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Gemeindeverwaltung hat 250 Stück gekauft

Angebot
Notfalldose hilft, Leben zu retten

Margrit Meier / 09.02.2018, 06:46 Uhr
Neuenhagen (MOZ) Viele Menschen nehmen heute Medikamente, meist nicht nur eine Tablette, sondern mehrere, manche viele am Tag. Sie haben meist einen Medikamentenplan, darüber hinaus noch weitere Dokumente, die ihre Gesundheit betreffen, bis hin zu einer Patientenverfügung. Tritt dann ein Notfall ein, ist es für die Rettungskräfte oft schwierig herauszufinden, was der Patient an Medikamenten und medizinischen Hilfen einnimmt und bekommt bzw. wo sich die Unterlagen dazu in der Wohnung befinden.

Für diesen Fall gibt es eine Notfalldose, in der all diese Informationen enthalten sind. Sie enthält ein vorgedrucktes Notfall-Infoblatt, das alle bekannten Erkrankungen und einzunehmenden Medikamente enthält, welche Allergien bekannt sind, darüber hinaus Ansprechpartner und Hausarztkontakte. Um das Projekt in Neuenhagen bekannt zu machen, hat die Gemeindeverwaltung 250 Notfalldosen angeschafft. Der Seniorenbeirat verkauft diese Notfalldosen zum Selbstkostenpreis von 1,65 Euro. Jeweils dienstags und donnerstags von 9 bis 14 Uhr können sie im Haus der Senioren erworben werden.

Beim Kauf werden die Erwerber darauf hingewiesen, dass die Notfalldose in der Kühlschranktür aufbwahrt werden soll. Das hat den Vorteil, dass Rettungskräfte nicht lange suchen müssen. Mit Hilfe zweier grüner Aufkleber - einer kommt an die Innenseite der Wohnungs- bzw. Haustür und einer außen an die Tür des Kühlschranks - weist man den Rettungskräften sofort den Weg.

Die Notfalldose ist für Alleinstehende und auch für Paare gedacht. In einer Notsituation reagieren Menschen ganz unterschiedlich. In solchen außergewöhnlichen Situationen, in denen ein Mensch gesundheitliche Komplikationen erleidet und der Rettungsdienst gerufen werden muss, ist es für den Partner oft nicht einfach, besonnen zu reagieren und richtige Angaben zum Gesundheitszustand und anderen wichtigen Details zu machen.

Der für Seniorenarbeit zuständige Fachbereichsleiter Gunter Kirst wurde auf dieses Projekt aufmerksam und hielt es für sehr sinnvoll. Ebenso Edda Mayer, Vorsitzende des Seniorenbeirates.

Information gibt es auch unter http://notfalldose.de.

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