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Hennickendorfer Wahrzeichen braucht Zu- und Aufschließer

Ehrenamt
Wachtelturmwächter gesucht

28 Meter hoch: Der Wachtelturm - der Name soll sich von Wachtturm ableiten - bietet einen phantastischen Blick in die Natur.
28 Meter hoch: Der Wachtelturm - der Name soll sich von Wachtturm ableiten - bietet einen phantastischen Blick in die Natur. © Foto: MOZ/Gerd Markert
Margrit Meier / 21.02.2018, 06:35 Uhr
Hennickendorf (MOZ) Die Dankbarkeit von Touristen sowie dem Heimatverein ist dem sicher, der ehrenamtlicher Turmwächter in Hennickendorf wird. Regina Wolter, Vorsitzende des Heimatvereins, ergriff in der jüngsten Gemeindevertretersitzung das Wort und machte deutlich, dass der Verein dringend Hilfe sucht.

Denn seit drei Jahren, klagte Regina Wolter, gäbe es niemanden, der den Wachtelturm für Besucher auf- und zuschließe. "Wer kann helfen?", fragte sie in die Gemeindevertreter-Runde. Und regte an, ob es nicht eine Vereinbarung mit dem Bauhof geben könnte.

Der Grundstein für den rund 28 Meter hohen Turm wurde am 24. Juli 1938 anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Hennickendorfs gelegt. Unter Leitung von Maurermeister Friedrich Henze und Zimmerermeister Reinhold Neumann entstand in den Jahren 1938 bis 1940 das Bauwerk auf der Anhöhe. Von dort aus hat man u. a. einen phantastischen Blick über den Großen Stienitzsee bis hin nach Berlin.

Wer Turmwächter werden möchte: Tel. 0170 7009637

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Jürgen Rudorf 05.03.2018 - 00:21:10

Wachtelturm ist nur 22,3 m hoch!

Liebe Frau Meier, der Wachtelturm, das Wahrzeichen von Hennickendorf, ist nicht 28 m hoch sondern nur 22,3 m. So steht es im dort käuflich zu erwerbenden Bastelbogen im Maßstab 1:87. Als ehrenamtlicher Turmwächter habe ich das auch selbst so gut es ging von Innen durch ein Lot nachgemessen, es stimmt. Ein betagter Bürger Hennickendorfs erklärte mir anlässlich des letzten Wachtelturmfestes den Grund für diese große Differenz der Höhenangaben: früher soll sich auf dem Dach des Wachtelturmes ein ca. 6 m hohes Kreuz befunden haben (angeblich ein Hakenkreuz)? Übrigens gibt es anderswo auch hölzerne Aussichtstürme, die wie der auf dem Aschberg in Ostthüringen über ein Drehkreuz mit Münzeinwurf (1 €) verfügen und deshalb ohne Turmwächter auskommen. Oder dank des Ausschanks wenigstens von Getränken - wie im und am Turm von Woltersdorf - touristenfreundlicher eingestellt sind. Dagegen gelten am Wachtelturm ungewöhnlich strenge Vorgaben, jeder Besucher ist vom Turmwächter persönlich die 96 Stufen nach oben zu begleiten, Besucher sind vor dem Betreten auf Nüchternheit zu überprüfen und der Ausschank von Getränken ist ebenso verboten wie das Kofferradiohören für den Turmwächter. Unter diesen Bedingungen macht das Ehrenamt nur sehr selten Spaß, nämlich dann, wenn sich trotz spärlichen Hinweisschildern und sehr lückenhaftem ÖPNV doch einmal jemand in den Turm verrirrt - im Jahresdurchschnitt waren das lt. Statistik der Gemeinde Rüdeersdorf bisher knapp 3 Personen je Tag.

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