei sein. Die Bereitschaft beim Aufbau der Jugendwehr vor 15 Jahren und das Durchhaltevermögen bis heute von Iris Lück wurden mit einer Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes gewürdigt. "Wenn Iris nicht gewesen wäre, stünden die Zinndorfer heute nicht so gut da", lobte Dieter Kandzia vom Kreisfeuerwehrverband, der noch weitere Auszeichnungen vornahm.

"Die Zinndorfer sind im Kreis sehr gut angesehen", stellte Kandzia fest und hob auch die Zusammenarbeit mit der Petershagener Wehr hervor. Der Zinndorfer Florian Haupt beispielsweise, der in Petershagen-Eggersdorf arbeitet, rückt dort mit zu Einsätzen aus. Denn die Sicherung der Tageseinsatzbereitschaft sei für alle Wehren ein Problem. Im Landesfeuerwehrverband werde die auch thematisiert, sagte Kandzia. Obwohl der Rückgang der Einsatzkräftezahlen langsamer werde, fehlten dennoch gut ausgebildete Leute. In Märkisch-Oderland sind es vergangenes Jahr 2728 Einsatzkräfte gewesen. 22 weniger als 2016. Der Mitgliederschwund lag 2010 immerhin noch bei 251 Leuten.

Die Jugendwehren haben derzeit 1144 Mitglieder im Kreis, bei einem Zuwachs von 56 Jugen und Mädchen. Für Zinndorf bilanzierte er den "Verlust" von zwei Einsatzkräften bei einem Zuwachs von elf Kindern und Jugendlichen.

Amtsdirektor Marco Böttche versprach zur Freude der Feuerwehrleute, dass es endlich mit einem Neubau losgehen werde. Nachdem man in Werder soweit durch sei, könne man sich Zinndorf widmen. Im Ortsbeirat und bei der Feuerwehr sei alles klar und man müsse nun die Entscheidung treffen, an welchem Standort ab 2019 gebaut werden könne. "Ihr braucht ordentliche Bedingungen", sagte Böttche. Bürgermeister Reiner Donath hatte eine Urkunde und Geld für die Kinder- und Jugendarbeit mitgebracht und zudem aus seiner Geburtstags-Sammlung noch weitere 200 Euro. "Ihr könnt euch darauf verlassen, dass ich überall, wo ich sitze, mich auch für den Neubau stark machen werden", versprach er.

Inzwischen hatte sich der Duft der Lasagne, die im Ofen brutzelte bis in die Fahrzeughalle, in der die Tische standen, verbreitet, und das Buffet, für das jeder etwas mitgebracht hatte, wurde eröffnet.

Geehrt und befördert

Befördert
■ Feuerwehrmann/-frau: Sebastian Wöhlert, Lea Brockmüller, Hannah Etienne und Marie Plobner
■ Oberfeuerwehrfrau: Manja Etienne
■ Oberlöschmeister: Hardy Cymara
■ Erster Hauptlöschmeister: Florian Haupt Auszeichnungen
■ Ehrennadel Kreisjugendfeuerwehr in Bronze: Iris Lück und Lisa Krüger
■ Leistungsabzeichen nach FwDV 3 in Bronze: Fabian Haupt, Hardy Cymara, Michael Seim, Tobias Seim, Marcus Spiewok, Philipp Krüger und Marvin HolkeEhrung für treue Dienste
■ 10 Jahre: Stefanie Schrot und Tobias Seim
■ 30 Jahre: Michael Haupt
■ 40 Jahre: Detlef Krüger und Burghard Wondke

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